Der Trailer von Elder Scrolls V: Skyrim ist schon fett irgendwie…

kampf-mit-drachen

Meine Nerd-Augen haben in diesem Leben einfach schon zu viel gesehen. Durch die Etablierung des Fantasy Genres, gerade auch der heroischen Fantasy, kann man sich vor Filmen, Spielen und Büchern dieser Art ja kaum noch retten. Deshalb braucht es in einem Game Trailer schon mehr als einen mystischen Sprecher und heroisch schreiende Männerchöre, damit ich so abgehe, wie dieser Zeichentrick-Genosse

Aber ich muss gestehen, dass er diesen kalten Fantasy-Schauer über meinen Rücken hat laufen lassen. Wie dieser Wikingerkrieger gegen den Drachen kämpft und ihn schließlich mit einem gekonnten Schwertstreich vom Himmel holt, ist schon sehr nett in Szene gesetzt…WENN es steuerbare ingame-Action ist.

The Elder Scrolls 5: SkyrimAnsonsten haben mich die nebligen Täler, die verschneiten Wälder und die prachtvollen Städte natürlich nicht völlig kalt gelassen. Doch der Vorgänger Oblivion war grafisch auch ein Leckerbissen, doch konnte in Hinsicht auf Gameplay und genereller Faszination nicht mit der Gothic Reihe mithalten.
Ich habe seinerzeit nur den dritten Teil, The Elder Scrolls III: Morrowind gespielt. Doch auch dieser konnte bis auf die Grafik nicht mit seinem damaligen Konkurrenten Gothic 2 mithalten. Die Welt war einfach zu leblos und man rannte zu häufig durch tote Strassen riesiger Städte. Außerdem konnte das Game nicht mit dem flüssigen Übergang zwischen Spielarealen, wie z.B. „drinnen“ und „draußen“ mithalten. Bei Morrowwind waren die Fenster sämtlicher Gebäude und ihrer sicherlich depressiven Bewohner standardmäßig zugenagelt. Sonst hätte man ja die Außenwelt zeigen müssen…viel zu aufwendig.

The Elder Scrolls: Skyrim sieht aber wirklich toll aus. Wenn die Welt mal lebendig ist wie bei Gothic, Item-gefüllt wie bei Diablo und eine epische Story hat, wie die guten alten Baldurs Gate Teile, dann lasse ich mich gerne mal wieder von wichtigeren Dingen abhalten.

Sei gut zu mir, Banane, oder ich hole den Fruit Ninja!

fruit-ninjaDiese Fieslinge schaffen es noch, dass ich mir ein iPad oder ein iPhone besorge. Mit „diesen Fieslingen“ sind meine Arbeitskollegen gemeint, die mich ständig abgefahrene Touchpad-Spiele wie „Angry Birds“ oder „Cut the Robe“ spielen lassen. Der Scheiß macht süchtig wie die „Touchpad-Spiele“ mit der ersten Freundin…

fruit-ninja-combosHeute Morgen habe ich „Fruit Ninja“ für mich entdeckt. Dabei spielt man einen Früchte-hassenden Ninja, der empor geschleuderte Früchte zerteilen muss. Besonders viele Punkte bekommt man, wenn man „Criticals“ landet, also eine Frucht besonders präzise halbiert, oder wenn man möglichst viele Vitaminbomben auf einmal zerfetzt. Apropos Bomben: Davon mischen sich ab und an auch welche in die Frucht-Fontäne. Erwischt man in der Hitze des Gefechts versehentlich eine davon gibt’s Minuspunkte oder, abhängig vom Spielmodus, der Ninja sprengt sich sofort ins Nirwana. Game Over.

Am meisten Fun bringen verschiedenfarbig gestreifte Superbananen, die beim Zerteilen unterschiedliche Effekte auslösen wie z.B. eine „Fruit Frenzy“. Dann hagelt es nur so Früchte von allen Seiten und man schrubbt wie verrückt mit dem Finger über das glühende Touchpad. Nicht, dass jetzt jemand was Unanständiges denkt…

Schaut euch auf jeden Fall das folgende Werbevideo zum Frucht Ninja an. Das ist irre witzig… komplett mit Bordsteinkick aus American History X, verübt an einer unschuldigen Banane:

Verdammt ich darf mir einfach kein iPhone kaufen deswegen. Ich hänge so schon genug vor PC, TV und Konsole. Das gibt manchmal ein bisschen Stress mit der holden Weiblichkeit. In diesem Zusammenhang habe ich einen tollen Comic von MARCOS NOEL gefunden, der das Konfliktpotenzial und die männliche Ignoranz diesbezüglich schön in Bilder fasst. Schaut einfach mal, ob euch die Situation auf der nächsten Seite bekannt vorkommt! ;)

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Minecraft Diamanten sind gar nicht so schwer zu kriegen, oder?

Doch sind sie. Das erzählen mir zumindest meine Minecraft süchtigen Kollegen hier auf der Arbeit. So tief müsste man dafür graben, dass man dabei schon auf unterirdische Lavaströme trifft. Und auch dann sind Diamantblöcke extrem selten.

Was also bitte soll mir dieses Minecraft Video sagen?
Dass Kinder farbige Rapper verdreschen sollten? Dass diese Amulett- und Klunker-behangenen Musiker so reich sind, dass sie mittlerweile selbst aus Diamanten bestehen? Dass man als Normalsterblicher in freier Wildbahn aufpassen muss nicht von geisteskranken Minecraft-Süchtigen auf Rohstoffe abgeklopft zu werden?

Diese ganze Minecraft Hysterie ist komplett an mir vorbei gegangen, trotz sabbernder Kollegen und 8 Millionen Fanvideos auf youtube. Natürlich verstehe ich welche grundlegenden Lego-Triebe das Baukastenspiel (besonders) bei Männern anspricht. Trotz der Augenkrebs-Pixel-Optik erscheint mir das Game besonders nach diesem Minecraft-Testvideo von Gamestar durchaus interessant. Ich darf aber nicht der Versuchung erliegen, diesen Zeitfresser auf meine Festplatte zu lassen. Ich…muss…mich…beherrschen…

Jemand von euch schon abhängig? Irgendwelche Tipps? Warnungen? Adressen von Selbsthilfegruppen?

Tron Legacy Review – Leder, Neon und Ducati

olivia_wilde_tron

Da sich in mir ein studierter Philosoph und ein alberner Fantasy Freak in einer wollüstigen Symbiose vereinen, werde ich bei allen Filmen wuschig, die irgendwie mit Realitätswahrnehmung, anderen Dimensionen oder einfach der Frage „was ist real“? zu tun haben. So kommt es, dass Tron mich schon in Kindheitstagen völlig in seinen Bann zog und ich in letzter Zeit nach den vielversprechenden Trailern von Tron Legacy regelmäßig Schaum vor dem Mund hatte. Die Frage, ob ich nun von dem Film begeistert war oder nicht, kann ich mit einem ganz klaren JEIN beantworten. SPOILER auf der nächsten Seite!

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Scott Pilgrim vs. the World Review
The. Greatest. Movie. Ever. Made.

Scott_Pilgrim_vs_the_WorldAchtung: Für ein größeres Lese-Erlebnis bitte erst Track 19 dieser Songliste einschalten!

Oh mein Gott, meine Liebe zu diesem Film ist so vielschichtig wie die Erdkruste! Der Untertitel des Films „An Epic of epic Epicness” wird dem Film in Hinsicht auf seine epische Größe kaum gerecht. Mit der Verfilmung dieses Comics hat sich Shaun of the Dead und Hot Fuzz Regisseur Edgar Wright selbst übertroffen. Scott Pilgrim Vs. the World ist der beste Comic-Film und gleichzeitig der beste Videospiel-Film, der jemals gemacht wurde.

Warum ich hier so völlig überzogen aus dem Häuschen bin? Weil Wright mit unglaublichen Kameraeinstellungen und Schnitten einen Comic samt seiner Witze zum Leben erweckt hat. Er hat es wirklich und sprichwörtlich geschafft die Sprache der Comics auf die Kinoleinwand zu übertragen und dabei soviel Videospiel-Popkultur hinein zu ballern, dass mir die 8-Bit-Supermario-Sounds noch immer kalt den Rücken runter laufen. Ich will hier nicht zu viel vorwegnehmen, doch es geht darum, dass Scott Pilgrim die 7 bösen Ex-Freunde seiner Traumfrau “besiegen” muss. Jede Symbolik und Metaphorik, die man hier zum Reifungsprozess eines Kindes psychologisch deuten könnte, wird gnadenlos in der Sprache der knatschbunten Comic- und Videogames-Welt auf die Netzhäute der Zuschauer gespachtelt…

Mir ist klar, dass Menschen mit einem weniger hohen Nerdsaft-Anteil im Blut vielleicht ein klein wenig gelassener über den Film reden könnten. Ich jedoch habe gerade Schwierigkeiten an meiner granitharten Nerd-Latte vorbei das Keyboard zu erreichen…

Dieser Film hat einfach sehr viele Nerven bei mir getroffen. Ich surfte während der gesamten Spieldauer des Films auf einer Welle der nostalgischen Teeny-Erinnerungen von Spielhallen, Rockmusik und der ersten (zweiten…dritten…?) Liebe. Gleichzeitig wurde man beinahe atemlos von einer wahnwitzigen Actionszene zur nächsten gejagt. Nur kurz unterbrochen von richtig geilen Gags (der unbesiegbare Veganer wird mir noch lange in Erinnerung bleiben…), die mich auch ohne die 5 Bier, die ich vorher getankt hatte, zu schallendem Gelächter genötigt hätten. Und das alles wird zusammengehalten vom genialen Soundtrack, der im Wesentlichen aus der grunchigen Rockmucke von Sex Bob-omb besteht.

Scott Pilgrim MovieIch begreife allerdings nicht, warum der Film hierzulande nur magere 2 Wochen in den Kinos war!? Ob das auf grottiges Marketing und/oder den hohen Nerd-Faktor des Films zurückzuführen ist, kann ich nicht sagen. Der Film wird sich in den kommenden Jahren definitiv zum Kultfilm mausern, wenn er diesen Status nicht jetzt bereits hat. Nur durch einen Glücksfall habe ich die allerletzte Vorstellung gestern Abend im Bonner Woki entdeckt. Nun werde ich mir die Bluray bestellen und mich solange vor die Eingangstür setzen bis der Amazon-Mann klopft.

Warum soll ich jetzt noch weiter meine aufgeregten Nerd Pheromone versprühen und womöglich noch geniale Szenen spoilen? Den Film muss man gesehen haben. Wer auch immer seine Kindheit mit Comics, Videospielen und Rocknroll verbracht hat, kann diesem Meisterwerk nur eine Wertung geben:

10 von 10 Extraleben

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