Filmkritik: Escape Plan – Möchtegern-Retro-Action mit Opis

escape plan

4 von 10 sadistischen Aufsehern

Da steht auf einem Filmplakat Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger und schon schlägt mein Herz als Kind der 80er höher. Tatsache ist jedoch, dass die 80er schon lange her sind und „Sly“ und „Arnie“ mittlerweile zu faltigen und grauhaarigen Rentnern geschrumpelt sind. Bei einer solchen späten Liaison der Action-Ikonen, über die vor 20 Jahren alle noch gejubelt hätten, kommt dann eben kein „Terminator meets Rambo“-Flair mehr auf, sondern eher der Gedanke, dass man aufhören sollte, wenn es am schönsten ist. Denn wie uns bereits Indiana Jones 4 gezeigt hat, muss man bei einem „Film mit Opi“ einfach Abstriche machen.

Trotzdem gibt es natürlich in Escape Plan für Fans der beiden Kanten einige markige Sprüche und den verblichenen Glanz einstiger Blockbuster-Helden. Regisseur Mikael Hafström tut wirklich alles, um seine beiden für ihr Alter noch ansehnlich muskulösen Hauptdarsteller ins beste Licht zu rücken, da kann man nicht meckern. Es ist eher Hafströms Missachtung jeglicher Logik, die den Film die meisten Bewertungspunkte kostet. Das fängt schon bei der fragwürdigen Prämisse des Films an:

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Der Freund aus der Dose: South Parks geniale Hommage an Monty Python

dead parrot und kenny

Das kannte ich ja noch gar nicht! ROFLCOPTER, sage ich mal Neudeutsch …

Ich finde es geradezu rührend, dass sich die South Park-Macher Trey Parker und Matt Stone mit diesem kleinen Video vor den Altmeistern des skurrilen und teilweise recht Fäkalien-betonten Humor verbeugen. Betrachtet man sich jedoch die Menge an Scheisse und Kotze, die verbal oder ganz konkret in beiden Comedy Shows vorkommen, ist diese Hommage eigentlich wenig überraschend und längst überfällig. (ist aber auch uralt das Video, oder?)

Schaut es euch einfach mal an. Cartman hat sich scheinbar einen „Freund in der Dose“ gekauft, der allerdings schon tot ist. Klar, weil es Kenny ist. Ansonsten wäre das natürlich eine 1a-Geschäftsidee! Aber auch wer das Original, “The Dead Parrot” aus Monty Python’s Flying Circus, nicht kennt, schaut bitte UNBEDINGT bis zum „bitteren“ Ende, da kommt natürlich das Beste…

So mit diesem höchsten Niveau in Wort und Bewegt-Bild entlasse ich euch dann mal ins Wochenende. Ich muss auch mal furzen, bis später!

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captain-america-the-winter-soldier

7,5 von 10 Helicarriern

Eine böse Organisation mit einem meist wahnsinnigen Oberhaupt versucht mittels eines teuflischen Plans und irgendeiner neuen technologischen Superwaffe die Welt zu verändern oder sogar zu unterjochen. Doch ein einzelner Mann, der in haarsträubenden Situationen dem Tod immer wieder von der Schippe springt, schafft es am Ende in einem kitschigen Showdown die Welt zu retten.

An was erinnert euch das?

Genau! James Bond! Mir ist gestern beim Anschauen von Captain America: The Winter Soldier klar geworden, dass Superheldenfilme die James Bond-Filme des 21. Jahrhunderts sind. Sie haben meist genau dasselbe Strickmuster, die Over the Top-Action Szenen und die vielen Augenroll-Momente, in denen der Hauptdarsteller wie durch ein Wunder überlebt. Nur dass dieser Tage die Spezialeffekte so gut und die Popkultur so mächtig geworden sind, dass Superagenten gegen Superhelden ausgetauscht wurden. Kann ich sehr gut mit leben.

Leider wird jedoch , wie mir, den meisten Zuschauern ein großes Problem des Films bzw. des gesamten Marvel-Universums bei The Winter Soldier aufgefallen sein. Seit der offiziellen Vereinigung der Superhelden im glorreichen The Avengers müsste jeder neue Marvel-Film mit einer halbwegs ernst zu nehmenden Bedrohung ein neuer Avengers-Teil sein. Da Marvel bzw. die Regisseure auch im Winter Soldier nicht müde werden, Querverweise herzustellen und andere Superhelden wie Dr. Banner oder Stark auf den Plan zu bringen, fragt man sich wo diese Herrschaften in epischen Schlachten, die das Schicksal der Welt entscheiden, gerade stecken?

Ohne jetzt zu viel zu spoilern, aber am Ende dieses Captain America-Teils geht es immerhin um die Änderung der Weltordnung und den potenziellen Tod von 20 Millionen Menschen. Wieso muss der Cap da alleine ran? Ein Anruf vom selbst im Film stark gebeutelten Nick Fury sollte doch reichen, um zumindest mal Iron Man auf den Plan zu rufen, oder? Wenn der fliegende Playboy aus narzisstischen Erwägungen nicht schon freiwillig dazu gestoßen wäre, um ein paar leicht verdiente Lorbeeren einzustreichen. Ich finde ja die Verbindung der Universen und Superhelden-Storylines toll, doch mittlerweile werden eben auch die dadurch zwangsläufig zu Tage tretenden Ungereimtheiten offensichtlich. Als Nerd kann ich dann im Kino einfach nicht anders als los zu heulen und zu fordern: „Lasst einfach den Hulk alle zusammen schlagen!“

Ok, „Nerd Rant Off“. Kommen wir mal zum eigentlichen Film.

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The Rock mit Vollbart im neuen Hercules Trailer

hercules

hercules movie posterAls der alberne Trailer von The Legend of Hercules auftauchte, war ich fast persönlich beleidigt. Den guten alten Sagenstoff darf man doch nicht so erbärmlich verhunzen! Und wer hätte es gedacht, die Sage um den übermenschlich starken Sohn des Zeus mit einem Backstreetboys-Milchgesicht zu besetzen und die Handlung komplett neu zu erfinden, wird auf Rotten Tomatoes auch mit gewaltigen 3% belohnt.

Doch glücklicher Weise hat sich ja gleichzeitig auch ein Regisseur mit Gehirn des Stoffes angenommen, den bärtigen Dwayne “The Rock” Johnson als Hauptrolle berufen und auch die klassische Sage nicht einfach ignoriert.

Ich sehe da schon den Nemëischen Löwen, die Hydra und den Erymanthischen Eber. Ich hoffe, die anderen 9 der „zwölf Arbeiten des Herakles“ kommen ebenfalls im Film vor. Ich möchte unbedingt auch sehen, wie Herkules die beiden Flüsse umlenkt, um das Riesenscheisshaus sauber zu machen. Der Trailer sieht anständig aus, ich hoffe, das wird nicht nur eine Hommage an the Rocks Muskeln und CGI.

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Die LOL-Version des Reaper of Souls Intros ist lol

diabLOL Reaper of Souls

Kurz vor Erscheinen der Reaper of Souls-Erweiterung für Diablo3 hat der Youtube-Channel CarbotAnimations eine wirklich sehenswerte, weil witzige Variante des RoS Intro-Videos veröffentlicht. Besonders das Ende mit dem hartnäckigen Treasure Gnome, der natürlich kurz vor seinem Ableben noch durch ein Portal entkommt, wird Diablo-Veteranen zum Lachen und Weinen gleichzeitig bringen…

Nun ist Reaper of Souls heute erschienen und die Erweiterung ist alles andere als LOL oder heiter. Diablo war ja schon immer für seine düstere Atmosphäre und den Gothic-Style bekannt, doch mit Reaper of Souls haben die Designer diesmal das letzte aus Morbidität und Infernalität (gibt’s das Wort überhaupt?) heraus gekitzelt. Ich habe nun gerade mal eine handvoll der ersten Gebiete des neuen 5. Aktes erkundet und ich muss sagen: Sehr gelungen! Diablo war noch nie düsterer. Ich bin nun schon durch Pest-Tunnel gewandelt, in denen sich Knochenberge an den Wänden nur so empor türmten und über einen gigantischen Friedhof, dessen unzählige Mausoleen mich an den Père Lachaise in Paris erinnert haben. Auch die Ausgangsstadt Westmarch ist gloomy, gothic und mit den herum fliegenden Sensenmännern genüßlich grauenvoll. Ich bin gespannt, was mich in den folgenden Gebieten noch an Grafik und Gegnerschaft erwartet. Am Ende wird es auf jeden Fall den hoffentlich spektakulären Kampf gegen den Tod persönlich geben. Da werde ich mir vorher noch mal besseres Equipment farmen müssen.

Über den Crusader kann ich noch nicht viel sagen, weil ich ihn bisher nur bis Stufe 10 gespielt habe. Nach meinen Magier-Orgien ist ein Nahkämpfer mal wieder etwas gewöhnungsbedürftig. Auch den neuen Adventure Mode konnte ich noch nicht testen. Ich denke mal, der wird frei geschaltet, wenn man das erste Mal Akt V überlebt hat. Vielleicht werde ich dann noch mal berichten. Aber jetzt ist mit dem Artikel hier erst mal SENSE.

Zum Diablols Reaper of Souls Video

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