Ich muss für eine Mission nach Thailand



Ich wusste immer, dass es nicht ewig so weiter gehen kann.
Dass ich nicht ewig lautlos und unentdeckt bloggen und die Jahrhunderte verstreichen lassen kann. Nun zwingt mich eine unwiderstehliche Kraft nach Thailand zu reisen und dort mit den Unsterblichen um den Preis zu kämpfen. Am Ende … wird es nur einen geben.

Zudem brauchte ich mal dringend Urlaub und fand was Exotisches mit Traumstränden und kleinwüchsigen Asiaten ganz passend. Ich will Elefanten reiten, mich in alten Tempeln vor meinem eigenen Schatten erschrecken, seltsame Insekten am Stock essen, endlich mal wissen was Montezumas Rache ist und mit einem Affen am Strand Schach spielen. All das soll man angeblich im Land der Thais machen können. Also hin da.

Aber damit das Nerd Wiki in den 3 Wochen meiner Abwesenheit nicht all zu viel Schimmel und Spinnweben ansetzt, hat sich Christian vom Games Blog, alias rainybrain, bereit erklärt, meinen bescheidenen Blog hin und wieder mit einem thematisch passenden Artikel zu füttern. Für alle Fetischisten, die hier nur hin und wieder vorbei schauen, um ein paar flache Fäkalwitze abzugreifen, dürfte nun eine Dürreperiode angebrochen sein. Mr. Rainybrain ist im wahren Leben nämlich seriöser Redakteur und wird hier sicherlich weniger oft schriftlich “ab-masturbieren” als ich es tue.

Pssst…! Man sagt allerdings, das Nerd Wiki sei verflucht und dass alle, die jemals einen Artikel darin veröffentlichen, für immer vom ekelerregenden Schmodderschmand der Niveaulosigkeit berührt und damit auf ewig versaut sind. Oh je, der gute Christian wird nie mehr derselbe sein. Ja, aber so ist das halt manchmal im Leben. Shit happens.

So, noch einmal schlafen und dann morgen Abend fein 10 Stunden nach Bangkok fliegen. Ich glaube, ich werde mich besaufen und einfach durchpennen. In 3 Wochen gibt’s hier wieder Artikel von mir, inklusive eines detailierten Reisberichts. Und vermutlich extrem obszöne Fotos. CU ALL!

Ich bin dann mal weg, den neuen Weichsel-Drachen töten

wawel-drache

Feuerspeiende Drachenstatue in Krakau am Wawel

Es geht in einen kurzen Urlaub nach Polen. Da Miss Wiki zur Hälfte Polin ist (ob Ober- oder Unterkörper weiß ich nicht so genau), gibt es in Polska ein paar Blutsverwandte, die man mal besuchen kann.

Besonders freue ich mich natürlich auf das schöne Krakau mit seinen mittelalterlichen Gebäuden, netten Leuten, leckeren Piroggi und literweise Żubrówka.

Der Name “Krakau” geht übrigens zurück auf Fürst Krak, den legendären Gründer der Stadt. Dieser versprach einst die Hand seiner Tochter demjenigen, der den gefürchteten Wawel-Drachen*, der in einer Höhle unter dem Wawelhügel an den Ufern der Weichsel gelebt haben soll, zur Strecke bringen könnte. Nachdem einige Möchtegern-Helden vom Drachen zerlegt wurden, nahm sich ein Schusterjunge der Sache an. Er griff jedoch nicht zu Rüstung und Schwert, sondern zu einer List: Er nahm einen Schafspelz, füllte ihn mit Pech und Schwefel und warf dem hungrigen Drachen das falsche Schaaf vor die Höhle. Als dieser es verschlungen hatte, wurde er durch das Pech und den Schwefel so durstig, dass er schnell zur Weichsel rannte, um seinen mörderischen Durst zu stillen. Leider trank der maßlose Drache so viel Flusswasser, dass er schließlich mit einem lauten Knall explodierte. Der Schusterjunge bekam zum Dank die Tochter des Königs, die er jedoch so fett fütterte, dass auch sie eines Tages spektakulär platzte. Ok, das mit der Königstochter stimmt nicht…

Allerdings gab es in letzter Zeit Gerüchte, dass in Krakau große Mengen Wodka und andere Lebensmittel verschwunden sein sollen. Das kann nur eins bedeuten: Der Drache hatte schon Nachwuchs bevor er getötet wurde! Und dieser Nachwuchs ist nun ausgewachsen und terrorisiert erneut die friedliebenden Polen!

Ich habe deshalb bereits meine Full Plate Mail of Fire Protection eingepackt und muss nur noch meinen Vorpal-Dragonslayer +5 of Icy Burst aus der Vitrine im Flur holen. Ich denke mal, mit Anreise, Vorbereitungen, Töten und hinterher feiern lassen, werde ich für die Heldentat ca. eine Woche brauchen.

Den nächsten Post wird es hier also erst am 8.Oktober geben. Ich wünsche allen Nerd Wiki-Lesern und/oder Gelegenheitsbesuchern eine schöne Zeit bis dahin. Do widzenia!

* auf Polnisch: Smok Wawelski! Interessant. Hat Sprachwissenschaftsprofessor Tolkien daher seinen “Smaug” im kleinen Hobbit? Vermutlich…

drachen-trophäe

Inspirierende Orte: Die Brücke der Unsterblichen

brücke-der-unsterblichenEs gibt einige Orte auf diesem Planeten, die so fantastisch sind, dass man anhand eines Fotos nur schwer entscheiden kann, ob sie real oder Teil einer Filmkulisse sind.

So geht es mir auch bei der Buxian Bridge im Huang Shan-Gebirge in China, die ich im Blog „Von der Seifenkiste herab“ entdeckt habe. Was für eine Brücke in schwindelnder Höhe! Da läuft gleich ein ganzes Rollenspiel-Abenteuer in meinem Kopf ab: Über einen verschollenen Schatz im Gebirge und einen unsichtbaren Brückenwächter. Natürlich sollen im Rollenspiel die wahrhaft tollen Bilder im Kopf entstehen, doch ich bin ein Freund davon ausgesuchte Orte und Situationen durch entsprechende Internetfunde, ausgedruckt den Spielern vorzuhalten. Die Buxian Bridge, die wohl auch „Die Brücke der Unsterblichen“ genannt wird, wäre definitiv ein würdiges Bild, um in einem Abenteuer für zusätzliche Atmosphäre zu sorgen.

In diesem Forum kann man sich noch weitere, wirklich atemberaubende Bilder von Treppen und Aussichtplattformen im selben Gebirge anschauen. Ich wurde durch die Fotos definitiv in meinem Vorhaben bestärkt meinen nächsten Urlaub im asiatischen Bereich zu suchen. Thailand oder China sind definitiv in der näheren Auswahl. Besonders jetzt, da eins meiner Lieblings-Nerd-Länder, Manga-Japan, ja leider erst mal ausgeschieden ist. Nach wie vor eine schockierende Tragödie!

Ich bin dann mal weg!

Palme

Nein, nicht auf Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela, sondern einfach nur reif für die Insel.

Jedes Duracell-Häschen braucht irgendwann mal eine Pause. Darum schmeiße ich jetzt meine qualmenden Becken in die Ecke und steige in einen Flieger nach Ibiza.

Motto dieses Urlaubs: 5% Kultur (Was gibt’s überhaupt auf Ibiza?) und 95% ABHÄNGEN.

Nur in Badeschlappen zwischen Pool, Strand und Buffet hin und her schlurfen. Ein bisschen schwimmen und endlich mal Zeit in Ruhe meine Fantasy-Nerd-Romane zu lesen.

Ab dem 24. September bin ich wieder da und schreibe wieder Kram in diesen Blog. Für alle, die in dieser Zeit keinen Urlaub haben und normal arbeiten müssen:

simpsons-haha

Amsterdam Reisebericht: An Grachten schmachten

Amsterdam ist eine große Ansammlung windschiefer Häuschen, in dessen malerischen Gässchen und mittelalterlichen Winkeln ein beständiger Cannabis Duft die Nüstern erfreut. Dazwischen ziert das „Venedig des Nordens“ ein schimmerndes Spinnennetz aus über 100 wassergefüllten Grachten mit sage und schreibe 1000 Brücken. Es drängte sich die Frage auf wie viele der grotesk schief stehenden Häuschen mit den steilen Treppen im Inneren schon zusammengesackt und ins Wasser gerutscht sind. Man versicherte uns jedoch, dass trotz Schutzstangen, nur im Schnitt ein Auto pro Woche in die Entengrütze fällt.

Natürlich gibt es in Amsterdam mehr Coffee Shops als Supermärkte und die meisten Touris rennen früher oder später ins illustre Rot-Licht-Viertel, um verschämt grinsend oder infantil gackernd an den roten Vorhängen und den armen, nackten Seelen dahinter vorbei zu stelzen. All das kann man sich jedoch getrost sparen und sofort zum Wesentlichen über gehen: Abends und am besten am Wochenende den Holländern bei ihrem lustigen Grachten-Treiben zusehen. Dazu schnappe man sich die Droge seiner Wahl (in unserem Fall Rotwein und Käse) und pflanze sich damit an den gemütlichen Teil einer Gracht bis die Sonne untergeht. Einfach göttlich, was da so den Kanal hinunter geschippert kommt! Hier die 10 von mir am häufigsten gesichteten Boote:

- Ein 18-jähriger, hochgestellter Polohemdkragen mit Sonnenbrille in der Gel-Frisur, der in seiner Position als Besitzer von Papas Schnellboot die Chicks aus seiner Klasse so lange im Kreis fährt bis sich ihm eine an den Hals schmeißt.
- Das Partyboot mit lauter Technomucke und tanzenden Oranje-Mädels.
- Das über Gebühr und jeden Moment absaufende Miniboot mit 10 besoffenen Kumpels.
- Das extravagante Boot mit Sesseln, Tanzfläche, Hängematte oder sonstigen „Specials“.
- Das Grill-Sauf-Boot mit mehr oder weniger schön anzuschauenden, nackten, holländischen Oberkörpern und albern kichernden Frauen, die sich Gin in ihre 7up kippen.
- Das „Mädels-only-Boot“.
- Das Boot mit den 3 braungebrannten Sonnenbrillen, das dem nächstbesten „Mädels-only-Boot“ hinterher fährt.
- Die großen Touristen-Cruiser mit Glas-Panoramadach, erhältlich ohne Menü, als „Pizza-Cruise“ oder als „Käse und Wein-Cruise“ in den Dämmerstunden.
- Die exklusiven Pärchen-Cruises in pseudo-venezianischen Gondeln mit Außenbordern.

Zum Schluss noch ein paar Bildimpressionen, wobei das letzte Bild für mich sehr schön Herz und Seele von Amsterdam zusammenfasst. Mein Tipp an alle Pärchen: Wem verständlicher Weise ein Wochenende für Venedig zu kurz ist, der kommt besonders abends in Amsterdam voll auf seine romantischen Kosten (siehe das von mir verhunzte Nachtfoto).

schiefehäuschen

party

pisser

romantisch

fass

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...