Anders ist dieses Foto, welches ich bei Rene gefunden habe, wohl kaum zu erklären, oder?
Wir schreiben das Jahr 1990 und befinden uns am Filmset von „Total Recall” (Die totale Erinnerung). Paul Verhoeven fährt mit zweien seiner Schauspieler ordentliche Burger-Geräte ein.
Doch offensichtlich scheint der Genuss von Burgern katastrophale Folgen für die Molekülanordnung im menschlichen Gesicht zu haben! Am Bildrand erkennen wir einen turbohässlichen Freak, der eine derart entstellte Hackfresse sein eigen nennt, dass er die Hersteller des Burgers sicherlich auf etliche Millionen Schadensersatz verklagen könnte. Und dann haben wir auch noch den Mutanten rechts im Bild…
Fazit nach Betrachtung dieses verstörenden Zeugnisses amerikanischer Esskultur: Esst mehr Gemüse oder ihr verwandelt euch eines Tages in alptraumhafte Mutanten!
Ein seltsamer Widerspruch in der Überschrift, ich weiß. Aber John Carter scheint das Kinopublikum sehr stark zu polarisieren, was dessen Wertung von ca. 50% auf Rotten Tomatoes mathematisch gnadenlos bestätigt. Bei nüchterner Betrachtungsweise des Gesamtwerks sollte ich wohl ebenso hin und her gerissen sein, doch unterm Bruchstrich hat mich der Film einfach zu gut unterhalten, als dass ich die RT-Wertung unterschreiben könnte.
Klar, der Film ist ein absoluter Ripoff vergangener Größen des Unterhaltungskinos wie Star Wars, Indiana Jones und vieler anderer Abenteuerfilme, ohne dabei aber wenigstens erinnerungswürdige Charaktere oder eine interessante Story zu haben. Warum John Carter aber trotz allem ein wirklich toller Film ist, liegt an vielen liebenswerten Details, die den bunten Wust an Fantasy-Klischees und Panoramaaufnahmen zusammen halten wie ein guter Kleber die Bruchstücke einer Vase.
Oder bin ich vielleicht nur so simpel gestrickt, dass ein rasender Köter, ein He-Man Verschnitt mit potenten Froschschenkeln und eine Pocahontas-Prinzessin im aufreizenden Kleid schon ausreichen, damit ich bei einer Flasche Bier und Nachos gut unterhalten werde? Hat vermutlich auch was damit zu tun…
Bücher, Kino, Games und Livemusik können mich aus der Reserve locken, doch die Welt der Bühne empfand ich immer schon als teilweise zu langatmig und wenig aufregend. Um einen Theatermuffel wie mich so richtig vom Melkschemel zu hauen, muss schon richtig was abgehen on Stage. Meine letzte freudige Erinnerung an ein Theater reicht bis in meine Kindheit zurück, als wir in London Cats geschaut haben. Da hatten wir allerdings auch Backstage Pässe, durften mit den Akteuren reden und überhaupt ist die ganze Aufführung ja fast mehr Artistik als Musical.
Ebenfalls lebhaft in Erinnerung geblieben ist mir die Cello-Göttin Rebecca Carrington. Ihr Programm „Me and my Cello“, welches am besten als Mischung von Musik und Comedy zu beschreiben ist, habe ich nun schon 2 Mal auf einer Livebühne bewundert und würde es auch noch ein drittes Mal anschauen. Meine wärmste Empfehlung! Wer die begnadete Rebecca noch nicht erlebt hat, sollte das so schnell wie möglich nachholen. Sie kann unglaublich tolle Grimassen schneiden, Leute imitieren und dabei göttliche Klänge auf ihrem Cello „Joe“ erklingen lassen.
But back to the topic at hand. Man sieht also, dass ich bühnentechnisch nur mit dem Absurden, Extravaganten und Innovativen zu beglücken bin. Shakespearestücke und dergleichen lassen mich erfahrungsgemäß schneller wegschnarchen als Valium. Vielleicht hatte ich davon im Studium einfach eine Überdosis. Dementsprechend ist es ein großes Lob von mir, wenn ich ein Video über eine Bühnenaufführung egal welcher Art poste. Der Tron Dance des Wrecking Crew Orchestra ist derart gelungen, dass ich ihn mir schon 2 Mal angeschaut habe. So viel Innovation, Extravaganz und Nerdity würde ich mir sogar live anschauen.
Im Grunde habe ich seit Bekanntgabe, dass Ridley Scott ein Alien Sequel plant, bis zum Erscheinen dieses ersten offiziellen Trailers durchgängig die Daumen gedrückt, dass “Prometheus” an den unübertroffenen schleimigen Gruselfaktor der Alien-Reihe heranreichen kann. Doch nun, da ich diese verstörenden Bilder gesehen habe, bin ich tatsächlich positiv überrascht wie absolut scary die Grundstimmung des Films ist. Ich habe immer noch Gänsehaut und mein Herz pocht.
Mir gefällt das Grundmuster, welches eine Hommage an Alien 1 zu sein scheint: Eine Crew landet auf einem fremden Planeten und sammelt unfreiwillig einen Parasiten ein. Ebenso erfreulich ist, dass eine der Hauptrollen an Michael Fassbender vergeben wurde, der mich zuletzt in seiner Rolle als junger Magneto in Xmen First Class von seiner Schauspielerischen Klasse überzeugte. Außerdem erscheint mir alles in diesem Trailer, Szenerie und Story gleichermaßen, von epischen Proportionen zu sein. Es gibt gigantische Raumschiffe, Kamerafahrten über riesige Außenareale und scheinbar eine Bedrohung, die die gesamte Erde auslöschen könnte. Und als gegen Ende des Trailers eine Stimme im Off schreit “CUT IT OUT!” ist mir ein derart vergnüglicher Horror-Schauer über den Rücken gelaufen, dass ich den Release des Films jetzt kaum noch erwarten kann.
Soso. Abraham Lincoln war also nicht nur Präsident, sondern auch Vampirjäger. Das glaubt zumindest Tim Burton. Und scheinbar war er im Zuge dessen auch ein begnadeter … Axt-Kung Fu-Kämpfer. Und darin war er sogar so gut, dass er mit einem wütenden Axthieb einen Baum geradezu zum Explodieren bringen konnte.
Ja, whatever, werde ich mir vermutlich angucken. Ja genau, weil ich so einfach gestrickt bin, dass für mich nur ein Präsident eine Axt nehmen und damit Vampire zerfetzen muss, damit ich mich gut unterhalten fühle. So bin ich halt. Jetzt ist e raus.