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Geek & Sundrys Critical Role haut mich mit einem +5 Hammer vom Hocker

criticalrole crew

Neulich durfte ich durch Vin Diesels Auftritt bei Critical Role den genialen Matthew Mercer und seine Gruppe von Voiceover Artists kennen lernen. Nun habe ich mir die Webserie Critical Role mal genauer angeschaut und bin von den Socken!

Ursprünglich war die Dungeons & Dragons Kampagne, die nun wöchentlich gespielt wird, nur ein One-Shot Abenteuer, das als Geburtstaggeschenk für einen der Spieler geplant war. Doch alle Beteiligten – von denen die meisten noch nie vorher D&D gespielt hatten – fanden das Erlebnis so spaßig, dass sie sich fortan regelmäßig trafen. Und schließlich wurde Matt von Geek & Sundry eingeladen doch mal eine Runde D&D mit seinen Sprachtalenten live zu streamen. Das Ergebnis kam so gut an, dass es als Critical Role fest ins Programm aufgenommen wurde.

Bei Vecnas vermoderten Strapsen!

Wenn das nicht mal wieder ein Zeichen ist, das wir alle mehr Pen & Paper spielen sollten! Wie man daran wieder schön sehen kann, spielen die meisten Neulinge nur einmal und sind dann schon lebenslang abhängig. Und auch, wenn die Frequenz flacher Witze bei Critical Role vielleicht nicht ganz so dich gedrängt ist, wie bei Chris Perkins’ Acquisitions Incorporated, macht die ansteckend gute Laune und die Qualität der professionellen Stimmen der Spieler einiges wett. Ich meine, schaut euch einfach mal die erste Folge an, in der die Charaktere von ihren Spielern vorgestellt werden. Da ist jede Stimme purer Sex

Außerdem spielt für uns Männer die leckere Marisha Ray mit, die ich euch schon mal im Rahmen von Super Power Beat Down vorgestellt hatte. Leider ist das Original-Video, in dem sie das Batmobil wäscht, mittlerweile entfernt worden. Aber keine Sorge, I have your back, ich hab‘s immerhin noch in schlechter Qualität bei irgendeinem „Alonso Sanchez“ gefunden. Well, thx Alonso:

Wenn ihr dann zu Ende masturbiert habt, können wir wieder zu Critical Role zurückkommen. Wobei ich mich frage, ob es da vielleicht zwischen Marisha und DM Matthew Mercer ein kleines Techtelmechtel geben könnte. Es sei denn, bei diesem gemeinsamen Sketch über CineSutra – Jurassic Park Edition hat es zwischen den beiden nicht gefunkt. In dem Fall müsste ich leider davon ausgehen, dass entweder Marisha oder Matthew gay ist.

ANYHOW…

Wenn ihr Pen & Paper-Fans seid, oder mal D&D 5th Edition in Aktion sehen wollt (Matthews Gruppe ist von Pathfinder zu 5th umgestiegen), dann kann ich euch diese Sendung nur ans Rollenspiel-Herz legen.

Ich hatte zur Probe einfach mal völlig willkürlich Episode 25 (siehe unten) eingeschaltet und war sofort vollkommen vom Hocker gehauen. Die Leidenschaft und Inbrunst mit der die Leute spielen, erinnert mich an die viel zu seltenen, aber schönsten Momente im Rollenspiel. Bei ca. Minute 40 z.B. liegt einer der Charaktere im Sterben. Er lässt es sich jedoch nicht nehmen in einer Art Sterbebettszene seine letzten Gedanken mitzuteilen und die anwesenden Spielerinnen damit zum Weinen zu bringen. Wow…

Doch der Effekt seiner Rede wird vom Universum scheinbar gehört und die Rache seiner Begleiter darf sehr effektiv ausfallen. Denn ziemlich präzise bei Minute 59 macht die Bogenschützin dem Namen der Webserie alle Ehre und versenkt einen Lightning Arrow mit einer natürlichen 20 im Gesicht von Lady Briarwood. Geil wie dabei alle ausflippen vor Freude. Unnötig zu erwähnen, dass ihnen dann alles aus dem Gesicht fliegt, als die Schützin mit ihrer zweiten Attacke eine weitere natürliche 20 würfelt und damit erneut kritisch trifft:

natural 20 AGAIN

HACH! GOOD TIMES!

Ich schnalle nur nicht so ganz wieso alle lachen, als der Gnom-Typ es so versteht, dass der Feuerball Caster sich kurz vor dem Schuss die Nippel reibt. Ich mache das immer.

Und überhaupt, diese schon erwähnte Inbrunst mit der die Leute spielen. Godlike. Als der DM beschreibt, wie eine Wache von einem Feuerball regelrecht zerfetzt wird und nur noch einen spitzen, erstickten Schrei abgeben kann, feiern das die Spieler wie das entscheidende Tor bei der Fußballweltmeisterschaft. SO und nicht anders muss D&D sein. Oldschool, Baby. Fuck Yeah.

huge mug for the gnomeAuch mega witzig, dass der Spieler mit dem kleinsten Charakter den größten Humpen vor sich stehen hat. Das nenne ich mal Kompensation. Wobei der kleine Gnom Barde sich im Spiel nicht verstecken muss. Der Spieler lässt es sich nämlich nicht nehmen seine Bardenlieder tatsächlich in kurzen Gedichten und singend vorzutragen.

Sein Song zur Inspiration des Goliath Barbaren ist immer noch als Ohrwurm auf meinen Lippen:

He’s Groooohoooog, he’s Groooohoooog, he’s big, he’s strong like wood!

He’s better than bad, he’s good!

Awesome. Ich werde mir sicherlich noch einige Stunden von Critical Role reinpfeifen. Und dasselbe würde ich euch auch raten. Es sei denn, ihr könnt eure eigene Gruppe spielen, dann macht lieber das. Aber vergesst nicht euch vor jedem Feuerball vor Sensationslust die Nippel zu reiben.

Über Thilo (1513 Artikel)
Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.

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