Archive for Januar, 2010

Star Wars Pilot erschreit sich Aufmerksamkeit

Es ist aber auch eine Schande. Nie werden die Randcharaktere mal ausreichend für ihre Leistung gewürdigt. Wenn Luke den Todesstern in die Luft jagt, mögen ihm zwar in erster Linie seine Jedi-Kräfte den Weg geebnet haben, doch was ist mit all den tapferen, aber entbehrlichen Jägerpiloten, die als lebende Schutzschilde viele Schüsse von Luke abgefangen haben? Ein Unterfangen wie das Zerstören der Hauptbasis des Bösen ist in keinem Buch oder Film nur das Werk eines Einzelnen, sondern stets ein “combined effort”. Die Pyramiden wurden schließlich auch nicht vom Pharao persönlich erbaut. Und doch bekommt er die ganzen Lorbeeren dafür, eventuell noch der Baumeister. Kein Wunder also, dass mal einer der vielen „menschlichen Schutzschilde“ um etwas mehr Aufmerksamkeit buhlt, wenn er schon sein Leben in einer Kamikazeaktion für die Gute Sache opfert. Habe immer noch Tränen in den Augen vom Lachen.

Alien rockt … äh rappt!

Zugegeben, ich bin absoluter Sci-Fi-Oldschool-Predator-Aliens-Fanboy, aber das Video ist auch so äußerst gelungen! Durch das Video bekomme ich gerade extrem Lust nochmal einen Alien-Filmabend zu veranstalten. Besonders zu Ehren des Action-Garanten James Cameron könnte man sich nochmal den bleihaltigen 2. Teil reinziehen und sich an hektoliterweise verspritztem Säureblut ergötzen. wann kommt eigentlich endlich der schon lange versprochene Alien 5? Da werde ich mich wohl demnächst mit Aliens vs. Predator 3 über die Zeit retten müssen…

Das BÄM Prinzip

Hohe Flexibilität und schnelle Reaktionen haben in den Reihen der Menschheit schon immer die Spreu vom Weizen getrennt. Schon bei den Steinzeitmenschen war eine instinktive und blitzschnelle Reaktion gefragt, wenn es darum ging Säberzahntiger zu kauen oder selbst gekaut zu werden. In der heutigen Zeit muss man als Marketing Manager schnell neue Trends erkennen und blitzschnell reagieren, um neue potentielle Cash-Cows zu melken so lange der Markt noch nicht überfüllt ist mit sabbernden Trittbrettfahrern. Das Video oben ist zuegebener Maßen nicht mehr ganz neu und dennoch veranschaulicht es recht adäquat dieses uralte Menschheitsprinzip, welches schon die Samurai in ihrem Bushido zu verinnerlichen suchten: Kompromisslose Determination, geboren aus in Fleisch und Blut übergegangenen Bewegungsabläufen, die dem aggressiven Handeln jeglichen potentiellen “Angreifers” zuvor kommt…

Conan 3 Darsteller

Conan 3 Darsteller

Gerade auf Topless Robot entdeckt: Marcus Nispel hat sich wohl entschieden und diesen Latino-Lutscher Jason Momoa als Hauptdarsteller für Conan 3 gewählt. Zugegebener Maßen kommt dieser dunkelhäutige Surfer Howards Romanfigur deutlich näher als der tumbe Steroid-Bolzen Schwarzenegger. Er hat mehr Intelligenz im Blick und sieht mehr nach einer Mischung aus slavischem und mongolischen Blut aus als Weißbrot Arnie es gekonnt hätte. Trotzdem bin ich mal gespannt wie der Typ im fertigen Film aussehen wird, denn eins ist klar: Er muß noch durch eine Hölle der Aufputschmittel, Wachstumshormone und Orgien des Bankdrückens, um der Stärke Conans auch visuell Tribut zu zollen. Happy weight lifting!

The Vampire Diaries – Massenkompatibler Mythos

Der kleine Vampir von Angela Sommer-Bodenburg hat bei mir vermutlich den Grundstein für mein Dasein als Vampire-Lover gelegt. Den Abenteuern von Anton Bohnsack im Kreis von Vampiren wie der Milch trinkenden Anna, dem fiesen großen Bruder des kleine Vamirs, Lumpi, oder dem krummnäsigen Friedhofswärter Geiermeier, durfte ich damals von meiner Mutter vorgelesen lauschen. Besonders das Flugpulver, durch welches ein Gewöhnlicher Umhang zu einem Flugumhang wurde oder das Parfüm von Tante Dorothee „Mufti Eleganti“ sind mir in Erinnerung geblieben. Mußte das toll sein mit wehendem Umhang durch die Nacht zu fliegen mit einem starken Vampirfreund an der Seite.

Ich weiß noch, dass ich dann in noch recht zartem Alter angefangen habe Vampire zu malen und meine Mutter jeden Tag gelöchert habe, endlich mal einen richtigen Vampirfilm sehen zu dürfen. Meine Mom war zwar strikt dagegen, weil sie korrekter Weise einen Drakula Film mit der bleichen Visage von Christoper Lee für nicht ganz meines Alters angemessen hielt. Mein Vater gab jedoch irgendwann mit den Worten „aus Schaden wird man klug“ entnervt nach. Ich habe natürlich Nächte lang davon geträumt wie Drakula im Sonnenlicht die Finger aufplatzen und seine bescheidenen Überreste als Aschehäufchen davon geweht werden. Lektion gelernt.

In den folgenden Jahren, besonders während des Studiums, habe ich in illustren Runden bei Cola und Pizza als Vampir des Gangrel Clans die nächtlichen Straßen erfundener Städte unsicher gemacht und das ein oder andere schlechte Remake der alten Nosferatu- und Drakula-Filme gesehen. Doch nur einer hat mich nachhaltig begeistert: Interview mit einem Vampir. Lässt man alle homoerotischen Anklänge mal beiseite, erfasst der Film alle verlockenden aber auch alle dramatischen Aspekte des Vampirdaseins: Mystische Kräfte, ewige Jugend und Immunität gegen Krankheiten im Tausch gegen den ständigen Blutdurst, permanente Dunkelheit und die zermürbende Ödnis des ewigen Lebens.

Der Vampir der Popkultur hat im 21. Jh. einige Veränderungen erfahren, einige amüsant, andere albern. Doch der neueste Trend in der Vermarktung dieses Mythos gefällt mir ganz und gar nicht. In einer allgemeinen „Pottermanie“ wird jede Legende und jeder Stoff aus Film und Literatur für ein jugendliches Publikum zugänglich gemacht. So hat sich in „Twilight“ der einstmals tragische Vampir in einen übermenschlich starken Vegetarier im Teeny-Alter verwandelt. Vampir sein bedeutet jetzt cooler sein als andere und ist die Ausformulierung des Emo-Daseins. Außerdem wird man im Sonnenlicht zu einer funkelnden Disko-Kugel, darauf stehen die Mädels. Mich bringen aber 18-jährige Topmodel-Vampire mit Checker-Blick und Gewinnerlächeln eher zum Würgen. Sämtliches Drama ist für die Katz und es ist beinahe eine Frechheit, dass bei den neuen „Dark X-men“ überhaupt noch von Vampiren gesprochen werden darf.

Leider unterscheidet sich auch die neue Vampir-Schmonzette „Vampire Diaries“ nicht wesentlich vom neuen Verkaufsmodell. Wieder gibt es einen „Edward“ mit furiosen Augenbrauen in Nahaufnahme und eine süße „Bella“ mit Reh-Augen. Diesmal kann der Teeny mit langen Eckzähnen das Sonnenlicht des Schulhofs dank eines mystischen Rings ertragen. Na wenigstens, kann man ihm den abnehmen, um sein dümmliches Lächeln abzufackeln. Ansonsten wurde noch ein böser Bruder mit dem vielsagenden Namen „Damon“ dem Mix hinzu gefügt, der sowas wie die Schattenseite des Protagonisten sein soll. Dieser gibt sich dem Blutrausch genauso hemmungslos hin, wie der menschliche Bruder der angeschmachteten Elena seinem gelegentlichen Drogenrausch. Tolle Parallele und pädagogisch wertvoll: Die bösen Brüder der Hauptdarsteller nehmen „Drogen“, um mit ihren Problemen fertig zu werden. Nanana! Ansonsten kommt der Film mit allerlei Effekthascherei wie Nebel und schwarzen Raben beim Auftreten von Damon, sowie reichlich pseudo-philosophischem Teeny-Geschwätz daher. Insgesamt darf sich Vampire Diaries in meinen Augen nur geringfügig besser als Twilight nennen. Wo einstmals Vampire Cop „Nick Knight“ oder „Der Clan der Vampire“ im deutschen Fernsehen versagte, dürfen jetzt feuchte Emo-Träume über die Matscheibe flimmern. Different actors – Same fail.

And the winner is: Der goldene Kompass

Von allen Herr der Ringe – Trittbrettfahrern darf es sich dieser Film behaglich auf dem untersten Platz gemütlich machen. Alkoholiker-Eisbären, Kinder mit sprechenden Dämonen-Tieren und ohne Besen fliegende Hexen auf der Suche nach dem mystischen „Staub“ aus einer anderen Dimension.

Wie bitte?

Zugegeben, ich habe das Buch nie gelesen, aber der Film hat mich auch nicht gerade mit der tiefen Sehnsucht erfüllt das schnellst möglich nach zu holen. Und wie bitteschön haben sich Schauspieler wie Nicole Kidman (ok, vermutlich alt und verzweifelt) oder Daniel Craig für die Scheisse verpflichten lassen? Ich meine auch noch die sexy Eva Green (Casino Royal) als Hexe ausgemacht zu haben. Dieses Aufgebot bestätigt mich mal wieder in meiner Vermutung, dass die Hollywood-Nutten entweder für Geld alles machen, nie die Drehbücher vorher lesen oder von ihren hirnamputierten Managern dazu verdonnert werden. Nach dem Coca Cola-Weihnachtmann in Narnia dachte ich eigentlich es könnte nicht mehr schlimmer kommen. Er lächelte und es kam schlimmer…