
8 von 10 albernen Mordwerkzeugen
Ich hasse Brettspiele, deren Regelwerke so umfangreich sind, dass man mit der bloßen Lektüre einen Bachelor und anschließend den Master machen kann. Natürlich brauchen halbwegs interessante Brettspiele auch ebenso halbwegs komplexe Regeln, das liegt wohl in der Natur der Sache. Doch der feine Unterschied besteht dann eben darin, ob die Regeln redundant, repetitiv und langatmig sind wie bei Dungeonquest oder leicht verständlich und gut unterteilt wie in Last Night on Earth.
Darum bin ich immer wieder freudig überrascht und von den Socken, wenn man mir ein Brett- oder Kartenspiel vor den Bug knallt, dass unkompliziert und trotzdem MORDS spaßig ist (pun intended). Kill Dr. Lucky ist zwar nicht so simpel wie ein Bier und Brezel Spiel (wie z.B. das geniale Guillotine), aber auch nicht so seicht, dass man zu schnell die Lust daran verliert. Seinen besonderen Charme gewinnt es in meiner Wahrnehmung dadurch, dass es eine wunderbare Spielprinzip-Umkehrung und Parodie vom langweiligsten Spiel der Welt ist: Cluedo.



































