Ich bin immer wieder von den Socken, wenn ich über Bilder stolpere, die mich mit der fantastischen Schönheit und Exotik unseres Planeten überraschen. Mein Fantasynerd- und Rollenspieler-Hirn kann dann nicht anders, als sofort in komatöses Sinnieren zu verfallen und sich Szenarien und Geschichten drum herum vorzustellen. Hier 5 Beispiele meiner Störung (Bilder im visboo-Blog gefunden):

…er war am Ziel. Er konnte sein Glück nicht fassen, dass er den Smaragd-Teich tatsächlich gefunden hatte. Das grüne Schillern des Sees roch verheißungsvoll süßlich und magisch. Kein Zweifel, dies musste der sagenumwobene Platz sein, von dem ihm der Barde für die üppigen 500 Goldmünzen erzählt hatte. Hierhin kamen die Nymphen des Lauerwaldes, um ihre Schönheit zu erneuern. Nur ein Schluck und auch sein Innerstes würde gereinigt und sein Äußeres verjüngt werden…“Was hast du hier verloren, Sterblicher?“ raunte plötzlich eine engelsgleiche Frauenstimme hinter ihm und er wusste, dass sich sein Glück gerade gewendet hatte…

…der Necromancer war trunken vor Macht. Alle hatten ihn verspottet und verhöhnt, doch nun hatte er dieses vorsintflutliche Sturm-Elementar herauf beschworen und beobachtete, wie es die Stadt seiner Feinde in Schutt und Asche legte. Doch obwohl sein Turm in sicherer Entfernung der Apokalypse war, mischte sich eine deutliche Spur von Angst in das Triumphgefühl des Magiers. Er betete zu den dunklen Göttern, dass er das wütende Elementar rechtzeitig auf seine Ebene zurück schicken konnte, wenn alles vorbei war, denn selbst über diese große Distanz spürte er den tobenden Zorn des Wesens, welches sich gegen die magischen Fesseln wehrte, die ihm auferlegt wurden…

…endlich erhob sich die Wintersonne rötlich am östlichen Horizont und wärmte die gefrorenen Gliedmaßen der Barbaren mit ihren ersten Strahlen. Nach dieser langen Nacht des Blutvergießens und der gefallenen Freunde war dieses Schauspiel wie Feuer-gewordene Hoffnung, wie ein Licht im Dunkel der Herrschaft des unerbittlichen Tyrannen des Nordens…

…nein, dieses grelle Licht in der Höhlendecke konnte nur das Licht der Oberflächenwelt sein. Immer wieder versuchten ihm seine düsteren Gedanken einzureden, dass dies nur ein erneuter Trick seiner Peiniger war, um ihm den süßen Geschmack der Freiheit kosten zu lassen, nur um sie im nächsten Moment wie eine Seifenblase magischer Illusion zerplatzen zu lassen. Zu lange war er in den Verliesen der Dunkelelfen gefoltert und gedemütigt worden, um glauben zu können, seine Verfolger wirklich abgeschüttelt zu haben. Und doch schien ihm der Ausweg nun so real, zum Greifen nahe…

…den 5 Gefährten viel ein Stein vom Herzen, als sie das güldene Glühen in der Ferne erblickten. Die Wirkung ihrer Flugtränke würde bald versagen und sie verspürten wenig Lust manövrierunfähig zu werden und inmitten der endlosen Wolkenmassen der Luftelementarebene, in denen es kein oben und kein unten gab, zu verhungern. Der strahlende Palast der Wolkenriesen war nun jedoch zum Greifen nahe…
Ich finde es nach wie vor tragisch, traurig und empörend, dass es immer noch keinen unterhaltsamen D&D Film mit guten Schauspielern, einer akzeptablen Story und geilen Spezialeffekten gibt. Nach dem haarsträubenden Debakel, welches sich Courtney Solomon erdreistete mit dem ersten D&D Film lieblos auf die Leinwand zu kacken, war meine Hoffnung entschwunden, dass D&D Spieler jemals in einem anderen Licht als dem der peinlichen Supernerds dastehen könnten. 
…heißt dieser Rock Song der neuen Gruppe um Phil Costello, Moby, Dave Hill und Tomato, Diamondsnake. Und, oh mein Gott! Das ist so episch, ich kann nicht atmen! Der singt schließlich in der Essenz davon, dass man doch bitte das verdammte Schloss stürmen und alle Frauen dort „beglücken“ soll. Das könnte auch der Plot einer meiner Rollenspiel-Abenteuer für D&D sein. Den Song werde ich definitiv bei der nächsten Belagerungsszene einsetzen. Außerdem ist das Lied hiermit offiziell zur D&D-Hymne aller Powerplayer erklärt, also im Prinzip zur Hymne ALLER D&D Spieler.
Ich bin da nicht so verklemmt wie Indiana Jones. Schlangen fand ich nie schlimm. Aber Schlangen mit menschlichen Gesichtern gehen gar nicht klar. Das ist mir zu unheimlich! Außerdem kann eine gesunde Abscheu gegen Riesenschlangen oder besonders giftige Exemplare echt lebensverlängernd sein.
Standardmonster für Low Level Helden. Eigentlich finde ich persönlich die Nager ja süß, aber ich versuche hier natürlich objektiv zu bleiben. Ratten sind einfach von Natur aus eklig, weil sie im Schmutz leben, Schmutz essen und Schmutz einfach geil finden. Das macht sie zu super Krankheitsüberträgern und jagt dem Betrachter beim Anblick ihrer infektiösen, kleinen Zähnchen kalte Schauer über den Rücken. Außerdem haben die Ratten im Rollenspiel meist eine Größe, die den Sprung auf den nächsten Stuhl unsinnig erscheinen lässt…
Wandelnde Leichen sind natürlich auch eklig. Auch, wenn man mit über 30 auf den Geburtstagen seiner Freunde auf sogenannten „Gammelfleisch-Partys“ unterwegs ist, gehen verwesende Leichen doch noch ein Schrittchen zu weit. Der Gestank, die leicht kompromittierte Schönheit und der appetitliche Drang Hirne zu verspeisen, bescheren diesen stöhnenden Gesellen Platz 8 dieser Liste.
Ist noch gar nicht so lange her, dass ich gehört habe, wie man überhaupt den Namen dieses alptraumhaften Monsters ausspricht. Ein klaffendes Maul und zwei Tentakel, die dich da reinziehen, während ein einzelnes Auge an einem grotesken dritten Auswuchs deine missliche Situation beobachtet. Fabelhaft. Außerdem: Das Vieh lebt meistens in der Kanalisation oder ähnlich zugemüllten Ecken und lässt damit das Ekel-o-meter ganz schön ausschlagen.
Der Klassiker und angeblich aus keinerlei Mythologie oder Legende entlehntes, reinrassiges D&D-Produkt. Ein hungriger, fliegender Ball mit einem Gewirr aus Glubschaugen drum herum, das selbst Medusa neidisch werden ließe. Das Ding ist wirklich ein fliegendes Scheusal, vielleicht mit dem fliegenden Spaghettimonster verwandt? Die Tatsache, dass die unzähligen Augen auch noch Strahlen absondern, die wirklich kreative Todesarten nach sich ziehen, lässt weitere Schauer über den Rücken laufen. Bei einer meist unfreiwilligen Begegnung gibt man versteinert, wahnsinnig, erfroren, verbrannt, zerquetscht, zersetzt und vor allem extrem angeekelt den Löffel ab.
So langsam geht’s ans Eingemachte. Eingemachte, schleimige Grütze um genau zu sein. Wer schon mal John Carpenters „Der Blob“ gesehen hat, weiß, dass mit kriechendem Schleim nicht zu spaßen ist. Was Babys aus der Nase läuft, Michel Friedman aus den Haaren oder den Aliens aus dem Mund ist wenig appetitlich. Und wenn es dann noch in einer großen Pfütze vereint angreift, geht mir echt die Düse. Auch die Vorstellung in einem Dungeon um die Ecke zu biegen und mit einem satten Schmatzen in einem Galertwürfel zu hängen ist ziemlich widerlich.
Mit Platz 4 befinden wir uns auf der Zielgeraden der für mich ekligsten Monster. Jetzt bekommen die Viecher nämlich langsam mehr Beine. Die „Aas Kriecher“ paralysieren ihre Opfer, um sie dann ganz langsam mit ihren Kauwerkzeugen und Verdauungssäften mundgerecht zu machen. Ist die Vorstellung eines solchen Todes schon abstoßend genug, würde mich allein das Geräusch ihrer vielen, tippelnden Beine im Dunkeln wahnsinnig machen. Neben den ätzenden Mücken waren im Spanienurlaub die schwarzen Tausendfüßler, die gelegentlich an Hotelzimmerwänden saßen, mit Abstand das Ekeligste.
Diese Typen haben echt einen Vollschatten, dass sie freiwillig mit Spinnen zusammen leben. Aber gut, wenn man selbst fast wie eine aussieht, liegt das vielleicht doch nicht so fern. Wesen halb Mongo, halb Spinne sind einfach End-eklig. Punkt.
Wer bei den kompromisslosen Dunkelelfen als Kind seine Hausaufgaben für die Spinnenkönigin nicht macht oder das Pech hat verkrüppelt auf die Welt zu kommen, wird als Opfer dar gebracht. Aber nur die, die Glück haben. Alle anderen werden in ekelerregende „Drider“ verwandelt, Kreaturen halb Drow und halb Spinne. Diese unglückseligen Diener der Spinnenkönigin haben aufgedunsene Körper und fortan einen klebrigen Ausfluß…untenrum. Echt Hammer-Ekelhaft!
Trommelwirbel: Für mich nach wie vor die für ewig ungeschlagene Nummer 1: Die haarigen und klebrigen Achtbeiner mit Acht Augen und fettem Körper. Spinnen vereinen für mich alles was andersartig und abstoßend ist. Eine der bedrohlichsten Szenen der Filmgeschichte stammt aus dem Schwarzweißfilm „Die Fliege“, in der ein fehl-teleportierter Wissenschaftler mit dem Körper einer Fliege in einem Spinnennetz hängen bleibt und seinem Geifer tropfenden Schicksal entgegen blicken muss. Die haarigen „Freaks“ gehören sicherlich zu den beliebtesten Monstern der Filmgeschichte und der Rollenspiele. Spielleiter auf der ganzen Welt lieben das plötzliche Zusammenzucken eines Spielers, wenn sie die magischen Worte sagen „etwas Haariges landet auf deiner Schulter!“

Was sich der Typ da in einer 2-jährigen Arbeit aufgebaut hat ist so ultra-nerdig, dass es schon wieder cool ist und meinen tiefempfundenen Respekt verdient. Nicht nur, dass er alle Bücher und Zauberspruchrollen der gesamten Dungeons & Dragons Welt zu besitzen scheint, er hat doch tatsächlich einen endgeilen Dungeon-Raum nachgebaut, in dem er mit seinen Rollenspielern sitzen und atmosphärisch zocken kann. 








