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Der Zauber des Internets gegen die Magie des Lesens

die unendliche Geschichte

Wer, wie ich, dem Fernsehprogramm für immer Lebewohl gesagt hat, hängt vermutlich, wie ich, die meiste Zeit im Internet ab. Aber Warum auch irgendwas anderes machen außer surfen, wenn das Word Wide Web doch alles hat, was ich brauche?

Ich verdiene mein Geld damit, ich zocke Online Games gegen Spieler auf der ganzen Welt und wenn ich mal Bock auf coole „Programme“ habe, dann ziehe ich mir meine Lieblings-Channels auf youtube rein oder schaue online irgendeine Serie. Die neusten Nachrichten aus der „realen Welt“ bekomme ich auch nirgends schneller als im Internet. Und wenn ich was lesen will, bieten mir Blogs, Magazine und sonstige Nerd-Seiten genug Lesestoff bis in die Unendlichkeit.

Und doch gibt es etwas, was ich in letzter Zeit vermisse, ohne dass ich mir darüber klar gewesen wäre. Jemand hat es in einer Art kleinem Papptheater auf den Punkt gebracht und ein Bild davon auf imgur (Quelle) hoch geladen:

die magie des lesens

Ja, es ist crappy gezeichnet und beherbergt keine atmenberaubende Weisheit und doch hat es mich in gewisser Weise wach gerüttelt. Jetzt kommt mir nicht mit am Bildschirm oder auf dem E-Reader lesen. Das ist nicht dasselbe. Es geht nichts darüber mit einem Buch unter der Bettdecke zu verschwinden und sich in Traumwelten entführen zu lassen. Der große Vorteil des „Offline-Events Buch“ ist die wohltuende Eindimensionalität des Mediums. Ich werde durch nichts abgelenkt. Außer vielleicht die Lust auf Kekse und ein Glas Milch. Aber es gibt keine anklickbaren Links, keine aufpoppende Werbung und keine geöffneten Tabs, in denen schon andere News warten, „die ich mir gleich unbedingt auch noch reinziehen muss, um ja nichts zu verpassen.“

Wie es aussieht, werde ich heute mal ohne Handy und Mobiles Internet ins Bett gehen. Mein digitales ich wird an ein Bett gefesselt sein, doch mein Geist wird in fantastische Gefilde entschweben.

Über Thilo (1631 Artikel)
<p>Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.</p>

2 Kommentare zu Der Zauber des Internets gegen die Magie des Lesens

  1. Lesen kann nichts ersetzen. Also in Buchform. Für mich. Insofern schöner Artikel… 🙂

  2. Da ist sowas von richtig… Ich lese im Moment leider auch viel zu wenig, eigentlich gar nicht, schade.

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