Kann mich nicht entscheiden, ist das Himmel oder Hölle?

Für mich vermutlich eher die Hölle. Die Qual der Wahl würde mich Nostalgiker bei so einer Auswahl genialer Oldschool Konsolen und Spiele umbringen oder zumindest in den Wahnsinn treiben. Ich kann mich ja schon bei 2 Spielen kaum entscheiden was ich zocke. Momentan oszilliere ich zwischen Risen 2 und Diablo 3 und habe schon große Teile meines präfrontalen Cortex dabei eingebüßt.

Da hat sich doch tatsächlich ein Mega-Nerd und Konsolenjunkie namens Pete einfach mal den Gaming Room meiner feuchtesten Zockerträume gebaut. Schaut euch mal bitte bei Gelegenheit alle Fotos auf seiner Seite an und sabbert dabei aus allen Löchern.

Dem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgangen sein, dass ein Fach in dem Konsolenregal gerade leer ist. Da steht sonst die Xbox 360 drin, die jedoch derzeit sein Sohn im Wohnzimmer benutzt.

… !

Ja, ihr habt richtig gehört. Der Typ hat einen Sohn, der in diesem Paradies aufwachsen darf. Ich stelle ihn mir als haarlosen Goblin mit quadratischen Augen vor, dessen Hände zu grotesken Klauen verwachsen sind, in die perfekt ein Gamepad passt. Ich hoffe zumindest, dass dies die Kehrseite der Medaille ist, denn sonst droht mich mein Neid zu ersticken. Ich meine, ich hatte ja in meiner Kindheit schon beinahe jede Konsole ab dem Sega Master System, aber da kann ich was pixelige Reizüberflutung anbelangt lange nicht mithalten. Der nackte Wahnsinn.

Das lustige ist, sein Sohn wird vermutlich keine nostalgische Ader besitzen wie sein Vater (wie auch?) und die alten Games, insbesondere deren crappy Grafik, einfach nur zum Heulen finden. Trotzdem, uns „Senioren Zockern“ lässt dieses Video das Wasser im Mund zusammen laufen:

Diablo 3 Tagebuch: Durchgezockt!

Naja, zumindest auf dem Schwierigkeitsgrad “normal” (nightmare, hell und das neue inferno warten noch auf mich), dafür aber gleich 2 mal. Ein ansehnlich in höchst beeindruckende Rüstungsteile verpackter Barbar der 34. Stufe und ein Magier der 31. Stufe blicken mich erwartungsvoll aus meinem Charakterauswahlbildschirm an. Elf Jahre haben Nerds auf diesen Augenblick gewartet. Was ist jetzt dran an diesem Diablo3?

Hier einfach mal ein paar Eindrücke und Gedanken zu meinen ersten 30 Stunden Tristram, Tod und Teufel. Leichte Spoiler!

Das Game fühlt sich, wie auch schon in der Beta, phantastisch an! Die Skills und Bewegungen der Charaktere sind dynamisch und toll anzuschauen. Während man sich durch die Monsterhorden pflügt wie ein unheilvoller Bote der Apokalypse, brechen Geländer ab und morsche Balken rieseln von der Decke. Die Action macht schnell süchtig, besonders, wenn man nach einem “Multikill” durch Ansagen wie “I am unstoppable!” und extra Exp belohnt wird.

Wer Diablo 2 “gelebt” hat und weiß worauf es beim Item Sammeln und Skillen ankommt, dem wird der Schwierigkeitsgrad “normal”, wie mir, vermutlich nicht sehr schwer vorkommen. Besonders die 4 Endgegner waren beinahe zu leicht aus den Socken gehauen. Gestorben bin ich eigentlich nur gelegentlich aus Übermut, wenn ich 2 rare und einen unique mob gleichzeitig gepullt habe. Selbst schuld. Ich nehme mal an, in den nächsten Schwierigkeitsgraden, werde ich nicht mehr wie ein heißes Messer durch Butter gehen können.

Nachdem man in den verschiedenen Akten hier und da schon ein paar Abstecher in die Hölle oder höllenähnliche Orte hinter sich gebracht hat, bestätigte sich meine Vermutung, dass der 4. Akt diesmal nicht in der Hölle spielt. Wo verrate ich nicht, aber es ist verdammt cool. Blöd allerdings, dass der 4. Akt auch der kürzeste zu sein scheint.

Es gibt diesmal deutlich mehr einzigartige Zwischengegner, die sich teilweise wie Endbosse eines ganzen Aktes anfühlen. Das hat Blizzard wirklich toll gemacht, denn sind es nicht diese haarsträubenden Kämpfe auf Messers Schneide, die wir alle so lieben und dringend brauchen, wenn wir uns durch Wellen von hirnlosen Zombies gemetzelt haben?

Das neue Skill-System mit den Runen ist nun doch noch brauchbar geworden und macht eine Menge Spaß. Die zig Kombinationen von Skills und Runen überlassen den Spielern eine breite Palette von persönlichen Lieblings-Skill-Kombinationen. So wird am Ende beispielsweise nicht jeder Barbar als lebende Kreissäge seinem Lebensabend entgegen wirbeln. Zu viele andere Highlevel Skills wie der seismische Schock sind ebenfalls brauchbar und stark.

Das Handling des Spiels ist ebenfalls super und praktisch geworden. Keine lästigen identify scrolls mehr und am Ende jedes Dungeons wartet ein Stein, der den Helden wieder zum Eingang teleportiert, wenn gewünscht. Sehr praktisch, endlich kein sinnloses Rennen durch leer gefegte Gänge mehr. Besonders gut hat mir der Item-Vergleich gefallen. Hier sind die wichtigsten Veränderungen wie Schaden, Rüstung und Leben in rot bzw. grün dargestellt, je nachdem, ob ein neu gefundenes Item schlechter oder besser ist, als ein bereits angelegtes. So lässt sich ein ganzes Inventar voll Items blitzschnell auf bessere Werte untersuchen.

Auch überaus sinnvoll und überfällig ist die Todesreglung. Wer stirbt, kann von Freunden wiederbelebt werden oder muss kurz als Geist sein Dasein fristen. In jedem Fall kostet das unfreiwillige Ableben nur 10% der Haltbarkeit aller Items, also im Prinzip nur Reparaturkosten. Endlich muss man nicht mehr nackt und mit Schamesröte im Gesicht durch Monsterhorden zur eigenen Leiche rennen.

Was fällt mir spontan noch ein? Ach ja, die witzigen Treasure Goblins! Auch eine super Idee der Macher, die mich an die guten, alten Zeiten von Golden Axe erinnert. Da musste man nachts am Lagerfeuer auch immer so dämlich kichernden Zwergen in den Allerwertesten treten, damit sie ihre Schätze fallen ließen. Daran scheinbar angelehnt taucht manchmal völlig unerwartet und meist sehr unpassend so ein Treasure Goblin auf, den es schnellstens zu töten gilt, damit es jede Menge Gold, Edelsteine und Items abwirft. Wartet man zu lange verschwindet er kichernd durch ein magisches Portal und man geht leer aus. Das kann zu irrwitzigen Situationen führen, wenn die Spieler gerade damit beschäftigt sind ein fiese Rotte von Rare Mobs zu überleben und dann verzweifelt versuchen nebenbei noch den dämlichen Gnom zu plätten.

Auf der nächsten Seite gibt es noch den ÜBERSPOILER für Leute, die wissen möchten was sich Blizzard Wahnwitziges als neues Cowlevel überlegt hat:

Read the rest of this entry »

Revival klassischer Games durch Kickstarter, heute: Shadowrun Returns

“Drinking virtual lattes with a femme fatale, who is probably a dragon in disguise, while blowing the crap out of everything around you with a smart gun… isn’t that what we all want?”

Natürlich ist es das, mein lieber Jordan Weisman!

Zumindest für uns Shadowrun-Fans. Ich erinnere mich noch ganz genau an vergangene Pen & Paper-Tage im Schatten zukünftiger Megakonzerne und an die mutierten Troll-Türsteher, Straßensamurais, die mit der höchsten Stufe von Reflex-Boostern Kugeln ausweichen konnten und die gegrillten Hirne von unvorsichtigen Deckern. Wunderbare Cyberpunk-Welt von Shadowrun!

Die Meldung auf Kickstarter, dass ein weiteres Oldschool-Game neu aufgelegt wird, ist schon älter, mir aber jetzt erst unter gekommen. Auch daran zu sehen, dass die Zielsumme für den Start des Projekts von $400,000 bereits mit über $1.400,000 überboten wurde. Die derzeitig 36,276 noblen Spender haben das Projekt bereits durch die Decke geschossen und dürfen sich, abhängig von der gespendeten Summe, auf nette Extras zum Release freuen.

Am liebsten würde ich auch noch spenden, wenn ich mir so die Preise anschaue. Bereits ab 60 Dollar bekommt man eine personalisierte Doc Wagon Card, die man sich dann als Vollnerd ins Portemonnaie stecken kann. Wenn ich mich recht entsinne waren das die Leute, die bis an die Zähne bewaffnet im Hubschrauber angeflogen kommen, wenn einem die Scheisse bis zum Hals steht. So eine Art ADAC mit Knarren und Raketenwerfern. Will haben!

Ab 7500 Dollar darf man dann sogar mit Jordan und seinen Jungs einen Oldschool Pen & Paper-Abend verbringen und Shadowrun zocken.

Aber ganz egal, ob als Pen & Paper oder als Computerspiel: Früher hatten Spiele noch Charme. Deswegen haben die entsprechenden Kickstarter-Projekte eben scheinbar auch nie Probleme Berge von Spendengeldern von Fans aufzutreiben. Aber das Beste ist, obwohl es kein Online Game werden wird, wenn ich das richtig verstanden habe, so wird das Spiel immerhin sofort mit einem Level-Editor ausgeliefert, damit Spielleiter auf der ganzen Welt ihre eigenen Abenteuer kreieren und für die Community hochladen können. Ah, Brave New World!

Der lebende Laserstrahl: Diablo 3 Wizard Spotlight Video

Nachdem nun alle Spotlight Videos der Charaktere erschienen sind, steht meine erste Wahl nach wie vor fest: Ich will ab dem 15. Mai als lebender Muskelberg und Barbar den Boden zum Beben bringen und meine Gegner schreiend zerfetzen. Geil.

Aber sofort danach wird der Wizard ausprobiert. Auch wenn der Barbar sich mit Wirbelwind durch Gegner-Horden pflügen und die 3 Ancients herbeirufen kann, ist der Wizard insgesamt doch noch effektvoller und “more flashy” wie die USAner sagen würden. Rumteleportieren, Zeit verlangsamen und dann als magisches Superwesen, als Archon, einfach nur noch alles wegbrennen ist sicher auch verdammt spaßig. Das Spotlightvideo hat auf jeden Fall meine Zerstörungs-Drüse gekitzelt. Und man sieht noch ein paar neue Viecher und Gegenden. Schauen und sabbern Sie:

Bestes Dorkly Video ever: Armer Sub Zero!

Ok, man wird mir nicht ganz unberechtigter Weise vorwerfen, dass ich als Mortal Kombat-Fanboy natürlich bei so was abgehe wie ein Zäpfchen. Aber wer auch nur einmal in seinem Leben MK gespielt und einen Finishing Move angesetzt hat, wird sich bei diesem Dorkly Video zum Invaliden lachen.

Apropos makaberer Humor: Invalide ist man wohl ohne Zweifel, wenn man von Scorpion gnadenlos bearbeitet wurde und der Lebensstreifen unter 0 gesunken ist. Bisher hatte ich jedoch die ultra brutalen Finishing Moves noch nie als Akte der Gnade und Barmherzigkeit gesehen. Doch scheinbar sind sie das. Video anschauen und tot lachen. Leider geil!

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...