Archive for November, 2009

Besuch von Väterchen Frost

Oder woran man heute Morgen erkennen konnte, dass der Sommer noch in weiter Ferne liegt:

1. Um 7.00 Uhr ist es durch den Schnee draußen schon so blendend hell, dass man nur mit Skibrille aus dem Fenster schauen kann.

2. Beim gewohnten Zeit-Aufholen tritt man voller Elan in die Schneeflocken durchwirbelte Eis-Luft hinaus und macht fast einen Spagat.

3. Mit einem stylischen Oma-Handbesen fegt man gefühlte 500 Mal über das Auto, um es von der Berührung Frau Holles zu befreien. Dabei lässt man den rechten Daumen.

4. Man kann das Lenkrad nur mit Handschuhen anfassen und würde gerne im Auto eine zweite Mütze anziehen.

5. Siedend heiß fällt einem ein und läuft gleichzeitig kalt den Rücken hinunter, dass man noch abgefahrene Sommerreifen drauf hat. Man fährt in Schrittgeschwindigkeit bis zur Autobahnauffahrt.

6. Während man im Stau steht, lauscht man Horrornachrichten wie „die kältesten Tage seit 1998 stehen bevor“ … „durch quergestellte LKWs ist Mörderstau“

7. Trotzdem man früher los gefahren ist, kommt man zu spät ins Büro und rennt vor lauter Schneetreiben erst mal an der Eingangstür vorbei.

Fazit: Morgen bleibe ich zu Hause. Da kann doch keiner was dagegen haben…

Entenparty mit Zombies

Es gibt doch eigentlich nichts Schöneres, als Samstags aufzuwachen mit der vergnüglichen Aussicht abends auf einer wilden Wohnheimsparty geladen zu sein, die sich über drei Etagen und den Garten erstrecken soll. So zumindest lautete das Versprechen meines Lieblingspärchens, Lady Xtown und Anhang, die mich zu diesem Zwecke gegen halb neun mit ihrer Ente aufzusammeln gedachten.

Am Arsch…!

Was jetzt folgt, liest sich wie das Drehbuch zu Final Destination 4 und ist nichts für schwache Gemüter. Sollten sie ihr Kind in just diesem Augenblick am Rechner beim Lesen dieses Artikels erwischen, greifen sie sich den nächstbesten stumpfen (wichtig, nicht spitz, hier liegt der Teufel im Detail!) Gegenstand und strecken sie es damit nieder. Eine Gehirnerschütterung ist nichts gegen die irreparablen Psycho-Schäden, die durch ein Weiterlesen verursacht werden könnten.

Ok, ganz so schlimm war es natürlich nicht und als Freund des Makabren finde ich ja bekanntlich immer etwas Amüsantes an überraschenden Wendungen, wenn sie sich auf der Katastrophen-Skala im noch akzeptablen Bereich bewegen.

Die erste „Wendung“ des Abends sollte uns gleich auf der Hinfahrt zur Party ereilen. Dass eine Ente unter einer Zuladung von 4 Personen und 2 Kästen Bier durchaus mit dem kompletten Unterboden auf der Strasse aufsetzen könnte, liegt rein theoretisch betrachtet im Bereich des Möglichen. Viel spassiger ist es natürlich sich erstmal in die Karre zu quetschen und dann auf halber Strecke zu realisieren, dass die lauten Schleifgeräusche nicht vom Tinitus oder aus dem Radio kommen, sondern von der Ermüdung des Materials künden…. Ohnehin schon eine Frechheit von der Karre nur auf der rechten Seite, wo „Karmataxi“ und ich saßen, mehr als empörte Laute von sich zu geben. Es hatte fast schon etwas Cartoon-artiges, als wir uns in Linkskurven auf die Lady und ihre bessere Hilfe warfen, um keinen Funkenregen auf der Strasse zu erzeugen.
Aus der Warmduscher-Angst heraus es mit dem heiligen Gerstensaft nicht mehr bis zur Party zu schaffen, beschlossen wir, dass Karma und ich zu Fuß weitergehen durften. War aber halb so wild, da wir uns beim Schlendern unseren American Dad-Fanboy-Status eingestanden und uns so bis zur location der Party voran lachten.

Kommen wir zur zweiten unerwarteten „Wendung“ des Abends. Natürlich beschränkte sich die rauschende Party auf eine winzige Wohnung mit ebenso winzigem Suizid-Balkon für mutige Raucher. Da wurde irgend ein Typ, den ich noch nichtmal kannte 30, und hielt es für eine prima Idee einfach jedem geladenen Gast aufzutragen noch viele Freunde und ebenso viel Bier mitzubringen. Klar, wenn ich in einem Palast wie dem seinen wohnen würde, hätte ich vermutlich das Selbe gemacht. Auf dem arschkleinen Balkon zusammengefercht scannten wir dann die übersichtlich aufgereihte Horde mediumprächtiger Gäste. „3 Chicks sind ok, der Rest ist alptraumhaft“ war schnell der Konsenz. Besonders die Herren der Schöpfung setzten sich aus derart blassen und langweiligen „In-der-Ecke-Rumstehern“ zusammen, dass man sich wie auf der Casting-Party zu Michael Jacksons Thriller vorkam.

Richtig funny waren auch die Schildchen, die sich jeder Neuankömmling auf die Brust pappen sollte. Eingedenk meiner wallenden Haarpracht hatte ich mich schnell dafür entschieden an diesem Abend Vin Diesel zu sein. Spätestens nach dem dritten „Ej, das passt, Vin Diesel hat auch keine Haare“ hinterfragte ich meine Entscheidung aber nochmal kritisch. Die meisten Partygäste waren eben nicht nur wegen den illegalen Substanzen, die im Nebenzimmer konsumiert wurden, sehr … zombiehaft. Ich finde den Vergleich passend, denn diese Sorte wankender Volltrottel sagt auch immer das Selbe: „Braiiiiiin…“ Außerdem möchte man mit ihnen nicht näher assoziiert werden und meint durch die Aura der Langeweile einen intensiven Würgereiz in sich aufsteigen zu spüren.

Über die verzweifelte, flachbrüstige Journalistin, die sadistische-bekloppte Lehramtsstudentin oder die anderen albernen Gestalten der Party verliere ich deswegen besser überhaupt keine Worte. Diese gnadenlose Zurschaustellung menschlichen Versagens ließ mich erneut den Stachel meiner Fernbeziehung in der Seele spüren.

Irgenwann blickten sich die Lady, ihr Freund und ich frierend auf dem Balkon an und einer von den beiden meinte „Ob wir das durchstehen?“
Mit einem stoischen und todesverachtenden Blick sagte ich zu den beiden „klar irgendwie schaffen wir das schon“, während sich gleichzeitig ein Bild von unseren Eltern oder Großeltern in meine Gedanken mogelte, wie sie mit Dreck und Tarnfarbe beschmiert in einem Schützengraben das selbe Gespräch führten…

Durch diesen frappierenden Kontrast ermutigt, die Situation tatsächlich meistern zu können, schulterten wir uns einen Weg in die Küche frei, stopften uns mit Nudelsalat und Wodka-Wackelpudding voll und verließen die Party fluchtartig in Richtung Parkplatz. Einer Party, auf der der attraktivste Ort das Klo ist, kann man, glaube ich, getrost den Rücken kehren.

Gott sei dank hatte die Lady ja noch 2 Kästen Bier im Kofferraum stehen und auch die Musik war in der Ente deutlich besser. Ich hatte zudem noch ein Chipssortiment von der Party mitgehen lassen und gab mich nun zu Elvis Presley meinem Bier-Fressflash hin. Irgendwann konnte ich jedoch das Zeug nicht mehr sehen und plazierte die beinahe leere Packung auf dem Dach des Nachbarautos. Als diese dann von einem Windstoß emporgewirbelt die restlichen Chips auf der Strasse verteilte, lachten wir hysterisch los wie 3 Teenager aus einem Softporno, die Sascha Hehn dabei beobachtet haben, wie er auf einer Bananenschale ausrutscht. Mir war klar: So lachen und abgehen wegen einer davongewehten Chipspackung kann man auch nur auf Grund von akutem Sauerstoffmangel in einer zugequalmten Ente und einigen Promille. Alles in allem war die übersichtliche Einzimmerwohnung in der Ente jedoch wesentlich geräumiger und bequemer als die Zombie-Stehparty nur wenige Meter entfernt.

Wir beendeten schließlich den Abend damit das Dach der Ente zu öffnen und trunken in die Sterne zu blicken, während die Lady bemüht war mit ihrem neuen Fotohandy möglichst alberne Schnappschüsse von uns zu machen. Was mal wieder beweist: Alles was man zu einer gelungenen Party braucht sind die besten Freunde und einen (mehrere) Kasten Bier…

Zug-Gedanken

Ich habs mal wieder geschafft; ich bin eine Granate.

Mit Kratzen im Hals und einem beständigen Dröhnen in der Birne sitze ich im Zug nach Würzburg. Immer wenn ich huste, schlägt ein Kobold in meinem Kopf den Gong, der direkt mit meiner Großhirnrinde verbunden ist. Geiles Gefühl…

Das Ganze ist das fragwürdige Ergebnis meiner diesjährigen Karnevalsaktivitäten. Widerwillig hatte ich mich zu einem Tag Saufen und Blödeln in alberner Takelage überreden lassen. Als unrasierter Ghettotiger mit Ali-Mütze folgte ich zwei mexikanischen Gauchos und einer Art steinzeitlichem Wikinger mit wirklich gut ausbalancierter Axt in verschiedene Örtlichkeiten trunkener Niveaulosigkeit. Nach wenigen Bieren verstärkte sich der Wunsch in mir, dem Komponisten der Karnevalssongs die Holzaxt des Wikingers zwischen den Augen zu befestigen. Doch gerade als ich mich schon genervt nach Hause zurück schleichen sah, begann der Abend doch noch interessant zu werden.
Im Hippie-Schuppen „Flowers“ hatten sich die gnädigen Besitzer für eine gleichberechtigte Mischung aus Karnevals-Schmuh und 80er-Rock entschieden, eine sehr viel erträglichere Atmosphäre also. Schon recht passabel angeheitert und „I was made for lovin’ you“ von Kiss Wort für Wort mitgrölend, fiel mein Blick immer wieder auf eine beschwipste Prinzessin neben mir. Bald erhob sich das Sternchenkleid mit dem Krönchen und legte mit einer adligen Kollegin eine heiße Sohle aufs Parkett. Das muss ungefär der Augenblick gewesen sein, als mein „Schnuckelig-Detektor“ ausschlug und mich zu baldigem Handeln mahnte.
Nach noch ein wenig Smalltalk und Abzucken im Carpe war es dann soweit: Der Tiger durfte die Prinzessin küssen. Und nachdem wir uns von „Bützchen“ zu etwas gewagteren Zungenschlägen gesteigert hatten, offenbarte sie mir, dass sie zwar Bonnerin sei, momentan aber in Würzburg ihr Medizinstudium abschließe und dann sowieso erstmal für ihr PJ nach Polen fahre. Natürlich…Eigentlich hätte ich ihre Ausführungen auch lippensynchron mitsprechen können, da ja Murphy einer meiner treuesten Weggefährten ist…
Schon vorgeschädigt durch eine halbgare Fernbeziehung mit einer bayerischen Zahnärztin, nahm ich mir vor das Tête-à-tête auf GARKEINEN Fall ausufern zu lassen. „Am Aschermittwoch muss spätestens alles vorbei sein“, indoktrinierte ich in die weiten meiner Alkohol-gefluteten Hirnwindungen. Überflüssig zu erwähnen, dass wir uns noch zwei mal getroffen haben und ich sie auch ohne Krönchen königlich fand.
So sitze ich nun also hier auf dem Weg ins Feindesland Bayern. Natürlich nicht ohne einen handfesten Grippe-Schlag, damit man von der ganzen Rappelei im Zug auch was hat. Ich weiß, dass ich hier vermutlich die vorläufig letzte Möglichkeit eine Zeit-, Kosten- und Nerven-intensive Fernbeziehung abzuwenden gekonnt mit Füßen trete, aber bei der Aussicht auf lustige Doktorspielchen, muss man eben mal in die fettige Weißwurst (anderorts: Saurer Apfel) beißen…
Leider geht mir die Prinzessin mit Skalpel und neckischem Lachen doch nicht mehr so leicht aus dem Kopf, wie es der James Bond in mir gerne gehabt hätte, so dass ich mich nun wohl oder übel übers WE „verarzten“ lassen muss…

Just verschwindet die Sonne hinter den Weinbergen des Kaffs, durch welches wir gerade rauschen, und pinselt ein verträumtes Gold auf die Wolken. Die Kondenzstreifen von ein paar durchgeknallten Jet-Piloten wirken auf diesem Hintergrund wie die güldenen Fäden eines tattrigen, alten Schneiders. Für mich sind dies gerade die Schicksalsfäden der Nornen, welche wie gewohnt in meinem Leben verworren und ungeordnet scheinen und ich frage mich, welche Version einer möglichen Zukunft ich gerade durch diese Zugfahrt Gestalt annehmen lasse…

Malen bis der Arzt kommt

Bild von dem genialen Louis Royo

Was sind das eigentlich für Menschen, die sich ein Tattoo stechen lassen? Was sind das für Charaktere, die sich ein einziges Motiv Nähmaschinen-artig unter die Haut hämmern lassen, unter Schmerzen und unwiderruflich?

Die Gründe sind sicher so vielfältig, wie die Visionen der ständig bekifften Tätowierer abgefahren sind. Ich komme darauf, weil sich neulich ein World of Warcraft-Vollblut-Nerd das Motto seiner Gilde auf den Hintern hat pieksen lassen, um von dieser ingame ein episches Reittier für 5000 Gold spendiert zu bekommen. Besonders spannend wird das Ganze für den jungen Mann, wenn seine nächste Freundin den Schriftzug „Swallow or its going in your eye“ auf seinem Gesäß eingraviert findet…

Und natürlich findet der Gute gleich begeisterte Nachahmer auf unserer Plattform: Ein junges Mädel hat nun angeboten sich unser Firmenlogo tätowieren zu lassen, wenn wir für sie den selben Betrag an „Spielgeld“ locker machen. Ein Kamerateam steht schon bereit.

In ihrer wilden Zeit machen Jugendliche heutzutage ja meist jede Art von körperlicher Selbsterfahrung und Exhibitionismus durch: Sie lassen sich bemalen, durchstechen, verbrennen und vierteilen, wenn es auch nur entfernt cool und „in“ ist. Später reiben sich dann Ärzte mit der Möglichkeit zur restaurativen Laser-Behandlung die Hände…

Ich will ja hier nicht den Spießer geben, aber vielleicht sollte man jede Art von permanentem „Haut-Upgrade“ erst ab einem etwas reiferem Alter erlauben. Auch eine 18-jährige kann noch nicht wirklich als erwachsen im Sinne von „vernünftig“ bezeichnet werden, wenn sie sich „Tokio Hotel“ auf die Stirn tätowieren lassen möchte.

In diesem Zusammenhang ist ohnehin interessant zu beobachten, welches Kunstwerk da so auf wem spazieren fährt. Heutzutage sind Tattoos ja schon lange kein exklusives Cainsmahl des Proletariats mehr. Während jeder Bauarbeiter vom Model „Manni“ einen Anker oder eine Meerjungfrau mit Silikontitten für den perfekten Ausdruck seiner Individualität und Männlichkeit hält, muss es für die Akademiker-Tochter schon ein chinesisches Schriftzeichen mit einer Bedeutung wie „Tiefsinniges Nachsinnen am Flußufer“ sein. Da wäre selbst ein Arsch-Geweih noch schicker, aber eben auch vom Model „Frisöse Chantalle“…

Doch ich sollte nicht zu viele Steine werfen, denn auch ich habe schon einmal darüber nachgesonnen mir ein kleines Bildchen stechen zu lassen. Meine Filzstiftkreationen haben füher irgendwie immer nur Akne gemacht, gejuckt und waren nach gewaltsamer Anwendung einer Waschbürste seitens meiner Mutter auch schnell wieder verschwunden. Da ich romantisch, perfektionistisch, Symbol-geil und einfach alles auf einmal bin, konnte ich mich nie auf nur ein Motiv festlegen. Die warmduscherische Angst, es könnte mir irgendwann nicht mehr gefallen, hat bisher die Jungfräulichkeit meiner Haut bewahrt. Außerdem bin ich mir meiner gelegentlichen Wankelmütigkeit, gepaart mit dem ständigen Drang Neues zu entdecken, nur zu gut bewußt. Müsste ich mich dennoch jetzt sofort für nur ein Tattoo entscheiden – viellleicht, weil mich perverse Außerirdische dazu zwingen – so würde ich wohl einen kleinen, chinesischen Drachen wählen. Als Symbol fasst er meine Vorlieben, Vorsätze und Wesenszüge einfach am besten zusammen. 1976 geboren, bin ich auch laut chinesischem Horoskop ein Drache, mit dessen Charaktereigenschaften – besonders mit den Negativen – ich mich leider bestens identifizieren kann. Außerdem steht er für meine romantisch-verklährte Weltsicht, meine Fantasy-Affinität und meine Faszination die asiatische Kultur und Philosophie betreffend. Und schließlich würde er mich an meinen Tagen des Schwächelns durch seine penetrante Präsenz höhnisch an die Stärke erinnern, mit der ich eigentlich meinen Hintern aus der Gülle heben sollte.

Doch leider ist das pussierliche Glückssymbol der Asiaten in der breiten Masse der Bevölkerung das, was der 3er BMW für die Türken (Entschuldigung: für die anatolischen Mitbürger mit Migrationshintergrund) ist: Billige Massenware. Jeder Volltrottel rennt damit rum, weil es endhart aussieht.

Naja, so habe ich Geld, Schmerzen und ein mögliches Bereuen gespart. Ich werde einfach so lange weiter überlegen bis ich zu alt für die Scheisse bin. Ich werde also spätestens morgen eine Entscheidung fällen müssen…

Foedi Occuli

Das sind Augen voller Haß.

So sehen meine Glubscher aus, wenn ich einen ganzen Tag lang in der Fa. fleißigst Texte übersetze, mich am Ende des Tages darauf freue die Zugfahrt mit ein wenig Literatur aufzulockern und dann aber feststellen muss, dass ich Dödel das Buch zu Hause vergessen habe.
Als Spontanreaktion hielt ich es für angemessen erstmal eine Weile pikiert aus dem Fenster zu schmollen. Doch bald schon wurde mir schmerzlich bewußt, dass es die Fensterscheibe einen Scheiss interessiert, ob ich ihr meine Unterlippe zeige. So zog ich dann meinen feinen Edelkulli hervor, den mir meine lieben Freunde in der festen Erwartung schenkten, dass ich doch noch Lehrer werden würde und fing an sinnlose Gedichte zu schreiben, um die restliche Zugfahrt abzukürzen. Dabei habe ich versucht, die Eindrücke in dem spektakulären Zugabteil in Worten lebendig werden zu lassen.

Ich möchte euch diesen literarischen Käse nicht vorenthalten. Try to have fun:

Noch nie hab ich so lang gesessen
Wie konnt ich nur mein Buch vergessen?
Scheisse, ist das ein zähes Rollen
An meine Ohren dringt ein Grollen
Mein Magen wünscht sich was zum Zehren
Wat zu lesen wär des Geist’s Begehren
Komme ich hier nochmal lebend raus
Mache ich ihn der Langeweile aus
Wen? Den Gar!
Wie wunderbar!

Surely, the crone next to me is old
Her arm touching mine as death so cold
She reeks of the grave and rotten things
What’s worse, she’s painted like a whore
Doubtful that any suitors it to her brings
Her whole being chills me to the core
Why are such creatures allowed to ride a train?
Throw them in front of it! Let only bones remain!

Züge sind meist billiger als Flüge
Und damit ich euch nicht belüge
Vermutlich auch billiger als Boote
Mit denen ich durchs Wasser pflüge
Und in jeder Kabine meine Frau betrüge
Tue damit als Mann was für die Quote…

Na toll, jetzt hat hier einer voll gebläht
Riecht nicht gerade nach frisch gemäht
Schweine verneigten sich hier in Demut
Vor dem
Was da in meine Nüstern kriechen tut
Extrem!
Könnt ich doch nur dagegen furzen!
Nur so ein bischen, einen Kurzen!
Dem würde ich zeigen wo der Hammer hängt
Wonach er sicher erstmal zu würgen gedenkt
Irks, wie das stinkt, Zug komm’ jetzt an!
Ah, der Bahnhof! Ich dacht’, ich wär’ dran!

Ok, bitte kein Rapid Fire Flaming…ich verspreche auch morgen an mein Buch zu denken…! ;-)

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