Das da oben sind weder LARP-Vereine, noch gescheiterte Fastfood-Ketten. Wahrscheinlich werden nur ältere Leser meines Blogs gerade Freudentränen der Nostalgie weinen und seltsame Pieptöne von sich geben beim Anblick der Logos bekannter C64-Crackergruppen. Ich habe im Bild lediglich einige wenige Cracker aus Deutschland und den USA zusammengeshoppt, die bei mir Erinnerungsglocken läuten ließen, doch auf atlantis-prophecy hat sich jemand die Mühe gemacht ALLE Cracker der C64-Spiele-Ära nach Ländern zu ordnen!
Ich bin mir aber nicht sicher, was ich von Unicorn City halten soll. Sicherlich ist er einen amüsanten DVD-Abend mit gleichgesinnten Fantasy-Nerds wert. Auf der anderen Seite werden Rollenspieler und insbesondere LARPer mal wieder als „socially awkward“ und vollkommen durchgeknallt dargestellt. Letzteres sind sie auch, aber meistens auf eine sehr begrüßenswerte und erfrischende Weise.
Ich möchte den Film gerne jetzt schon in die Schublade für überzeichnete und den Ruf des Genres eher schädigende Machwerke stecken, aber die feuerspuckende Mischung aus Pegasus und schwarzem Einhorn hat mich in seinem Wahnsinns- und Nerd-Gehalt einfach zu sehr beeindruckt.
Die Japaner wieder. Im Japan Institute of Science and Technology haben die doch tatsächlich Wipeout in Carrerabahn-Größe nachgebaut. Wahnsinn! Ich will das nachträglich zu Weihnachten haben, SOFORT!
Jetzt läuft mir gleich aus mehreren Gründen ein eiskalter, aber wohliger Schauer über den Rücken. Nicht nur, dass Wipeout eines der geilsten Spiele aller Zeiten ist (Atmosphäre, Gameplay, Musik) und ich mich vergnüglich an qualmende und über Rampen zu Schrott gefahrene Carrerabahn-Autos meiner Kindheit zurück erinnert fühle – das bedeutet auch einfach, dass es in der Zukunft mal echte Wipeout-Rennen geben könnte!
Ich bin ohnehin der festen Überzeugung, dass Menschen alles, was sie sich ausdenken, auch Wahrheit werden lassen können. Wo ein Wille ist, ist immer auch ein Weg, selbst wenn die technologischen Möglichkeiten manchmal etwas hinterher hinken und erst erfunden werden müssen. Aber im Grunde ist doch nichts unmöglich. Ihr könnt mich jetzt für bekloppt erklären, doch ich denke, wir werden einst zu beliebigen Sternen reisen, teleportieren und andere “Kunststückchen” vollführen können.
Um es mit Superheld Thor zu sagen “Was ihr Magie nennt, nennen wir Technologie”. In Filmen flogen Flugzeuge umher, lange bevor Sie in Wirklichkeit abheben konnten. Und wenn mir damals, zu Zeiten von Back to the Future 2, jemand erzählt hätte, dass ich auch mal so einen flachen Fernseher an der Wand hängen haben würde, hätte ich ihm vermutlich erstmal einen Vogel gezeigt.
Oh glorreiche Zukunft, die uns erwartet! Mit Wipeout-Todesrennen, geklonten Supersoldaten und der allmächtigen Google-Polizei, die mit “Homeview” in Echtzeit kontrollieren kann, ob man auch ein braver Bürger ist.
Auf Dailyblam ist dieses wirklich schicke neue Poster/Artwork der Avengers erschienen. Doch ich frage mich angesichts der “Superhero Fatigue” in Hollywood, also der allgemeinen Übersättigung der Filmwelt mit Superheldenfilmen, ob The Avengers wirklich noch jemanden vom Hocker hauen können wird. Ich fürchte, da schon alle wichtigen Mutanten und Außerirdische auf mehr oder weniger eindrucksvolle Weise über die Leinwand geheldet sind, und auch tolle Special Effects absoluter Standard sind, wird der Film schon sehr geile Gags und eine verdammt gute Story brauchen. Bin mir nicht sicher, ob allein das gemeinsame Auftreten mehrerer Comic-Ikonen für ein wirklich befriedigendes Comic-Nerd-Kinoerlebnis reichen wird.
Da spielen zwar schon ein paar interessante Gamebreaker mit, die sicherlich die Grundlage für tolles Popcornkino legen werden, doch Hawkeye und Black Widow rechne ich erst gar nicht mit. Die können ja im Prinzip nix. Iron Man, Captain America, Thor und Hulk sind für mich die Avengers. Und selbst diese vier liegen hinsichtlich ihrer “Power Level” ja schon recht weit auseinander. Und natürlich wird interessant, wie sich die 4 gegen Loki halten können, während Scarlett im Lederdress am Rand des Schlachtfelds gut aussieht und der Bogenmann die Spur der Verwüstung mit einem Handfeger zusammenkehrt…
Weiß nicht, ob man das auf meinem verwackelten Besoffenen-Foto erkennen kann: Da steht ein Pirat mit Papagei auf dem Hut im Böller-Nebel.
Ich bin nämlich auf einer waschechten Piraten-Party nach 2012 gerutscht. Und anstatt bei Bier und einem Glas Sekt zum Anstoßen zu bleiben und nach dem Feuerwerk brav ins Bett zu gehen, habe ich schön noch Wodka drauf gekippt und erst um 6.00 Uhr morgens die Segel gestrichenen. Wenn man über 30 ist, braucht man dann 1-2 volle Tage zum Ausnüchtern und wieder fit werden.
Wenigstens habe ich mir für 2012 nichts vorgenommen. Mit guten Vorsätzen verhält es sich doch ohnehin wie mit den Knochen von Skeletor: Sie existieren nur, um gebrochen zu werden. Im Gegenteil, ich hoffe, 2012 hat sich ein paar coole Sachen für MICH vorgenommen. Nach 12 endlos erscheinenden Jahren ist nämlich endlich wieder Jahr des Drachen. Nach dem Nerd-Kalender der Chinesen müsste ich also von Glück überhäuft werden. Da jetzt allerdings gerade Montag ist und ich auf der Arbeit hocke, muss da schon irgendwas schief gelaufen sein. Müsste ich jetzt nicht gerade bei der Massage sein, um die Verspannung vom letzten Threesome zu lockern?
Wie habt ihr denn so euren Rutsch nach 2012 erlebt? Hier kurz die Highlights meiner Piraten-Party:
Ein kleines Gummihuhn hat alle neuen Partygäste am Eingang empfangen. Sein Schreien klang mit gutem Willen wie das eines Papageis, ansonsten wie jemand, dem ein heißes Getränk in den Schritt geschüttet wird.
Wahl zum Piratenkapitän, bei der alle Anwärter nach einem Glas Rum und 3 Drehungen um die eigene Achse über die Planke laufen mussten. Einer der Möchtegern-Jack Sparrows hat mit Apfelsaft gefuscht.
Lustiger Veganer mit mangelnder Impuls-Kontrolle.
Leckere Chili con und sine Carne.
Musik von Monkey Island.
Teilweise echt tolle Kostüme von den anwesenden LARPern.
Scheußlich schöner Zahn-Lack für den Karies-Effekt.
Feuerwerk am Poppelsdorfer Schloss inmitten von Böllerqualm und echtem Nebel.