Archive for Juli, 2010

Kurz-Preview ohne große Spoiler: Inception

inceptionGleich vorweg: Inception hatte schon vor Filmbeginn einen sehr guten Stand bei mir, weil ich als Philosophie-Absolvent und –Nerd alle Filme geil finde, die den Sinn des Lebens bzw. die Wahrnehmung der Realität in Frage stellen. Unangefochtener Spitzenreiter ist natürlich immer noch Matrix, weil hier neben unzähligen Denkanstößen noch coole Musik und der generelle Style-Faktor den Film abrunden. Der erste Teil von Matrix ist damit einer der wenigen Filme, denen ich 10 von 10 Punkten geben würde.

Inception beinhaltet aber auch einige Facetten, die zum hinterher Diskutieren und Sinnieren einladen. Auch wenn vielleicht nur ein Tausendstel so viele Ebenen bedient werden, wie Matrix dem dafür Empfänglichen offeriert. Träume und die Frage was eigentlich „real“ ist stehen im Mittelpunkt, wobei Nolan sich geschickt gängiger Phänomene aus der Psychologie und Traumforschung bedient, wie z.B. dem Luziden Träumen, dem nicht steuerbaren Unterbewusstsein oder der veränderten Zeitwahrnehmung in Träumen.

Inception ist durchaus zu durchschauen, wenn man gedanklich am Ball bleibt und erzeugte bei mir keinen „WoW-Effekt“ mit kaltem Schauer auf dem Rücken, wie seinerzeit Matrix, als Neo in dem Glibber-Botich in der Welt der Maschinen erwacht. Nach Filmen wie „Existenz“ oder „The 13th Floor“ hauen einen ineinander verschachtelte Wirklichkeitsebenen einfach nicht mehr völlig vom Hocker. Trotzdem hat der Film ein paar sehr nette CGI-Effekte, die die Grenzenlosigkeit der Möglichkeiten in Träumen ganz gut einfängt. Außerdem erzeugt er eine genussvoll beklemmende Atmosphäre, die den Zuschauer von Traum zu Traum führt und per „Inception“ den Gedanken einpflanzt „Bitte lass mich aufwachen und die richtige Ebene der Realität im Film erkennen…“

Ich gebe mal 8 von 10 Kreiseln.

Wie unheimlich! Genau wie in meinem Traum neulich!

chewie

Mal ernsthaft, weiß jemand wer dieses Bild des nackten Wahnsinns gemalt hat? Ich möchte den Mann kennen lernen, der 3 thematisch so eng verwandte Elemente in einem Kunstwerk derartig gekonnt zu vereinen weiß. Ich möchte sein enger Freund werden oder, im Falle einer Frau, diese sofort ehelichen.

Was geschieht mit mir?

Jeder gute Nerd besitzt ein reichhaltiges Repertoire an Filmzitaten, auf welches er in jeder Situation des alltäglichen Lebens zurück greifen kann.

So ist es nicht nur stylish, sondern sogar Pflicht vor schwierigen Herausforderungen, wie dem ersten Sprung vom 10er im Freibad, ehrfürchtig zu äußern: „Es gibt keinen Löffel“!

Außerdem sollte jede erfolgreiche Handlung eines Kollegen oder Freundes stets mit einem „du lernst schnell, junger Padawan“ bedacht und arrogant belächelt werden.

Mit einem meiner Kumpel hat sich in der Vergangenheit noch ein ganz anderes Filmzitat (verbunden mit einem Gesichtsausdruck äußerster Angst und Panik) zum Running Gag gemausert. Man gibt es in verschiedenen Situationen zum Besten, z.B. kurz nachdem man die erste Gabel eines neuen Gerichts in den Mund gesteckt hat:

Helft mir: Was sind noch nerdige Filmzitate, die man zu bestimmten Situationen vom Stapel lassen muss, um für alle anwesenden Frauen als „Mann ohne Eier“ abgestempelt zu werden?

Surprise! Silvester Stallone steht auf heldenhafte Gewalt

ramboSly Stallone hat sich nach Angaben des Fernsehsenders Fox News auf einer Veranstaltung in San Diego über Gewalt in Filmen geäußert. Und jetzt kommt der unerwartete Oberhammer: Er findet Gewalt ok, solange sie im „heldenhaften Rahmen“ stattfindet. Wer hätte das gedacht, dass der Rambo und Rocky Darsteller, der für gewöhnlich den Leuten entweder mit Waffen oder mit der blanken Faust die Fresse demontiert, mit Gewalt grundsätzlich erst mal keine Probleme hat?

In diesem Zusammenhang könnte man natürlich nochmal nach Slys Definition von „heldenhafter Gewalt“ fragen. Ich nehme mal an der große Amoklauf namens „Rambo 4“ war heldenhaft? Ich glaube, Gewalt ist nie so wirklich heldenhaft, oder? Also halt die Schnüss, Rambo, und versuch nicht das Genre deiner lukrativsten Einnahmequelle ins Schafsgewand der Moral zu kleiden. Hau einfach in Actionfilmen wie „Expendables“ auf die Kacke und überlass das Philosophieren darüber Leuten, die weniger Muskeln im Gewehrarm und dafür mehr graue Masse im Oberstübchen haben… ^^

Geile, abgefahrene Scheiße: Sucker Punch

Zack Snyder, die geile Sau, die bereits für bildgewaltige Streifen wie „Watchmen“ und „300“ verantwortlich zeichnet, wird scheinbar im März 2011 die Nerd-Gemeinde mit dem epischen Fantasy-Action-Film “Sucker Punch” beglücken. Ich hatte vorher noch nie davon gehört, aber es geht wohl um ein Mädel, das sich in Traumwelten ihres Geistes flüchtet bis die Grenzen zwischen Traum und Realität verschwimmen. Geile, abgefahrene Scheiße also. Ich muss den Film sehen, weil laut dem Trailer die 3 magischen Komponenten darin enthalten sind, die einfach jeden Film großartig machen: Heiße Chicks mit Schwertern, Drachen und Explosionen. Wieder muss ich zugeben, dass das für mich absolut ausreichend ist. Na toll, jetzt fühle ich mich wieder schmutzig und billig. Und horny.

Hände und ein bewaffneter Hamburger

Den Wert von zwei gesunden Händen kann man gar nicht genug betonen. Wenn ich so zurück blicke, wäre mein Leben ohne Hände hier und da geringfügig anders verlaufen. Und ich rede hier nicht nur offensichtlichen Einsatzmöglichkeiten wie Schwächere verprügeln oder Onanieren. Damit wir unsere Hände nicht als zu selbstverständlich hinnehmen, poste ich das folgende Video. Was das alles mit einem bewaffneten Hamburger zu tun hat? Video schauen!

Priest: Wüsten Vampir Endzeit Trash

Durch Naturkatastrophen, Nahostkonflikte, Ölpest etc. ist das Endzeit-Genre zurzeit wieder total angesagt. Auch wenn ich mir nicht unbedingt Plastikröhren in die Haare und Neon-Kontaktlinsen in die Augen basteln würde wie die Cyber Goths, fand ich Filme wie „Book of Eli“ oder „Resident Evil Extinction“ echt unterhaltsam. Ich stehe total auf dieses Endzeit-Wüstenflair, auch wenn ich sämtliche Dune Verfilmungen trotzdem immer noch für die langweiligsten Filme aller Zeiten halte. Aber es gibt ja auch guten Stoff. „Die Klapperschlange“ mit Kurt Russell ist auch so ein trashiger Klassiker. Ich fand sogar „Waterworld“ spaßig, auch wenn sich da alles um eine Wasserwüste drehte. Aber egal ob Sand oder Wasser, post-apokalyptische Welten haben einfach dieses ganz eigene Flair von mittelalterlichem Neuanfang mit herumliegenden Cola Dosen und den Ruinen von Wolkenkratzern.

Dieser erste Trailer von „Priest“ haut mich aber trotz des Schauplatzes nicht vom Hocker. Nach dem sehr mittelprächtigen „Daybreakers“ wird mich auch dieser „vampireske“ Trash vermutlich nicht tief in meinem Innersten berühren. Sieht nach „trauriger Sonntagnachmittag-Notlösung“ auf DVD aus…


Priest trailer
Hochgeladen von blankytwo. – Klassik TV, Abendsendungen und Nachtsendungen, online.

Machete – Red Band Trailer

Heiliges Kanonenrohr, geht in dem Trailer krass die Luzie ab! Ich glaube, da ist ein gewisser Robert Rodriguez aber verdammt scharf auf Tarantinos Thron der martialischen Splatterfilme. Was in diesem Trashfilm abgeht ist so absurd gewalttätig (hat sich Machete in der einen Szene wirklich an den Gedärmen seines Opfers aus dem Fenster geschwungen..?), dass man sich vermutlich die ganze Zeit nur kranklachen muss. Das könnte ein Juwel und Meilenstein unter den Retro-Tashfilmen werden. Die weibliche Fleischbeschau ist hier nur die leckere Schaumkrone auf diesem Bier der seichten Unterhaltung.

Der neue Tron: Legacy Trailer macht mich endwuschig

Ich bin immer noch ganz betäubt von dieser berauschenden Neon-Welt. Einfach alles in diesem Trailer sieht endgeil und stylisch aus. Das ist wieder einer dieser Teaser, die ich mir noch hundertmal anschauen werde, bevor der Film endlich in die Kinos kommt. Säße ich nicht gerade im Büro, würde ich davor onanieren. Mit beiden Händen. Und das Beste ist: Der Film wird, wie Avatar zuvor, in ECHTEM 3D produziert, so dass man wirklich in die Tron-Welt hinein gezogen wird. Eine 3D-Version von einem Film zu schaffen, der von einem Typen handelt, der in ein Videospiel hinein gezogen wird, macht ja auch absolut Sinn.

Kunstvolles Schreien mit Harrison Ford

Ich liebe youtube dafür, dass es so eine große Halde für kranke Ideen ist. Bei Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes hatte ich mich damals königlich über die Szene amüsiert, in der Marion Ravenwood Indy den Drehspiegel unter das Kinn schlägt und man Indys Schrei noch weit übers Meer hören kann. Mir war jedoch nicht klar, wie häufig und facettenreich Harrison Ford in seinen Rollen bisher geschrien hat.