Videospiel Verfilmungen sind ja immer so eine Sache. Als heiße Anwärter auf die goldene Himbeere sind schon einige von ihnen der Schrott-Schmiede Uwe Bolls entsprungen. Kann mich spontan nur an Doom als halbwegs amüsante Verfilmung eines Games erinnern. Andere Erinnerungen sind eher peinlicher Natur und involvieren das hektische Verlassen des Kinos mit dem Pulli über den Kopf gezogen wie bei Mortal Combat oder Street Fighter. Jetzt darf sich auch der Kult Prügler Tekken auf dem Silver Screen behaupten. Wobei ich sagen muss, dass der Trailer nicht ganz so sehr nach sucking Lameness riecht wie sonst. Mal sehen, vielleicht kann man ihn sich heimlich auf DVD oder Blu Ray reinziehen.
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Also irgendwie hat Sam Worthington eine nichtssagende Hackfresse. Aber scheinbar hat ihm der Erfolg von Avatar dazu verholfen für die nächsten Fantasy Blockbuster gebucht zu werden. Ist denn den Regisseuren nicht aufgefallen, dass er in erster Linie als blauer Special Effect durchs Bild gekrallt ist? Ansonsten hat mich seine Performance nicht gerade von einer Welle des Gefühls zur nächsten geschleudert. Der Film war geil, aber nicht der Darsteller, zumindest nicht in seiner menschlichen Form. Und dass Herr Worthington jetzt im Remake meines Lieblingsfilms aus Kindheitstagen die Hauptrolle als Perseus bekleidet schmeckt mir nicht so recht. Der Trailer sieht natürlich trotzdem nach gutem Popcornkino aus.
Es ist aber auch eine Schande. Nie werden die Randcharaktere mal ausreichend für ihre Leistung gewürdigt. Wenn Luke den Todesstern in die Luft jagt, mögen ihm zwar in erster Linie seine Jedi-Kräfte den Weg geebnet haben, doch was ist mit all den tapferen, aber entbehrlichen Jägerpiloten, die als lebende Schutzschilde viele Schüsse von Luke abgefangen haben? Ein Unterfangen wie das Zerstören der Hauptbasis des Bösen ist in keinem Buch oder Film nur das Werk eines Einzelnen, sondern stets ein “combined effort”. Die Pyramiden wurden schließlich auch nicht vom Pharao persönlich erbaut. Und doch bekommt er die ganzen Lorbeeren dafür, eventuell noch der Baumeister. Kein Wunder also, dass mal einer der vielen „menschlichen Schutzschilde“ um etwas mehr Aufmerksamkeit buhlt, wenn er schon sein Leben in einer Kamikazeaktion für die Gute Sache opfert. Habe immer noch Tränen in den Augen vom Lachen.
Zugegeben, ich bin absoluter Sci-Fi-Oldschool-Predator-Aliens-Fanboy, aber das Video ist auch so äußerst gelungen! Durch das Video bekomme ich gerade extrem Lust nochmal einen Alien-Filmabend zu veranstalten. Besonders zu Ehren des Action-Garanten James Cameron könnte man sich nochmal den bleihaltigen 2. Teil reinziehen und sich an hektoliterweise verspritztem Säureblut ergötzen. wann kommt eigentlich endlich der schon lange versprochene Alien 5? Da werde ich mich wohl demnächst mit Aliens vs. Predator 3 über die Zeit retten müssen…
Der kleine Vampir von Angela Sommer-Bodenburg hat bei mir vermutlich den Grundstein für mein Dasein als Vampire-Lover gelegt. Den Abenteuern von Anton Bohnsack im Kreis von Vampiren wie der Milch trinkenden Anna, dem fiesen großen Bruder des kleine Vamirs, Lumpi, oder dem krummnäsigen Friedhofswärter Geiermeier, durfte ich damals von meiner Mutter vorgelesen lauschen. Besonders das Flugpulver, durch welches ein Gewöhnlicher Umhang zu einem Flugumhang wurde oder das Parfüm von Tante Dorothee „Mufti Eleganti“ sind mir in Erinnerung geblieben. Mußte das toll sein mit wehendem Umhang durch die Nacht zu fliegen mit einem starken Vampirfreund an der Seite.
Ich weiß noch, dass ich dann in noch recht zartem Alter angefangen habe Vampire zu malen und meine Mutter jeden Tag gelöchert habe, endlich mal einen richtigen Vampirfilm sehen zu dürfen. Meine Mom war zwar strikt dagegen, weil sie korrekter Weise einen Drakula Film mit der bleichen Visage von Christoper Lee für nicht ganz meines Alters angemessen hielt. Mein Vater gab jedoch irgendwann mit den Worten „aus Schaden wird man klug“ entnervt nach. Ich habe natürlich Nächte lang davon geträumt wie Drakula im Sonnenlicht die Finger aufplatzen und seine bescheidenen Überreste als Aschehäufchen davon geweht werden. Lektion gelernt.
In den folgenden Jahren, besonders während des Studiums, habe ich in illustren Runden bei Cola und Pizza als Vampir des Gangrel Clans die nächtlichen Straßen erfundener Städte unsicher gemacht und das ein oder andere schlechte Remake der alten Nosferatu- und Drakula-Filme gesehen. Doch nur einer hat mich nachhaltig begeistert: Interview mit einem Vampir. Lässt man alle homoerotischen Anklänge mal beiseite, erfasst der Film alle verlockenden aber auch alle dramatischen Aspekte des Vampirdaseins: Mystische Kräfte, ewige Jugend und Immunität gegen Krankheiten im Tausch gegen den ständigen Blutdurst, permanente Dunkelheit und die zermürbende Ödnis des ewigen Lebens.
Der Vampir der Popkultur hat im 21. Jh. einige Veränderungen erfahren, einige amüsant, andere albern. Doch der neueste Trend in der Vermarktung dieses Mythos gefällt mir ganz und gar nicht. In einer allgemeinen „Pottermanie“ wird jede Legende und jeder Stoff aus Film und Literatur für ein jugendliches Publikum zugänglich gemacht. So hat sich in „Twilight“ der einstmals tragische Vampir in einen übermenschlich starken Vegetarier im Teeny-Alter verwandelt. Vampir sein bedeutet jetzt cooler sein als andere und ist die Ausformulierung des Emo-Daseins. Außerdem wird man im Sonnenlicht zu einer funkelnden Disko-Kugel, darauf stehen die Mädels. Mich bringen aber 18-jährige Topmodel-Vampire mit Checker-Blick und Gewinnerlächeln eher zum Würgen. Sämtliches Drama ist für die Katz und es ist beinahe eine Frechheit, dass bei den neuen „Dark X-men“ überhaupt noch von Vampiren gesprochen werden darf.
Leider unterscheidet sich auch die neue Vampir-Schmonzette „Vampire Diaries“ nicht wesentlich vom neuen Verkaufsmodell. Wieder gibt es einen „Edward“ mit furiosen Augenbrauen in Nahaufnahme und eine süße „Bella“ mit Reh-Augen. Diesmal kann der Teeny mit langen Eckzähnen das Sonnenlicht des Schulhofs dank eines mystischen Rings ertragen. Na wenigstens, kann man ihm den abnehmen, um sein dümmliches Lächeln abzufackeln. Ansonsten wurde noch ein böser Bruder mit dem vielsagenden Namen „Damon“ dem Mix hinzu gefügt, der sowas wie die Schattenseite des Protagonisten sein soll. Dieser gibt sich dem Blutrausch genauso hemmungslos hin, wie der menschliche Bruder der angeschmachteten Elena seinem gelegentlichen Drogenrausch. Tolle Parallele und pädagogisch wertvoll: Die bösen Brüder der Hauptdarsteller nehmen „Drogen“, um mit ihren Problemen fertig zu werden. Nanana! Ansonsten kommt der Film mit allerlei Effekthascherei wie Nebel und schwarzen Raben beim Auftreten von Damon, sowie reichlich pseudo-philosophischem Teeny-Geschwätz daher. Insgesamt darf sich Vampire Diaries in meinen Augen nur geringfügig besser als Twilight nennen. Wo einstmals Vampire Cop „Nick Knight“ oder „Der Clan der Vampire“ im deutschen Fernsehen versagte, dürfen jetzt feuchte Emo-Träume über die Matscheibe flimmern. Different actors – Same fail.































