
Denn als Barbar oder Kriegsheld hat man berufsbedingt einen schön durchtrainierten Körper und kann garstige Zeitgenossen beinahe mit bloßen Händen in der Luft zerreißen. Mit einem Bürojob wie ich ihn habe, kann man sich auf Dauer eher mit der amöben Form einer deutlich zu lange gekochten Süßkartoffel anfreunden.
Da ich jedoch beschlossen habe demnächst lieber wie eine überzüchtete Mischung aus Conan und Rambo auszusehen, habe ich vor kurzem meine verstaubte Fitnessstudio –Mitgliedskarte rausgekramt. Der bleiche Fetti, der mich da vom Foto anstarrte, schien mir mit seinen resignierten Augen einen Strom von Flüchen und Anschuldigungen zu übermitteln. „Das auf dem Foto bist Du, Idiot! Wieso hast Du es soweit kommen lassen?“
Also habe ich schweren Herzens die Klamotten gepackt und bin gemütlich mit dem Auto zum Fitnessschuppen um die Ecke gefahren. Am Eingang der Muckibude habe ich erst mal schön auf mich aufmerksam gemacht, indem ich wie ein Neandertaler versuchte die Mitgliedskarte so vor den Scanner zu halten, dass sich das blöde Drehkreuz öffnet. Nachdem mich die mitleidigen Blicke der Empfangsdame gefühlte 10 Stunden durchbohrt hatten und ich endlich drin war, erwartete mich die nächste Ernüchterung.

Sly Stallone hat sich nach Angaben des Fernsehsenders Fox News auf einer Veranstaltung in San Diego über Gewalt in Filmen geäußert. Und jetzt kommt der unerwartete Oberhammer: Er findet Gewalt ok, solange sie im „heldenhaften Rahmen“ stattfindet. Wer hätte das gedacht, dass der Rambo und Rocky Darsteller, der für gewöhnlich den Leuten entweder mit Waffen oder mit der blanken Faust die Fresse demontiert, mit Gewalt grundsätzlich erst mal keine Probleme hat?































