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Chris Christmas Rodriguez sagt: Weihnachten ist vorbei

christmas rodriguezHeiligabend reicht doch völlig als Familienfest. Einen Tag mit den lieben Verwandten Abends die Plauze voll hauen, Geschenke aufreißen, gezwungenes Grinsen aufsetzen beim Auspacken von Omas selbstgehäkelten Socken und dann Märchenfilme gucken bis bei allen die Lichter ausgehen. Und fertig ist die Laube!

Am ersten und zweiten Weihnachtstag möchte man dann doch einfach nur ins Masturbationskoma fallen, von morgens bis abends Zeittöter wie Skyrim zocken oder mit guten Freunden abhängen. Oma, Opa und andere nur geduldete Gäste, sind dann überflüssig. Wer will schon am ersten Weihnachtstag das gefühlt hundertste Mal Opis Geschichte hören wie im Krieg Wundverbände angelegt wurden oder am zweiten Weihnachtstag gegen die offensichtlich schummelnde Omi im Canasta verlieren?

Doch scheinbar habe ich mein Los all die Jahre umsonst ertragen, denn es gibt jemanden, der, wie eine Art Kammerjäger für ungebetene Gäste, vorbei kommt und die „unwanted guests“ sauber entsorgt: Chris Christmas Rodriguez. Er ist der perfekte Ersatz für den Weihnachtsmann. Besonders, weil er so „greifbar“ ist. Nie wie wieder muss man dem Nachwuchs am Fenster vorlügen, dass „der Lichtschweif am Horizont bestimmt das Christkind war, das jetzt gleich die Geschenke unter den Baum beamt“. Endlich realistische und klare Ansagen wie „Der lässige Typ mit Föhnfrisur und Schnäuzer, der gerade Oma aus dem Fenster getreten hat und Deine Mutter angräbt, ist Chris Christmas Rodriguez, der neue Weihnachtsmann.“

Hier 2 weitere Werbevideos, die verblüffend klar machen, warum man Chris für das nächste Weihnachtsfest buchen sollte:

Opi kriegt die Rechnung

Entsorgung von Onkel und Tanten

Und wer jetzt immer noch nicht überzeugt ist und vielleicht sogar oberpussyhaft rumheult „aber ich mag doch meine Großeltern und habe Spaß daran 3 Tage Weihnachtsmarathon zu absolvieren“, dem wird niemand Geringeres als David Hasselhoff jetzt mal 3 gute Gründe liefern, warum Weihnachten eigentlich komplett suckt:

1. Weihnachten ist GAY

Jetzt mal ehrlich: Habt ihr euch schon mal umgeschaut wie es zur Weihnachtszeit in eurer Wohnung aussieht? Alles ist vollgestopft mit Kerzen, selbstgebasteltem Schnickschnack und oberkitschigem Weihnachtsschmuck. Achtjährige Jungs, die in absehbarer Zeit bei den Chicks landen wollen, werden gezwungen Mädchenlieder zu singen oder die überflüssige Verwandtschaft mit Klavier oder Geige zu verzücken. Wissen die Eltern nicht, dass sie so David Garretts züchten?

2. Weihnachten oder Suizide Central?

Weihnachten ist einfach geistig und körperlich schlecht für die Gesundheit. Nicht nur, dass durch die kalte und düstere Jahreszeit, verbunden mit der besinnlichen Stimmung und den Nachrichten im TV, wie schlecht es anderen Menschen geht, die Selbstmordfantasien extrem angefacht werden, nein… nachdem man das Jahr über vergeblich versucht hat Körperfett und andere Sünden in den Griff zu bekommen, wird zwischen den Jahren derartig Raubbau am eigenen Körper betrieben, wie es selbst die alten Römer beim Orgien-Marathon im 8. Jahrhundert v. Chr. nicht hätten besser machen können.

3. Konsum-Wahnsinn und Stress, den niemand braucht

„Oh mein Gott! In 2 Wochen ist Heiligabend und ich habe noch kein Geschenk für meine Freundin gefunden, das romantisch, wertvoll, aber nicht zu teuer, einfallsreich, halb selbstgebastelt, nützlich, erotisch und witzig ist. Wenn ich das nicht hin bekomme, gibt es schlechten oder gar keinen Sex über die Feiertage!“ Kommt jemandem diese „Geschenke-Panik“ bekannt vor? Und dann hat man noch nichts für den Rest der puckligen Verwandtschaft, die ja auch schon alles haben. Und wenn es dann am Heiligen Abend endlich so weit ist, sind Schauspielkünste auf Hollywood Oscar-Niveau gefragt: „Oh, das ist ja toll, eine wirklich super Idee von Dir, VIELEN DANK!“ Am Ende heißt es dann für Lutscher „mehr Staubfänger im Regal“ und für wahre Männer „Umtausch-Stress„.

So, dass war mein alljährlicher Weihnachtshasser Post. Das hat gut getan. Jetzt kann ich wieder die positiven Aspekte an Weihnachten genießen, wie z.B. die banale Tatsache, dass ich nicht ins Büro muss und

Übrigens nochmal danke an Patrick, der die Videos von Christmas Rodriguez und die Bilder von David Hasselhoff jedes Jahr in seinem Facebook Profil postet. Du bringst damit für viele Menschen ein bisschen Licht in die bedrückende Dunkelheit des Weihnachts-Horrors!

Über Thilo (1613 Artikel)
Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.

1 Kommentar zu Chris Christmas Rodriguez sagt: Weihnachten ist vorbei

  1. Jacky Zucker // 2. Januar 2012 um 17:54 // Antworten

    Es freut mich, dass ich damit Jahr für Jahr immer ein paar Mitstreiter erkennen  lassen kann, wie grausam manchmal Weihnachten sein kann, wenn man einfach nicht zocken darf… 😉

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