Meine Sehnerv-Analyse-Verbindung qualmt und ich gehe jetzt mal mit Kopfschmerzen ins Bett. Und das Ganze dank BLAST MASTER.
Man muss ein Feld von Kugeln komplett zum Detonieren bringen und hat dazu ein paar Kugeln zum Überbrücken von Lücken und das Sprengstoffpaket zum Auslösen. Am Anfang noch einfach, entwickelt sich das game in höheren Levels zum Desaster der Fehlsprengungen. Ist jetzt aber auch schon zu spät für so einen Hirn-Quäler…
Die 80er waren einfach der Hammer: Acid House, Vokuhilas und natürlich Muskelmänner mit bekloppten Namen in den Spielzeug-Regalen, von denen ich auch unzählige hatte. Gerade bin ich durch Zufall auf youtube über alte He-man Werbespots gestolpert und musste beinahe Tränen lachen. Hier meine unsortierte Top 5 der ulkigsten, dämlichsten oder auch angsteinflößensten Toys der Masters of the Universe Reihe:
Der unglaubliche “Beam Blaster”:
Wie viele Kids der 80er mögen erblindet sein oder haben andere Kinder damit um ihre Ahoi-Brause erpresst? Die Dinger sehen auch total bescheuert aus, selbst für Kinder!
„Monstroid“ und das Teufelskind:
Herrlich beklopptes Ding. Mal sehen, ob man so was noch für 500.000 Euro im amerikanischen Ebay ersteigern kann. Aber das wirkliche Highlight ist dieses von Dämonen besessene „I love it“-Kind, von dessen Stimme ich heute Nacht Alpträume haben werde. Als Vater hätte ich das auch mit Schizo-Spielzeugen im Keller weg gesperrt und dann den Exorzisten angerufen.
Die “Slime Pit”:
War bestimmt total spaßig, das mit zu Freunden zu bringen und dann mit dem Schleim deren Figuren zu ruinieren. WTF?
Die “Fright Zone”:
Hahahaha! Geiles Teil! Ich erinnere mich sogar noch daran das Ding nach Castle Grayskull und Snake Mountain im Laden gesehen zu haben. Ich fand jedoch eine Plastikruine mit einem verkrüppelten Plastikbaum oben drauf immer zu unspektakulär, um meinen Vater durch tagelanges Rumjammern zum entnervten Kauf zu bewegen. Hätte ich gewusst, dass da dieses Handpuppen-Monster aus dem Loch geschossen kommt! So eine abgefahrene Idee. Und nach der Zerschrottung durch unbeholfene Freunde kann man es ganz leicht durch eine alte Socke austauschen.
Rio blast und Extendar, the tower of power:
Ich hatte ja schon viele Figuren, sogar ein paar exotische aus dem Ausland von meinem Pa organisiert. Aber wer zum Henker ist Rio Blast? Klingt, als wäre er einem „Colt für alle Fälle“ und dem „Trio mit vier Fäusten“ entsprungen. Der passt auch gar nicht in das restliche Ambiente von Eternia. Ein Skandal! Falte den Möchtegern zusammen wie eine Ziehharmonika, Extendar!
Als Fan von allen Fallout Teilen und John Carpenters Klapperschlange musste ich mir natürlich “Book of Eli” reinziehen. Dies geschah allerding mit sehr gemischten Gefühlen, da die Rezensionen auf Rotten Tomatoes dem Endzeit-Film gerade mal 45% andachten. Die dreckige Grauschleier-Optik und die vielen Totalen auf die zerstörte Landschaft gefielen mir jedoch sofort recht gut, da sie die postapokalyptische Atmosphäre recht gut transportierten. Dieser Eindruck verstärkte sich noch durch die vielen Szenen von malerischer „Industrial Romantik“ wie Atomkraftwerkschlote im Mondlicht oder die zerstörte Skyline von San Franzisco.
Natürlich gibt es viele „cheesy Scenes“ mit Eli als übercoolen und unterschätzten Lonewolf, der im Alleingang bewaffnete Rockerscharen mit seinem Buschmesser der Verstümmelung bearbeitet und vollkommen schadfrei daraus hervor geht. Trotzdem sind diese Szenen mit dem eiskalten Killer auf heiliger Mission alle sehr stylish in Szene gesetzt und dienen, wie man später erfährt, dem mystischen Aspekt von Elis Charakter.
Die Botschaft des Films, dass das Herz Dinge sieht, die dem Auge verborgen bleiben ist nicht neu aber interessant in Szene gesetzt. Ich verrat nicht zu viel, wenn ich sage, dass Elis Buch die Bibel ist (wird gleich zu Beginn des Films gezeigt), welche nur in den richtigen Händen ihren erhofften Effekt entfalten kann. Dies bekommt vor allem der mal wieder hervorragend von Gary Oldman verkörperte Bösewicht zu spüren, der das Buch an sich bringt, doch ironischer Weise die einzige und unwahrscheinlichste Person wie Dreck behandelt hat, die ihm bei der „Lektüre“ hätte behilflich sein können. „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr mir getan…“
So entfesselt der Bösewicht am Ende ein wahres Sodom und Gomorra, während Eli in ein weißes Rapper-Gewand gehüllt die Bibel kurz nochmal auswendig aufschreiben lässt. Einzig die mystische Komponente ging mir am Ende einen Tacken zu weit: Wird uns doch vom Regisseur angedeutet, dass der geile Zatoichi…äh…Eli die ganze Zeit über auch noch blind war. Tut meinem insgesamt eher positiven Gesamteindruck aber keinen Abbruch. Wie auch? … Mit Mila Kunis als weiblichen Imba-Sidekick „Solara“, inklusive handtellergroßen Rehaugen, Angelina Jolie-Schmollmund und niedlicher Stupsnase… *räusper*
Mit meiner Freundin witzel ich manchmal, dass wir unseren Kindern aus Schadenfreude einmal Rollenspiel-Fantasy-Namen geben werden. Angesichts solcher Zahlen würde mich aber eine Generation von Kindern mit Namen aus der Welt von World of Warcraft nicht mehr wundern.
Dieses Spiel macht schneller süchtig als eine Crackpfeiffe: Blosics2.
Man flitscht von einem orangen Startfeld aus verschieden große Kugeln in einen Haufen von grünen Quadern, damit sie aus dem Bild fallen. Die Bälle kosten unterschiedlich viele Punkte, weswegen es wichtig ist nicht immer mit dem fettesten Geschoss auf alles los zu ballern. Sobald man 100 Punkte voll hat, darf man unten auf “next” klicken fürs nächste Level. Natürlich wird es immer schwieriger durch rote Quader, die nicht abstürzen dürfen, Eisflächen und andere Fiesitäten. Besonders die Level mit den fliegenden Luftballonquadern haben mich den letzten Nerv gekostet.
Mein vorläufiger Rekord: 25/30 Leveln geschafft. Schafft jemand den 25. Level mit den 3 explodierenden Quadern, die JEDES VERFLUCHTE MAL alle roten Quader mit abräumen? Ich habe dem Wahnsinn nahe aus gemacht, damit ich noch diesen Artikel schreiben und andere mit in den Wahnsinn reißen kann. Have Fun:
Mit „The secret world“ wird Funcom in naher Zukunft ein MMO rausbringen, das mir gefallen könnte. Das Spiel hat unsere heutige Welt zum Schauplatz, nur dass in dieser sämtliche Mythen über Vampire, Monster und Gespenster wahr sind. Mit Maschinenpistole, Katana und Vodoo Kräften ausgestattet darf man dann zusammen mit anderen Nerds auf die Kacke hauen. An den Trailern unten lässt sich erahnen, dass Horrorgrößen wie Lovecraft zur Inspiration heran gezogen wurden. Für mich als Nerdity-Opfer gibt’s auf der offiziellen Website einen Test, mit dem man seine theoretische Zugehörigkeit zu einem Geheimbund ausloten kann: Illuminati, Templer oder Drachen. Ist es sehr nerdig, wenn das Ergebnis meine Brust vor Stolz anschwellen lässt? Als Mitglied des Drachen-Geheimbundes stehe ich also für Manipulation und Chaos. Ich dachte mir sowas…
Ich hab schon immer gewusst, dass eine Frau, die äußerlich so hässlich ist, von innen eine Göttin der Schönheit sein muss. Wegen ausgleichender Gerechtigkeit im Universum, der Balance in den Chakren und der Harmonie der Quarks. Und so:
Herrlich wie Alice Schwarzer hier Bushido wie ein kleinen, dummen Jungen aussehen lässt. Zugegeben nicht so schwer, wenn man nur das offensichtliche beschreibt, dennoch präzise auf den Punkt mit der gewohnt nüchternen und glasklaren Beobachtungsgabe einer Schwarzer.
Vielen Dank, Alice, dass du noch mal das entlarvende Licht deiner Schläue auf den Pseudo-Gangster-Rapper-Status von “ich hatte es ja so schwer, aber habe mich hoch gekämpft und mir einen mystischen Samurai Philosophie Dingens Namen gegeben-Bushido” geworfen hast. Very much appreciated.
Dummbeutel-Poser wie Bushido gehören phatt weg gedisst, ich schwör’! Danke Alice.
Ok, Wolfman ist nicht so bescheiden wie Rotten Tomatoes (momentan 32%) zu suggerieren scheint, aber auch nicht so viel besser wie ich mir erhofft hatte. Als ich vor einigen Monaten den ersten Trailer zum Film sah, regte sich in mir eine bescheidene Hoffnung: Sicher würde Wolfman nicht an die tiefe Atmosphäre von Interview mit einem Vampir heran reichen, doch vielleicht könnte er ja Bram Stoker’s Dracula für Werwolf-Fans werden. Ein bisschen enttäuscht war ich schon, als sich gestern Abend mein Wunschtraum in einem Kino von der Größe eines Hühnerstalls in Luft auflöste.
Man muss natürlich gestehen, dass die Geschichte des Werwolf-Films nicht gerade mit Meilensteilen der Filmgeschichte gepflastert ist. Doch sogar im Vergleich mit der schwachen Konkurrenz hat Joe Johnstons Remake des klassischen Wolfman leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Zu uninspiriert ist die Performance der Akteure: Benicio Del Toros Leistung besteht darin traurig aus der Wäsche zu schauen, während Anthony Hopkins in erster Linie weißhaarig ist. Auch Hugo Weaving spielt in bestem Fall passabel, was jedoch auch daran liegt, dass seine Rolle als Scotland Yard Bulle einfach nicht mehr her gibt. Man fühlt nie mit den Darstellern mit, gerade das Schicksal der von Lykanthropie Besessenen kratzt den Zuschauer nicht die Bohne.
Ansonsten ist der Streifen eine Aneinanderreihung von düsteren Bildelementen der Gothic-Tradition: Bröckelnde Statuen, schaurige Äste im nächtlichen Wind, Kerzenschein, eine Irrenanstalt komplett mit Eiswasser- und Schocktherapie und Mondlicht, verdammt viel Mondlicht. Man hat streckenweise gar das Gefühl, dass im viktorianischen England eigentlich immer Vollmond war. Paradiesische Verhältnisse für den Wolfman, wenn er sich dann endlich verwandelt und ein wenig mit den Köperteilen seiner Opfer umher wirft. Und genau das macht auch den einzig spaßigen Teil des Films aus: Wenn der haarige Del Toro Leute mit nur einem Prankenhieb enthauptet kommt wenigstens ein wenig Splatterfilm Feeling auf und man bekommt ein bisschen Kunstblut und Gummikörper für den Eintrittspreis. Mitunter ist die blutige Action so übertrieben, dass der Clown der unfreiwilligen Komik um sich greift. Als der Wolfman beispielsweise von einem Gebäude herunter springt und einen Polizisten unter sich begräbt wird dessen Hut empor gewirbelt. Es hätte mich nicht gewundert, wenn das Hütchen auf dem Kopf des davon sprintenden Werwolfs gelandet wäre…
Wirklich schade, dass der Film insgesamt, bis auf die Splatterszenen, so uninspiriert und seelenlos geraten ist. Ich bin mir sicher, dass man mit besseren Schauspielern und mehr Drogen einen stimmigeren Wolfsfilm hätte drehen können. Ich würde dem Streifen nach dem Tomatometer 55% geben, leicht über mittelmäßig eben.
Der neue Film Sherlock Holmes von Guy “Ritchie Rich” hat außer dem Namen nichts mit Arthur Conan Doyles Pfeife rauchenden Neunmalklug zu tun. Aber wenn man sich mal dazu durchgerungen hat, einmal nicht der Literaturverfilmungs-Fanatiker zu sein, hat man es mit einem recht unterhaltsamen Blockbuster mit “Detektiv-Flavour” zu tun. Ritchie portraitiert Holmes als durchgeknallten Wissenschaftler-Detektiv-Söldner und Watson als spielsüchtigen Arzt, welcher sich mit einem Hang zum Makabren ausgestattet kein Abenteuer seines herum spionierenden Freundes entgehen lässt. Die beiden schießen, boxen und “swashbuckeln” sich von Schauplatz zu Schauplatz, dass man kurzzeitig einen faden Beigeschmack à la Van Helsing bekommen könnte. Dieser bleibt jedoch auf Grund der stimmigen Gesamtatmosphäre glücklicher Weise in den Geschmacksknospen hängen. Dieser Umstand ist besonders der fabelhaften und schwungvollen Musikuntermalung zu verdanken, welche im Zusammenspiel mit dem Graustich des Films dem dreckigen London des späten 19. Jh. eine eigenwillige Atmosphäre verleiht – im positiven Sinne. Besonders gut gefallen hat mir der gekonnte Einsatz von Vorausschau und Rückblende in Hinsicht auf Holmes’ logisch-pragmatische Denkweise: Bei einem Kampf beispielsweise analysiert er in Sekundenbruchteilen die Schwachpunkte des Gegenübers und geht den Kampf im Kopf einmal komplett durch. Überflüssig zu erwähnen, dass seine „Trefferquote“ dabei 100% beträgt. Diese übertriebene Darstellung von Sherlock’s genialer Beobachtungsgabe fügt sich gut in diesen unterhaltsamen Action-Flick ein, ohne dass man das Gefühl hat den Mann bei den Xmen anmelden zu müssen. Der Villain des Films ist eine Art düsterer Necromancer, der mich streckenweise glauben ließ in einem Dungeons & Dragons-Film gelandet zu sein. Zu guter letzt hat Richie noch daran gedacht die beiden Protagonisten mit weiblichen Romanzen auszustatten, damit sein Männerduo über jeden Vorwurf der homoerotischen Untertöne erhaben ist. Fazit: Liebhaber der Bücher werden sicherlich leicht angesäuert den Vorführraum verlassen, allen Liebhabern von gutem Popcornkino kann ich den Streifen jedoch empfehlen. Der Wertung von Rotten Tomatoes würde ich mich anschließen: Nicht herausragend aber solide.