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Unbekannte Masters, heute: Klacky, der Goat Man

Ein furchteinflößender Name für den dämonenhaften Ziegenmann, oder?

Bei „Klacky“ denke ich eher an einen kleinen niedlichen Zeichentrick-Krebs aus Arielle, die Meerjungfrau, als an einen Gefolgsmann Skeletors. Ach, ihr wisst noch nicht mal wer dieser Goat Man überhaupt sein soll? Kein Problem, dafür bin ja ich da, der Masters Freak im Nerd Blog eures Vertrauens. Ihr könnt euch nun entspannt zurück und die Taschentücher bereit legen, während ich euch die simple Schönheit von Klacky näher bringe. (Taschentücher sind für die Freudentränen, ihr Perversen! Mannomann!)

Also: Im Rahmen der Motu Classics, der Adult Collection für He-Man-Nostalgiker, wurde auch diese eher unbekannte Randfigur rausgebracht, die nur einmal im Comic „Secret of the Dragon’s Egg“ vorkam und nie Teil der Vintage-Reihe war. Angeblich war der Goat Man sogar mal für eine „Wave“ um 1984 geplant, doch landete, wie so viele andere Figuren auch, im grauenhaften Keller der vergessenen Konzepte. Vermutlich war den Machern die Gesamterscheinung dann doch zu dämonisch, um in Kinderzimmern ein und aus zu gehen (Ein Mann mit Skelettkopf ist da natürlich was ganz anderes). Ungefähr zur selben Zeit musste sich ja auch die First Edition von D&D immer mal wieder mit Satanismus- und Okkultismus-Vorwürfen rumschlagen. Daraus hatte man wohl gelernt. Schade.

Laut seiner Bio hatte Goat Man “Klacky“ das Pech zu einer der wenigen humanoiden Rassen zu gehören, die von den hypnotischen Kräften der Beast Men kontrolliert werden können. Nach verschiedenen Kämpfen für seine Herren, schaffte Klacky es dann irgendwie in ein Zeit-Portal zu geraten und in die Zukunft geschleudert zu werden, wo König He-Man sein Zauberschwert bereits an seinen Sohn weiter gegeben hatte. Hier musste er nun die Befehle eines gealterten Beast Man ausführen und teilweise unwürdige Aufgaben verrichten: z.B. für den alten Beast Man (der sich extrem gut gehalten hat, finde ich, was ist sein Geheimnis?) einen Kristallklumpen klein klopfen.

Doch Beast Man ist kein unfairer Arbeitgeber und hat zudem noch verschiedene Bücher zu Mitarbeiter-Führung gelesen. Deshalb gibt es nach getaner Arbeit auch schon mal einen kleinen Bonus außerhalb der Reihe.

Warum ich Goat Man so geil finde?

Mal abgesehen von der Tatsache, dass man diese Randfigur der schon länger ausverkauften Motu Classics auf Ebay noch recht günstig bekommt, sogar original verpackt, gefällt er mir mit seinen dämonischen Zügen einfach ziemlich gut. So als Actionfigur und Vorbild für meinen kleinen Sohn. Außerdem erinnert er mich an die Goat Men aus Diablo, die immer so schön „gemuht“ haben, wenn man sie aus den Socken gehauen hat. Oder an den Teufel aus Legende mit Tom Cruise. Oder an einen ehemaligen Arbeitgeber von mir. Oder an meine Schwiegermutter. Just kidding.

Also für etwas über 20€ kann ich mich wirklich nicht beklagen. Goat Man ist, wie alle Motu Classics, extrem posable (siehe oben..hihihi) und hat als Waffen einen Stab und einen fetten Hammer. Keine Ahnung was das für ein seltsamer grüner Stab ist (ich glaube, der hat irgendwas mit Stratos zu tun), aber seinen Hammer finde ich königlich, nein, sogar göttlich, denn er erinnert mich ein wenig an Thors Mjölnir.

So, jetzt habt ihr diese Bildungslücke geschlossen und kennt auch Goat Man, den Handlanger eines Handlangers von Skeletor.

Wollt ihr, dass ich noch mehr unbekannte/mystische/in Vergessenheit geratene Masters of the Universe wie Goat Man oder Anti-He Man vorstelle?

Dann schreibt‘s mir in die Kommentare. 🙂

Wer Goat Man noch ein wenig in „bockiger“ Action sehen möchte, sollte mal hier bei The Fwoosh vorbei surfen. Die basteln immer sehr ansehnliche kleine Comic Strips zu den Motus.

So, ich muss dann auch. She-Ra ruft aus dem Keller, dass sie Hunger hat. Papa kommt.

Über Thilo (1610 Artikel)
Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.

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