Archive for the ‘ Kino & Film ’ Category

mythica

Mythica: „A Quest for Heroes“ ist sogar nur der erste von geplanten 3 Mythica-Filmen und sieht gar nicht soooo übel aus, wenn ihr euch mal den Trailer unten zu Gemüte führt. Danach soll die Geschichte um Marek, ein Sklavenmädchen, welches einst zur mächtigen Magierin werden soll, mit Mythica: The Darkspore und Mythica: The Necromancer fortgesetzt werden. Und weil die Crew für die 3 Filme gerade ohnehin den Ex-Poser-Herkules, Kevin Sorbo, am Set rumturnen hatten, haben sie auch gleich noch den postapokalyptischen Scifi-Streifen „Survivor“ mit ihm in den Kasten gebracht. Warum auch nicht, ist ja ein Aufwischen.

Nun haben die Jungs von Arrowstorm allerdings das Problem, dass ihre fantastischen Ideen optisch größer sind als der Geldhaufen, der zur Umsetzung zur Verfügung steht. Wenn ihr wollt, dass das magische Portal im Torbogen weniger albern aussieht oder die „geheime“ Greenscreen-Szene mit einem kostspieligen Special-Effekt ausgefüllt und nicht geschnitten wird, solltet ihr den Jungs ein paar Kröten für ihre Kickstarter-Kampagne spendieren.

Nachdem The Shadow Cabal ja eher mittelprächtig war, finde ich Mythica schon deutlich vielversprechender. Besonders, weil so ein Heldengruppen-Pen & Paper-Quest-Feeling aufkommt.

Außerdem freut es mich, dass Mr. Sorbo auch noch ein paar Rollen angeboten bekommt, für die er sich nicht in Grund und Boden schämen muss. Ja, ich meine The Sword and the Sorcerer 2, den vermutlich schlechtesten Fantasyfilm aller Zeiten. Ich weiß wovon ich rede, ich habe ihn ausgemacht.

Zum Mythica Trailer

Filmkritik: The Amazing Spiderman 2: Rise of Electro

spidey als feuerwehrmann

7 von 10 explodierten Batterien

Superhelden-Sättigung und Marvel-Müdigkeit heißt es im Netz, besonders in der US-Blogosphäre. So langsam seien Superhelden, Spezialeffekte und die Strickmuster, nach denen die Filme meistens aufgebaut sind, nichts besonderes mehr. Dem möchte ich wiedersprechen. Superheldenfilme sind immerhin meistens aufwändig produzierte Bockbuster und damit verdammt gute Unterhaltung! Was wollen solche Kritiker? Mehr melancholische Indie-Arthouse-Filme? Ich für meinen Teil werde der Übermenschen, Mutanten und Außerirdischen nicht müde. Ich will ja auch immer mal wieder Sex oder ein Steak, diese Bedürfnisse kommen einfach wieder…

Der neue Amazing Spiderman „Rise of Electro“, ist so ein „optisches Steak“. Es macht einfach irre Spaß die State of the Art-Spezialeffekte zu bewundern und die bunten Bilder voller fulminanter Kamerafahrten und sprichwörtlicher Blitze auch nach dem Film noch lange auf der Netzhaut zu haben. Und genau bei der Optik und der Action weiß der neue Amazing Spiderman von Marc Webb zu punkten. Diesen Spiderman müsst ihr euch im Kino ansehen, denn er wurde für die große Leinwand und 3D gedreht. Diesmal dürfen wir die haarsträubenden Turnereien von Spiderman nämlich häufig über die Schulterkamera erleben und sind so hautnah dabei, fast als wären wir selbst der „Web Shooter“ in einem hoffentlich bald erscheinenden VR-Abenteuer. Und auch wenn die Kamera raus zoomt und uns die Action in einer übersichtlicheren Totale zeigt, ist das Dargebotene atemberaubend. Wie sich Spiderman Klebefäden ballernd und ausweichend durch den von Electro künstlich elektrisierten Nachhimmel schwingt, ist mit einem Wort „episch“.

Doch warum kann ich diesmal nur 7 Punkte vergeben und nicht 8 wie dem letzten Amazing Spiderman?

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Filmkritik: The Lego Movie – ist wirklich awesome

the lego movie

10 von 10 niedlichen Lego-Helden

Everything Is Awesome – Everything is cool when we’re part of a team

Wenn die versammelte Mannschaft auf der Autofahrt vom Kino nach Hause lauthals den eigentlich albernen Titelsong eines Films singt, dann muss dieser schon extrem gute Laune verbreitet haben. Und genau das hat das aberwitzige Lego Movie geschafft. Aaaawesoooome! *sing* Die deutsche Version „Hier ist alles supaaaaaa“ hat gute Laune-technisch übrigens ebenfalls sein Ziel nicht verfehlt.

Mich so gut amüsiert und so lauthals gelacht habe ich das letzte Mal bei Scott Pilgrim vs. the World. Deswegen bekommen Emmet, der zweifelhafte Held des Films, und seine bunte Schar von Plastik-Mitstreitern auch volle 10 von 10 Punkten von mir.

Dieser Film ist wirklich deutlich mehr als die Summe seiner Teile (hahaha) und alles andere als ein Kinderfilm. Der Humor ist bis auf die vielen Slapstick-Einlagen deutlich an ein erwachsenes Publikum gerichtet und die vielen Anspielungen, gerade aus der Popkultur, mit denen man geradezu torpediert wird und die manchmal „in your face“ und manchmal als etwas subtiler versteckte Seitenhiebe vorkommen, dürften für Kinder etwas zu viel Input sein.

Gerade für Nerds ist der Film mit seinen vielen Star Wars, Minecraft und jeder Menge Matrix-Anleihen, um nur einige wenige zu nennen, ein wahres Nerd-Fest. Im Grunde geht es im Kern um den Konflikt zwischen Sammlern, die Legos nach Anleitung bauen, ins Regal stellen und nur anschauen wollen und die „Meisterbauer“, die ihrer Kreativität freien Lauf lassen und zwar nicht immer Perfektes, aber Einzigartiges und Neues erschaffen wollen. Dabei geht der Film metaphorisch und philosophisch zur Sache, dass mir erst viele Dinge nach dem Film beim Reflektieren zu Hause aufgefallen sind.

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Filmkritik: Escape Plan – Möchtegern-Retro-Action mit Opis

escape plan

4 von 10 sadistischen Aufsehern

Da steht auf einem Filmplakat Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger und schon schlägt mein Herz als Kind der 80er höher. Tatsache ist jedoch, dass die 80er schon lange her sind und „Sly“ und „Arnie“ mittlerweile zu faltigen und grauhaarigen Rentnern geschrumpelt sind. Bei einer solchen späten Liaison der Action-Ikonen, über die vor 20 Jahren alle noch gejubelt hätten, kommt dann eben kein „Terminator meets Rambo“-Flair mehr auf, sondern eher der Gedanke, dass man aufhören sollte, wenn es am schönsten ist. Denn wie uns bereits Indiana Jones 4 gezeigt hat, muss man bei einem „Film mit Opi“ einfach Abstriche machen.

Trotzdem gibt es natürlich in Escape Plan für Fans der beiden Kanten einige markige Sprüche und den verblichenen Glanz einstiger Blockbuster-Helden. Regisseur Mikael Hafström tut wirklich alles, um seine beiden für ihr Alter noch ansehnlich muskulösen Hauptdarsteller ins beste Licht zu rücken, da kann man nicht meckern. Es ist eher Hafströms Missachtung jeglicher Logik, die den Film die meisten Bewertungspunkte kostet. Das fängt schon bei der fragwürdigen Prämisse des Films an:

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captain-america-the-winter-soldier

7,5 von 10 Helicarriern

Eine böse Organisation mit einem meist wahnsinnigen Oberhaupt versucht mittels eines teuflischen Plans und irgendeiner neuen technologischen Superwaffe die Welt zu verändern oder sogar zu unterjochen. Doch ein einzelner Mann, der in haarsträubenden Situationen dem Tod immer wieder von der Schippe springt, schafft es am Ende in einem kitschigen Showdown die Welt zu retten.

An was erinnert euch das?

Genau! James Bond! Mir ist gestern beim Anschauen von Captain America: The Winter Soldier klar geworden, dass Superheldenfilme die James Bond-Filme des 21. Jahrhunderts sind. Sie haben meist genau dasselbe Strickmuster, die Over the Top-Action Szenen und die vielen Augenroll-Momente, in denen der Hauptdarsteller wie durch ein Wunder überlebt. Nur dass dieser Tage die Spezialeffekte so gut und die Popkultur so mächtig geworden sind, dass Superagenten gegen Superhelden ausgetauscht wurden. Kann ich sehr gut mit leben.

Leider wird jedoch , wie mir, den meisten Zuschauern ein großes Problem des Films bzw. des gesamten Marvel-Universums bei The Winter Soldier aufgefallen sein. Seit der offiziellen Vereinigung der Superhelden im glorreichen The Avengers müsste jeder neue Marvel-Film mit einer halbwegs ernst zu nehmenden Bedrohung ein neuer Avengers-Teil sein. Da Marvel bzw. die Regisseure auch im Winter Soldier nicht müde werden, Querverweise herzustellen und andere Superhelden wie Dr. Banner oder Stark auf den Plan zu bringen, fragt man sich wo diese Herrschaften in epischen Schlachten, die das Schicksal der Welt entscheiden, gerade stecken?

Ohne jetzt zu viel zu spoilern, aber am Ende dieses Captain America-Teils geht es immerhin um die Änderung der Weltordnung und den potenziellen Tod von 20 Millionen Menschen. Wieso muss der Cap da alleine ran? Ein Anruf vom selbst im Film stark gebeutelten Nick Fury sollte doch reichen, um zumindest mal Iron Man auf den Plan zu rufen, oder? Wenn der fliegende Playboy aus narzisstischen Erwägungen nicht schon freiwillig dazu gestoßen wäre, um ein paar leicht verdiente Lorbeeren einzustreichen. Ich finde ja die Verbindung der Universen und Superhelden-Storylines toll, doch mittlerweile werden eben auch die dadurch zwangsläufig zu Tage tretenden Ungereimtheiten offensichtlich. Als Nerd kann ich dann im Kino einfach nicht anders als los zu heulen und zu fordern: „Lasst einfach den Hulk alle zusammen schlagen!“

Ok, „Nerd Rant Off“. Kommen wir mal zum eigentlichen Film.

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