Zu ulkig: Der türkische Death Warrior vs. The Burning Man

worst fight sceneDas kennt ihr bestimmt auch: Man hat sich gerade eine Link-Empfehlung auf Youtube reingezogen und gerät plötzlich in den Sog der bösen „Related Videos“. Ich habe wirklich keinen Schimmer mehr, was ich mir ursprünglich angeschaut habe, aber dann bin ich auf diese Perle gestoßen:

Death Warrior. Das ist wieder einer dieser Low Budget-Streifen, wo ein Mitvierziger in Lederjacke Ninjas verprügelt. Normal soweit. Das teuerste am Film waren da sicherlich die Trampoline, mit denen die Crew offensichtlich viel Spaß hatte.

Ich habe ja HIER schon einmal meine tiefe Liebe für türkische Trash-Filme ausgedrückt. Und scheinbar werde ich der wunderbaren Scheußlichkeit des Dargebotenen nicht müde.

Falls euch jedoch wegen der miserablen Qualität des folgenden Videos oder dem allgemeinen Grad der Albernheit irgendwann der Geduldsfaden reißt (ich habe trotzdem jede Sekunde genossen und dabei wie irgendeine Affenart auf Dope gewiehert), dürft ihr auch sofort zum Finale springen. Echt, ich könnte es verstehen. Irgendwann wirkt der Kampf durch die übersichtliche Geräuschpalette und die abgehackten Bewegungen wie ein früher Street Fighter-Klon, was leicht ermüdend wirken könnte.

In diesem Fall bitte aber unbedingt noch zu Minute 5.20 ca. vor skippen und den „Burning Man“ erleben. Wer ist denn bitte auch so blöd zu denken, dass jemand, der lichterloh brennend am Boden liegt, auch nur in der Nähe von „KO“ sein könnte? Wie jedermann weiß, ist der menschliche Körper ein Wunder und es lässt sich als lebende Fackel noch ein Roman schreiben, ein Haus bauen und ein Land erobern. Ohne Probleme.

Warum auch immer der Typ jedoch durch den telekinetisch geschleuderten Stein plötzlich in Flammen aufgeht … großartig.

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mythica

Mythica: „A Quest for Heroes“ ist sogar nur der erste von geplanten 3 Mythica-Filmen und sieht gar nicht soooo übel aus, wenn ihr euch mal den Trailer unten zu Gemüte führt. Danach soll die Geschichte um Marek, ein Sklavenmädchen, welches einst zur mächtigen Magierin werden soll, mit Mythica: The Darkspore und Mythica: The Necromancer fortgesetzt werden. Und weil die Crew für die 3 Filme gerade ohnehin den Ex-Poser-Herkules, Kevin Sorbo, am Set rumturnen hatten, haben sie auch gleich noch den postapokalyptischen Scifi-Streifen „Survivor“ mit ihm in den Kasten gebracht. Warum auch nicht, ist ja ein Aufwischen.

Nun haben die Jungs von Arrowstorm allerdings das Problem, dass ihre fantastischen Ideen optisch größer sind als der Geldhaufen, der zur Umsetzung zur Verfügung steht. Wenn ihr wollt, dass das magische Portal im Torbogen weniger albern aussieht oder die „geheime“ Greenscreen-Szene mit einem kostspieligen Special-Effekt ausgefüllt und nicht geschnitten wird, solltet ihr den Jungs ein paar Kröten für ihre Kickstarter-Kampagne spendieren.

Nachdem The Shadow Cabal ja eher mittelprächtig war, finde ich Mythica schon deutlich vielversprechender. Besonders, weil so ein Heldengruppen-Pen & Paper-Quest-Feeling aufkommt.

Außerdem freut es mich, dass Mr. Sorbo auch noch ein paar Rollen angeboten bekommt, für die er sich nicht in Grund und Boden schämen muss. Ja, ich meine The Sword and the Sorcerer 2, den vermutlich schlechtesten Fantasyfilm aller Zeiten. Ich weiß wovon ich rede, ich habe ihn ausgemacht.

Zum Mythica Trailer

Filmkritik: The Amazing Spiderman 2: Rise of Electro

spidey als feuerwehrmann

7 von 10 explodierten Batterien

Superhelden-Sättigung und Marvel-Müdigkeit heißt es im Netz, besonders in der US-Blogosphäre. So langsam seien Superhelden, Spezialeffekte und die Strickmuster, nach denen die Filme meistens aufgebaut sind, nichts besonderes mehr. Dem möchte ich wiedersprechen. Superheldenfilme sind immerhin meistens aufwändig produzierte Bockbuster und damit verdammt gute Unterhaltung! Was wollen solche Kritiker? Mehr melancholische Indie-Arthouse-Filme? Ich für meinen Teil werde der Übermenschen, Mutanten und Außerirdischen nicht müde. Ich will ja auch immer mal wieder Sex oder ein Steak, diese Bedürfnisse kommen einfach wieder…

Der neue Amazing Spiderman „Rise of Electro“, ist so ein „optisches Steak“. Es macht einfach irre Spaß die State of the Art-Spezialeffekte zu bewundern und die bunten Bilder voller fulminanter Kamerafahrten und sprichwörtlicher Blitze auch nach dem Film noch lange auf der Netzhaut zu haben. Und genau bei der Optik und der Action weiß der neue Amazing Spiderman von Marc Webb zu punkten. Diesen Spiderman müsst ihr euch im Kino ansehen, denn er wurde für die große Leinwand und 3D gedreht. Diesmal dürfen wir die haarsträubenden Turnereien von Spiderman nämlich häufig über die Schulterkamera erleben und sind so hautnah dabei, fast als wären wir selbst der „Web Shooter“ in einem hoffentlich bald erscheinenden VR-Abenteuer. Und auch wenn die Kamera raus zoomt und uns die Action in einer übersichtlicheren Totale zeigt, ist das Dargebotene atemberaubend. Wie sich Spiderman Klebefäden ballernd und ausweichend durch den von Electro künstlich elektrisierten Nachhimmel schwingt, ist mit einem Wort „episch“.

Doch warum kann ich diesmal nur 7 Punkte vergeben und nicht 8 wie dem letzten Amazing Spiderman?

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Ihr spielt Games über einen Beamer? LÄCHERLICH!

games auf stadion leinwand

Unter den Multimillionären scheint es nicht viele Nerds oder Gamer (oder GAMER NERDS!!!) zu geben. Denn wer würde sich nur ein eigenes Kino im Keller seiner Villa bauen, wenn man auch eine Leinwand in einem Stadion haben kann? Aber vermutlich müsste man dafür schon Milliardär sein…

Aber auf meinem Weg zum Milliardär werde ich definitiv schon als Millionär mal nachfragen, was mich ein Stadion mit Leinwand und 24/7 tanzenden Cheerleadern kostet. Conan O’Brien findet nämlich Basketballhallen-Größe in Hinsicht auf Luxus gerade noch akzeptabel.

Wer nicht das nötige Kleingeld hat sich ein eigenes Stadion zu kaufen oder zu mieten, der kann ja im folgenden Video immerhin zuschauen wie Conan im AT&T Stadium als „Clueless Gamer“ Spiele wie Need4Speed oder Street Fighter zockt. Seine Kommentare sind wie immer zum Wegschmeißen und diesmal gewinnt er durch Button Mashing sogar.

Ich würde gerne mal den jüngsten Mortal Kombat-Teil darauf zocken oder ein bischen Reaper of Souls oder noch besser: Fifa!

Welche Games würdet ihr zocken wollen, wenn euch eure Oma zum Geburtstag für einen Nachmittag ein Stadion gemietet hätte? :)

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Filmkritik: The Lego Movie – ist wirklich awesome

the lego movie

10 von 10 niedlichen Lego-Helden

Everything Is Awesome – Everything is cool when we’re part of a team

Wenn die versammelte Mannschaft auf der Autofahrt vom Kino nach Hause lauthals den eigentlich albernen Titelsong eines Films singt, dann muss dieser schon extrem gute Laune verbreitet haben. Und genau das hat das aberwitzige Lego Movie geschafft. Aaaawesoooome! *sing* Die deutsche Version „Hier ist alles supaaaaaa“ hat gute Laune-technisch übrigens ebenfalls sein Ziel nicht verfehlt.

Mich so gut amüsiert und so lauthals gelacht habe ich das letzte Mal bei Scott Pilgrim vs. the World. Deswegen bekommen Emmet, der zweifelhafte Held des Films, und seine bunte Schar von Plastik-Mitstreitern auch volle 10 von 10 Punkten von mir.

Dieser Film ist wirklich deutlich mehr als die Summe seiner Teile (hahaha) und alles andere als ein Kinderfilm. Der Humor ist bis auf die vielen Slapstick-Einlagen deutlich an ein erwachsenes Publikum gerichtet und die vielen Anspielungen, gerade aus der Popkultur, mit denen man geradezu torpediert wird und die manchmal „in your face“ und manchmal als etwas subtiler versteckte Seitenhiebe vorkommen, dürften für Kinder etwas zu viel Input sein.

Gerade für Nerds ist der Film mit seinen vielen Star Wars, Minecraft und jeder Menge Matrix-Anleihen, um nur einige wenige zu nennen, ein wahres Nerd-Fest. Im Grunde geht es im Kern um den Konflikt zwischen Sammlern, die Legos nach Anleitung bauen, ins Regal stellen und nur anschauen wollen und die „Meisterbauer“, die ihrer Kreativität freien Lauf lassen und zwar nicht immer Perfektes, aber Einzigartiges und Neues erschaffen wollen. Dabei geht der Film metaphorisch und philosophisch zur Sache, dass mir erst viele Dinge nach dem Film beim Reflektieren zu Hause aufgefallen sind.

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