
An Kevinismus Leidende haben empfindliche synaptische Störungen, menschlichem Nachwuchs sozialverträgliche Namen zu geben.
So lautet die Definition im seriösen und global anerkannten Lexikon „Uncyclopedia“. Endlich wird man mal darüber aufgeklärt, warum kleine Menschen mit klingenden Namen wie „Schantall-Pamehla“ oder „Kevin-Justin“ in der freien Wildbahn anzutreffen sind. Im Grunde hatten wir den Grund schon länger befürchtet: Es ist krankheitsbedingt auf Seiten der Mütter.
Scheinbar ist ebenfalls Teil des Krankheitsbildes, dass das Sprachzentrum der Betroffenen angegriffen wird. In dieser Liste kann man symptomatische Sätze auswendig lernen, um die Infizierten jederzeit erkennen zu können. Einer meiner Favoriten: “Schantalle, komm’ im Auto!” (Aufforderung der Mutter, dass Chantale bitte in den Wagen steigen soll).
Da fühle ich mich mit meinem Bedürfnis, jedem meiner Kinder einen Rollenspiel-Fantasy-Namen als Zweitnamen zu verpassen, noch halbwegs geistig gesund. Oder bin ich etwa auch geisteskrank? Nennt man das dann Aragornismus? Oder Frodonie? In Hinsicht auf die körperliche Gesundheit meiner Kinder auf dem Schulhof sollte ich vielleicht doch davon absehen…































