Es gibt kaum ein mythologisches Wesen, das so ehrfurchtseinflößend und majestätisch ist wie ein Drache. In Legenden ist der Kampf gegen den Drachen für todesverachtende Helden die ultimative Feuerprobe, um von Barden besungen zu werden und in die Geschichte einzugehen. Sofern es sich nicht gerade um ein Drachenjunges handelt, das man mit bloßen Händen im Schlaf erdrosseln kann (pfui!), sondern um ein ausgewachsenes Exemplar, steht jedem Herausforderer eine unvergleichliche Bestie gegenüber: Tonnenweise undurchdringliche Schuppen mit messerscharfen Krallen und Zähnen wären allein schon genug, um auch den härtesten Ritter aus seinem Panzer zu schälen. Zu allem Überfluss können die Echsen jedoch auch noch fliegen und eine Odem-Waffe abfeuern, wobei es meist egal ist, ob man davon verbrannt, eingefroren oder verätzt wird, das Häufchen Elend als Resultat ist das Selbe. Abhängig von Rollenspielsystem, Herkunftsland der Legende oder Geschmack eines Autors können Drachen auch noch Magie wirken, die Gegner mit Angst lähmen, mit ihren Flügeln davon wehen oder mit dem Schwanz fortschleudern.
Eben dieses komplexe Waffenarsenal hat es den Schöpfern von Computerspielen in der Vergangenheit so schwer gemacht Kämpfe gegen Drachen realistisch darzustellen. Seit Tolkiens Hobbit hat es sich scheinbar so eingebürgert, dass Drachen in einer engen Höhle ohne Ausweg darauf warten, dass ein Ritter kommt und sie erschlägt. Häufig liegen sie auch noch auf einem Goldberg und schlafen, so dass ein geschickter Abenteurer das Untier einfach kampflos enthaupten könnte. Selbst wenn man in Computerspielen den Drachen unter freiem Himmel begegnet ist, haben sie nie niemals ihren natürlichen Vorteil des Fliegens genutzt, sonder sind treu-doof auf die Kämpfer zugewackelt, um ihr HP-Polster abtragen zu lassen.
Nicht so bei Dragon Age 2. Der Kampf gegen den “Highdragon” hat mich in Bezug auf Realismus und Härte positiv überrascht und schockiert. Hier wurde wirklich versucht, die ganze furchteinflößende Macht eines Drachen abzubilden, mit verheerenden Folgen für meine Gruppe. Oben seht Ihr den verheißungsvollen Eingang zu dem trügerisch friedlichen Talkessel, bei dessen Anblick sofort klar wird, dass hier ein epischer Kampf den Boden zum beben bringen soll. Den tatsächlich haarsträubenden Kampf gegen den Drachen gibt’s auf den nächsten Seite:





































