Wird Thor: Love and Thunder ein weiterer Lehrfilm für Minderbemittelte?

Klingt schön trashig. Typisch Taika Waititi.

Oh JUNGE! Auf der diesjährigen Comic Con in San Diego gab Marvel die Filme und Serien der MCU Phase 4 bekannt.

Der als reinrassiger Horrorfilm geplante Doctor Strange and the Multiverse of Madness reist mich dabei am meisten vom Hocker. Gerade weil der verrückte erste Teil für mich schon ziemlich mind blowing war. Domammuuuuuuuu!

Brauchen wir einen neuen Blade? Wird überhaupt jemals jemand in die Daywalker-Schuhe von Wesley Snipes treten können? Mahershala Ali ist auf jeden Fall ein geiler Schauspieler und könnte uns überraschen.

In The Eternals noch mehr Wesen von der Kragenweite eines Thanos ihre epischen Konflikte bewältigen zu sehen, bietet ebenfalls das Potenzial zu Leinwand-erschütternder Unterhaltung.

Shang-Chi: The Legend of The Ten Rings kannte ich vorher gar nicht, aber eine Art Eastern-Superheldenfilm könnte interessant werden. Wobei, sind nicht alle klassischen Eastern Superheldenfilme?

Black Widow? Klar, zeigt mir einen liebenswerten Charakter, der sterben wird und bringt mich noch mal zum Heulen. Warum nicht.

Und auch ohne Ankündigung wissen wir, dass Black Panther 2, Guardians of the Galaxy 3 und Spiderman 3 in den Startlöchern stehen. Ich bin bereit.

Die Serien des Disney+ Streaming Service The Falcon and the Winter Soldier, WandaVision, Loki und What If…? interessieren mich weniger. Serien haben ja häufig das Problem ihre Storylines einfach zu weit auszuwalzen und irgendwann langweilig zu werden. Bin bei Superhelden eher für kompakte, abgeschlossene Geschichten im Kinoformat. Aber ich lasse mich natürlich gerne überraschen.

Was habe ich vergessen, ach ja….

Thor: Love and Thunder … Seufz

Ein paar Gedanken dazu.

Die Rechte von Farbigen, Frauen oder Transgender gehen Disney weitestgehend am Hintern vorbei. Disney ist ein Unternehmen, das im Sinne seiner Mitarbeiter Geld verdienen und wachsen muss. „Virtue Signaling“ nennt man das, wenn eine Firma die Repräsentation von Minderheiten in der Kunst benutzt, um sich selbst in einer neuen Ära der extremen Political Correctness als moralisch überlegen zu positionieren. Das ist ALLES, worum es Disney geht. Wer das nicht sieht, ist blind, weil es offen vor uns liegt. An diesem „Tokenizing“ wäre noch nicht mal etwas auszusetzen, wenn es sich an die simple Regel „Show, don’t tell“ halten würde. Niemand hat etwas dagegen, starke Frauen in Hauptrollen oder mehr Repräsentation der LGBTQ2+ (oder wie lang der Wurm mittlerweile geworden ist) Community zu sehen, wenn es als ganz natürlich dargestellt und nicht mit dem Belehrungs-Knüppel auf den Kopf gehauen wird. Denn dann verdrängt die politische Botschaft die eigentliche Story. Besonders in Film-Universen, in denen sie vollkommen deplatziert wirkt. Und um eine politische Botschaft lässt sich ohnehin nur schwer eine spannende Story konstruieren. Wer jetzt immer noch leugnen will, dass Star Wars in Trümmern liegt oder dass arrogante Männer-bashende Superheldinnen wie Captain Marvel unsympathisch sind, der kann sich gerne ein Glas Soy Boy-Milk nehmen und heimlich hinter seinen Scheuklappen exen.

Deshalb sehe ich Thor Love and Thunder natürlich erstmal kritisch. Comic-Kenner regen sich gerade auf, dass bei dem gigantischen Schatz an Thor-Geschichten, die nachweislich weniger erfolgreiche Story um einen weiblichen Thor als nächstes verfilmt wird. Ich bin keiner dieser Harcore-Comic-Leser, weswegen ich gut mit dieser Auswahl leben kann. Es ist das aktuelle politische Klima, das mir dabei Sorgen bereitet. Trotzdem kommt es am Ende des Tages natürlich nur darauf an, was Taika Waititi aus dem Film macht. Und spätestens seit dem unfassbar unterhaltsamen Thor Ragnarök vertraue ich ihm eigentlich blind.

Deshalb freue ich mich auf einen bunten, humorvollen Superheldenfilm mit einer Heldin, die vielleicht einfach mal um ihrer selbst willen ein toller Charakter sein darf, ohne Bashing und Signaling auskommt und in eine fesselnde Geschichte eingebettet ist.

Denn SPOILER: Die kleine Gruppe von Leuten, die die politischen Botschaften vielleicht wirklich hören sollten, werdet ihr mit dem Knüppel nur weiter verärgern, mit einer wunderschönen Geschichte, die zu Herzen geht, jedoch aufweichen und mit eurer Botschaft beeinflussen, ohne dass sie es merken. Wisst ihr noch? Bei Das fünfte Element (1997) macht Hass den schwarzen Hassball, der auf die Erde zurast, nur noch größer. Liebe löst ihn am Ende auf. Just saying.

Über Thilo (1798 Artikel)
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1 Kommentar zu Wird Thor: Love and Thunder ein weiterer Lehrfilm für Minderbemittelte?

  1. Ich freu mich auf Thr,neben GOTG und Dr Strange sowie Ant-man meine Lieblings Marvelfilme

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