Endlich! Bier, das nicht verschüttet werden kann für Nicht-Ninja

Da ich mich in Irish Pubs so heimisch fühle, wie Hobbits in ihren Höhlen, und somit meinen ausgedörrten Gaumen schon mit der ein oder anderen samtig schwarzen Guinness-Köstlichkeit bewässert habe, verstehe ich nur allzu gut um die Notwendigkeit keinen Tropfen dieses göttlichen Nektars zu verschwenden, auch nicht in Extremsituationen.

Man sollte überhaupt kein Bier verschütten, egal welcher Sorte, weil sonst bekanntlich Bierseelen nicht in den Bierhimmel kommen, Engel weinen und alptraumhafte Dämonen in unsere Wirklichkeit eindringen können. Doch leider wird man gerade in gut gefüllten Kneipen und Bars nicht selten Opfer widriger Umstände. Während man so nichtsahnend sein Bier im Glas bewundert und sich ganz der Vorfreude auf den nächsten Schluck hingibt, wird man plötzlich von seiner Freundin geohrfeigt, von einem Tanzenden angerempelt oder von einer durchgerosteten Deckenbeleuchtung erschlagen. Dann bedarf es tatsächlich jahrelang eintrainierter und in Fleisch und Blut übergegangener Ninja Skills, um nichts vom Gerstensaft zu vergießen.

Doch für alle, die in ihrer Kindheit nicht von ihren Eltern in den Shaolin-Tempel geschickt wurden, um außerordentliche Bier-Balance-Fähigkeiten einzutrainieren, hat die Brauerei „Hahn“ durch Robotertechnik ein attraktives Hilfsmittel entwickelt: Eine Art Roboterarm, der Stöße und Erschütterungen automatisch ausgleicht. Wahnsinn! Was für ein Geschenk an die Menschheit!

Da ich in der Kanalisation unter Kung Fu-Schildkröten aufgewachsen bin, brauche ich so einen Schnickschnack natürlich nicht, um kein kostbares Bier zu verschwenden. Ich wäre jedoch an dem Boxhandschuh an der Stange interessiert. Denn ich bin es wirklich leid hier im Büro immer aufstehen zu müssen, um meinen Kollegen einen Jab auf die Nase zu verpassen.

(Bei neatorama gesehen)

Über Thilo (1804 Artikel)
Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.

3 Kommentare zu Endlich! Bier, das nicht verschüttet werden kann für Nicht-Ninja

  1. Ich habe das schon mal live gesehen! Und zwar in Bonn im *überleg* Carpe Noctem (?) Ende der 90er. Das werde ich mein Lebtag nicht vergessen. Ein junges Mädel mit Weizenglas bricht betrunken zusammen bzw. schlägt lang hin, rettet aber äußerst elegant das Getränk. 🙂

    •  rofl

      Oh ja, Bonner Carpe Geschichten könnte ich auch einige zum Besten geben. Vielleicht in einem anderen Post… ^^

  2. Oh Meister…!!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.