Ich habe in letzter Zeit einige gute Filme im Kino oder auf Bluray gesehen, die eigentlich eine eigene Rezension verdient hätten. Doch manchmal kommt man einfach zu nichts! Mal muss man nach einer Piratenparty zwei volle Tage ausnüchtern, dann verliert man sich spontan ein ganzes Wochenende in Online-Rollenspielwelten und ein anderes Mal verlangt ein Fieber, dass man sich mal gründlich und feurig in der Horizontalen von innen reinigen lässt. Da meine verfügbare Freizeit leider nicht plötzlich und wie durch Zauberhand mehr geworden ist, haben sich nun schon einige Filme aufgestaut, über die ich jedoch wenigstens in gebotener Kürze meine Wertung abgeben möchte.

Mission Impossible Ghost Protocol

9 von 10 High Tech Gadgets

Ghost Protocol ist definitiv der beste Mission Impossible-Teil! Besonders nach dem enttäuschenden letzten Bond “Ein Quantum Trost”, der kaum Bond-typische Elemente vorweisen konnte, wird hier Geheimagenten-Action vom Feinsten geboten. Im Prinzip bietet MI4 alles, was auch einen Bond zu wahrer Blockbuster-Größe emporheben würde: Jede Menge wahnwitzige Hightech-Gadgets (typisch Mission Impossible), haarsträubende Stunts und Explosionen, sowie rattenscharfe Mädels in Form der brünetten Tom Cruise-Partnerin Paula Patton und der blonden Assassine Léa Seydoux. Einen Punkt ziehe ich ab, weil eine atomare Bedrohung als zu lösender Konflikt in einem Agenten-Thriller heutzutage wirklich niemanden mehr vom Hocker reißt. Aber ansonsten hat der Film einfach nur Spaß gemacht.

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Retro Review: Mystery Science Theater 3000 – Der Film

Mystery Science Theater 3000

Was macht man, wenn man in der Küche 2 Flaschen Rotwein findet, welche die ohnehin schon in rauen Mengen vorhandene Albernheit in unheilige Höhen steigern könnten?

Genau, man haut sich die Dinger ohne zu Zögern in den Kopf und zieht sich auf Anraten eines Kumpels dazu „Mystery Science Theater 3000 – Der Film“ rein. Wie konnte das bisher an meinem Nerd-Leben einfach so spurlos und unbemerkt vorbeigehen? Ihr kennt das auch nicht und wollt wissen was das ist? Nun, besser als es Wikipedia sagt, vermag ich den banalen, aber genialen Inhalt auch nicht wiederzugeben:

Mystery Science Theater 3000 ist eine von dem US-amerikanischen Komiker Joel Hodgson erschaffene Comedy-Fernsehserie aus dem Zeitraum 1988-1999. Das Wesen der Serie besteht darin, dass sich ein Mensch zusammen mit zwei (von Puppen gespielten) Robotern B-Movies ansieht und diese dabei kommentiert und sich über die Filme lustig macht.

Hammer oder? Das hat doch jeder schon mal nüchtern oder (vermutlich eher) trunken mit guten Freunden gemacht. Wir haben teilweise sogar den Ton ganz ausgemacht und einfach die Sprechrollen komplett übernommen. Aber zurück zu MST3000, wie die Profis sagen:

Mehr über MST3000

Sand Sharks – wirds nicht langsam ein wenig albern?

Scheinbar nicht. Gerade habe ich im Horror Blog diesen Trailer zu “Sand Sharks” gefunden. Ganz im Gegenteil zur Komödie “Shark Pool“, geht hier eine wirklich ernst zu nehmende Gefahr von den Haien aus, da diese es aus unerklärlichen Gründen geschafft haben, sich wie die Sandwürmer aus Dune durch die Erde zu graben. Dies wirkt nur leider äußerst unrealistisch und künstlich, weil sich die Raubfische im Sand genauso ungehindert fortbewegen können wie im Wasser.

Aber all das spielt auch eigentlich gar keine Rolle, den scheinbar scheint man Titten und Gewalt im Gewand jeglicher Geschichte verkaufen zu können. Und sind wir mal ehrlich, ob im neusten Piranha 3D-Abklatsch die schreiende Bikini-Schönheit von Sand-Haien, Zombie-Rettungsschwimmern oder fliegenden Riesenquallen zerfetzt wird, lässt den Kern der Sache doch unberührt. Hier werden in bester B-Movie-(S)exploitation-Manier Möpse und Monster kombiniert und mit halbseidenen Special Effects garniert. Mehr will der durchschnittlich gelangweilte Scyfy-Channel-Kunde doch ohnehin nicht.

Ein ganz klein wenig hat mich die Sache mit den Wasserbewohnern an Land an eine Halloween-Folge der Simpsons erinnert. Wenn ich mich recht entsinne, sind da die scheinbar so menschenfreundlichen Delphine an Land gekommen, um die Welt zu erobern. Tja, manchmal lauert der Feind eben, wo man ihn am wenigsten erwarten würde…

Wo das Licht stirbt, beginnt das Abenteuer!

Leviathan

Hä? Ok, lasst mich das erklären.

Da morgen Halloween ist, habe ich beschlossen, dass meine Posts ab jetzt deutlich unheimlicher und monströser werden müssen.

Gerade habe ich auf der Suche nach vernünftigen Gruselfilmen, die man sich mal reinziehen könnte, durch Zufall diesen Tiefsee-Horrorstreifen aus meiner Kindheit wiederentdeckt: LEVIATHAN (von 1989).

Kennt ihr das? Wenn man so rum sucht und plötzlich an etwas hängen bleibt, weil man von nostalgischen Gefühlen heimgesucht wird? In meinem Fall waren diese Gefühle ein vergnügliches Gruseln beim Gedanken an die Alpträume, die ich hatte, nachdem ich Knirps heimlich im Nachtprogramm und mit bis zur Nasenspitze hochgezogener Decke, dieses Horrorfilm geschaut hatte.

Der eigentliche Clou am folgenden Trailer ist jedoch nicht der Inhalt, sondern die Anpreisung des selbigen. Zu köstlich! In den 80ern hat man noch wenig subtil, sondern mit der groben Schippe seinen Film angepriesen:

“3 Jahre Produktionszeit standen dem Regisseur George Cosmatos zu Verfügung! Die Autoren von Stirb Langsam und Bladerunner schrieben das Drehbuch! 5 Oscar-Gewinner entwarfen die verblüffenden Spezialeffekte! Ein Budget von 30 Millionen Dollar machte die Produktion dieses aufwendigen Films überhaupt erst möglich! LEVIATHAN…wo das Licht stirbt, beginnt das Abenteuer!”

Nach dem Motto: Das war alles so aufwändig und teuer, jetzt schaut euch den Scheiß auch an!

Eigentlich ist der englische Leviathan-Trailer sogar noch besser, weil sie diesen bekannten Typen den Text haben sprechen lassen, dessen Hoden so groß wie Basketbälle sein müssen. Wenn ihr kurz rein hört, wisst ihr sofort, wen ich meine.

Wenn euch beim Anblick von Leviathan(en) genauso kalte Nerd-Schauer über den Rücken laufen wie mir, dann schaut euch unbedingt DIESE Galerie von gigantischen Tiefseemonstern an! Da ist ein Bild besser als das andere. Kann mir übrigens jemand sagen, wie der Künstler des Bildes oben heißt? Würde zu gern mehr von ihm sehen.

Springt einfach nicht in den Pool, wenn ein Hai drin ist!

Diese simple Anweisung scheint die Standardausführung eines Party-geilen Teeny-Gehirns zu überfordern. Deshalb springen in der Horrorfilm-Persiflage “Shark Pool” trotz gut sichtbarem Killerhai noch jede Menge Partygäste in den Pool. Nicht ins Wasser zu gehen scheint nicht in Frage zu kommen, denn schließlich ist man für “Beer, Bitches, Babes and the Pool” angereist…

Schaut euch den Trailer an! Zu köstlich wie hier alle trashigen “Bikini-Babes und Monster”-Filme auf den Arm genommen werden. Neulich erst habe ich im Horror Blog die Ankündigung des neusten Unfugs namens Piranha 3DD gesehen. Scheinbar gehören zu dieser Art von Schockern immer nur die beiden unverzichtbaren Komponenten “Dicke Bikini-Brüste” und “fiese Seemonster wie Haie, Piranhas oder andere tödliche Meeresbewohner”. Aus dem weißen Hai von 1975 und parallel laufenden Softpornos auf dem Nachbarkanal hat sich scheinbar ein wirklich anspruchsvolles und tiefgründiges Sub-Genre der Teeny-Horrorfilme entwickelt: Schwimm um Dein Leben, während das gewaltige Holz vor Deiner Hütte eine enorme Bugwelle erzeugt… Eigentlich muss man die Filmchen gar nicht mehr auf den Arm nehmen, das tun sie schon selbst.

(via unrealitymag)

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