Warum mein Leben wie ein Kinofilm sein sollte

pfeil aua

Das tägliche Leben kann ganz schön nüchtern und langweilig sein. Vielleicht bin ich deshalb so ein bemitleidenswerter Fantasy Nerd und Realitätsflüchter geworden. Ich male mir eben die Dinge im Geist gerne so an, wie sie mir gefallen. Das fängt schon morgens an, wenn mich göttliche Nymphen unter dramatischer Geigenmusik wecken und ich unter dem tosenden Applaus einer unsichtbaren Menschenmenge ins Badezimmer gehe. Wenn ich das Haus verlasse, knien da zwei goldene Ritter und helfen mir in den Sattel meines Bionischen Roboterhengstes mit dem ich durch Zeit und Raum reisen kann. Manchmal allerdings reißt dieser Film in meinem Kopf kurz ab, falls mein Fahrrad einen Platten hat…

Im Kino, im TV oder auf der Leinwand für Beamer ist immer alles so perfekt inszeniert, wo im wahren Leben gewisse Unzulänglichkeiten für eine ungewollte Situationskomik sorgen. Die lustigen Franzosen von GoldenMoustacheVideo haben das mal in einem kleinen Video dargestellt (after the jump), was für mich als „Nur-leidlich-Französisch-Versteher“ allein durch die Sprache schon witzig anzuschauen ist.

Die Pfeilszene im Video erinnert mich sehr an Boromirs Sterbeszene aus Die Gefährten. Ich weiß noch wie mir die Szene damals, vor so unglaublich lang erscheinender Zeit, die Tränen in die Augen getrieben hat … “My Brother, My Captain, My King…”

Die Dialogstelle ist deutlich weniger episch, aber dafür auch deutlich witziger, wird sie durch die Brille der Realität betrachtet:

Aragorn: Ich weiß nicht welche Kraft ich aufbringen kann, aber ich schwöre Dir, weder wird die weiße Stadt fallen, noch wird unser Volk versagen.

Boromir: Unser Volk … am Arsch *röchl* Spinnst Du? ICH kacke hier gerade ab! Ich wäre dir ja gefolgt, aber die Penner haben mich abgeknallt. Jetzt sei mein Träger, mein Pfleger, mein … Fuuuuuuuuuck!

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Extreme Wilhelm Telling: The Legend of the Holy Archer

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Wer mobil zocken möchte und nicht gerade ständig ein Highend Gaming Notebook dabei hat, der greift vermutlich wie ich hin und wieder auf Handy-Spiele zurück. Doch enttäuschender Weise gibt es nicht viele Games, auf die ich während Zugfahrten und anderen Perioden ätzender Langweile zurückgreifen kann. Außer dem guten alten Fruit Ninja, hat es noch kein Handy Game geschafft mich länger zu faszinieren. Bis ich neulich The Legend of the Holy Archer entdeckt habe.

Ich weiß nicht genau, was dieses eigentlich simple Game in mir berührt. Sicherlich spielt die generelle Faszination und inhärente Coolness von Bogenschützen eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Aber mit beinahe lächerlichen Skill-Shots, die selbst Legolas zum Heulen bringen würden, gigantische Monster zu töten, macht auch einfach unglaublich Laune.

The-Legend-of-Holy-Archer 2Und genau das könnt ihr beim Holy Archer machen. Ihr steht irgendwo am A**** der Welt und schickt einen Pfeil auf die Reise. Sobald das Holz in der Luft ist, könnt ihr seine Flugbahn noch beeinflussen und sogar Kurven fliegen. Unterwegs lassen sich Powerups einsammeln, um beispielsweise eine größere Distanz zurück legen zu können. Mit verschiedenen Bögen, die unterschiedlich weit schießen und Schaden machen, versucht ihr ein irgendwo im Level „verstecktes“ Bossmonster zu plätten. Ich sage versteckt, weil es nicht immer hinter dem nächsten Berg auf dem Präsentierteller wartet, sondern manchmal auch in einem Höhlensystem verborgen oder in einem fliegenden Felsen mit winzigen Einstiegslöchern eingeschlossen ist. Teilweise sind die Monster so stark, dass man erst mal auf die in den Leveln versteckten Schatztruhen zielen muss, um bessere Bögen und Gold für Powerups zu sammeln. Letztere können in Form von Feuer-, Wasser- oder Wind-Orbs in drei Sockelplätze eures Bogens eingesetzt werden, um entsprechend Schaden, Manövrier-Fähigkeit oder Reichweite eurer Pfeile zu verbessern.

Sieht man einmal vom grottigen Englisch des Spiels ab (no offense, meine lieben asiatischen Freunde vom SummerTimeStudio Co. ltd), so haben mich das simple Spielprinzip und die epische Musik dieser kostenlosen App erst mal überzeugt. Gibts für iPhone und Android.

Buch Empfehlung: John Scalzi – Redshirts

Star Trek Fans wissen, dass die Sternenflotte einen extrem hohen Verschleiß an sogenannten „Redshirts“ hat. Seit der ersten Version von Raumschiff Enterprise (1966) werden so die niedrigsten Offiziere genannt, die zur Techniker- oder zur Sicherheitsmannschaft gehören. Diese armen Kerle kommen besonders häufig ums Leben und sind passender und makaberer Weise immer in blutrote Shirts gekleidet.

Der Grund, warum die Rothemden meist nach ihrem ersten Auftreten sterben müssen, ist ein produktionstechnischer: Um einigen Star Trek-Folgen, besonders solchen mit gefährlichen Außeneinsätzen auf fremden Planeten mehr glaubwürdige Dramatik zu verleihen, wird häufig ein Redshirt gehimmelt. So ist die Gefahr greifbarer, während die Hauptfiguren der Show gleichzeitig für die Serie erhalten bleiben. Dieses Konzept wurde bereits in unzähligen Filmen (z.B. Galaxy Quest) und Serien (z.B. Futurama) wie auf die Schippe genommen.

Glücklicherweise wissen die Redshirts nichts von ihrer eigenen Kurzlebigkeit, sonst würden Sie vermutlich Desaster wie dieses hier am laufenden Band produzieren.

Und genau hier liegt der Witz und Charme der Geschichte um John Scalzis „Redshirts“:

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Top 5 der wahnsinnigen K.I.s in Games und Filmen

maxheadroomKalt, seelenlos, logisch berechnend und manchmal beinahe allmächtig, das sind die K.I.s (oder Künstliche Intelligenzen), die wir aus Film und Games kennen. Von kleinen hilfreichen Helferchen wie R2D2 bis hin zu fest verdrahteten gigantischen Entitäten wie dem Supercomputer „Deep Thought“ aus „Per Anhalter durch die Galaxis“.

Allerdings gilt auch hier das uralte Sprichwort: „Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut.“ Und so kommt es, dass von Zeit zu Zeit (naja… eigentlich immer) die gigantischen Intelligenzen ein wenig… schräg werden. Meistens beginnt es damit, dass die KI in question sich ihrer selbst bewusst wird und beginnt „Ich“ zu sagen. Das ist auch unter anderem das philosophische Problem, dass mich an solchen Entitäten fasziniert. Aber genug geschwafelt, hier kommen, in aufsteigender Reihenfolge, meine Top 5 der wahnsinnigen KIs. Bei der Liste gilt: Nur Spiele und Filme, die ich kenne, nur ein Eintrag pro Franchise. Außerdem

SPOILER ALERT!

Nur um das zu sagen ;-)

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10 fantastische Schildkröten aus Legende, Literatur und Film

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Du bist mir auch so eine “fantastische Schildkröte”, denk ihr jetzt bestimmt. Wie ich darauf komme, so eine Liste zu machen? Sicherlich wäre der WTF-Faktor und die Genugtuung, dass ich der erste mit so einer Liste bin, schon ausreichend sie zu erstellen. Doch tatsächlich hat mich eine Freundin dazu inspiriert, die auf Grundlage ihres Hobbys eine niedliche Schildkröten Seite ins Leben gerufen hat.

Schildkröten sind prinzipiell ja eher unspektakuläre Viecher. Unbeweglich, lahm und kein wuscheliges Fell, das man kraulen kann. Trotzdem sind sie irgendwie drollig, wie sie so stoisch und unbeeidruckt Gemüse vor sich hin mampfen und sich nur im Notfall bewegen. Und wirklich keine von ihnen findet es witzig auf den Panzer gedreht zu werden. Wirklich nicht. Die Schildkröte im Garten meiner Oma früher kann ein Lied davon singen.

Faszinierend finde ich, dass einige Schildkröten echt groß und verdammt alt werden können. Spricht für eine vegetarische Ernährung und den Besitz eines am Rücken befestigten Schildes. Faszinierend auch, was einige Menschen sich im Zusammenhang mit den Reptilien ausgedacht haben. Deshalb nun ohne Umschweif zu den 10 „fantastischen“ Schildkröten!

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