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Filmkritik: Troll Hunter – Beste Mockumentary

8 von 10 Trollschleim-Pfützen Die Mockumentary Troll Hunter“ möchte uns weismachen, dass sie ein Zusammenschnitt von echten Amateur-Aufnahmen einer gefundenen Filmrolle ist. In seinem ersten Film geht Regisseur André Øvredal einfach mal davon aus, dass es in ganz Norwegen verschiedene Arten von Trollen gibt, deren Existenz allerdings schon immer von der Regierung geheim gehalten wurde. Troll Hunter ist nicht die erste Pseudo-Dokumentation, doch für mich definitiv die beste. Sie ist nicht ganz so nervenaufreibend und real wie Blair Witch Project, aber dafür ist die Kameraführung auch nicht ganz so verwackelt und die Schauplätze beschränken sich nicht nur auf ein Campingzelt von innen und 5 Bäume drum herum. Troll Hunter fühlt sich auch nicht so schön apokalyptisch an wie Cloverfield, aber dafür sieht man viel mehr von den eigentlichen Monstern. (leichte Spoiler):

Ganz schön stark son Troll...

Die Story bzw. „Der Ablauf“ der vergnüglichen, pseudorealistischen Filmaufnahmen ist dabei wie folgt: Eine Gruppe von Studenten hat sich vorgenommen einer unerklärlichen Reihe von Todesfällen in der Umgebung auf die Spur zu kommen, welche angeblich auf das Konto von Bären gehen soll. Dabei stoßen sie auf Großwildjäger Hans, eine Art norwegischen Indiana Jones, den sie heimlich verfolgen. Als dieser sie zur Rede stellt, kommt heraus, dass Hans ein staatlich beauftragter Troll-Jäger ist, der inkognito sicherstellen soll, dass die seltenen Viecher in Ihren menschenleeren Gebieten bleiben. Weil Hans jedoch einsam ist oder weil er scheinbar die Schnauze voll von der Geheimniskrämerei hat, nimmt er die neugierigen Studenten mit auf die Troll-Jagd.

Natürlich zweifeln die Studenten zunächst an der Existenz der Fabelwesen, müssen jedoch bald lernen, dass es tatsächlich verschiedenste Arten von Trollen gibt, welche man mit Sonnenlicht versteinern oder sogar in die Luft jagen kann. Und genau an den Stellen macht Troll Hunter Laune: Wir dürfen Zeuge werden, wie die Troll Hunter verschiedensten Arten wie zweiköpfigen Trollen, Brückentrollen, Höhlentrollen oder Riesentrollen auf die Spur kommen. Für Monsterfans wird allerhand geboten, ohne nach Cloverfield –Manier einfach nur fortwährend den Speichelfluss anzuregen ohne den Monsterhunger zu befriedigen.

Konzentrierte Troll-Essenz? Ich hab vorher auch schon so gerochen...

Eine Schwäche des Films ist sicherlich die teilweise nicht ganz überzeugende Dramaturgie. Denn die Kids reagieren auf die Fantasy-Wesen, meiner Meinung nach, nicht immer ganz realistisch. Sogar als einer von Ihnen das Leben verliert, ist dies für die anderen kein Grund lange zu trauern oder gar die Troll-Jagd abzubrechen. Das tut dem Film insgesamt aber keinen Abbruch, denn man möchte ja, dass die lebensmüden Studenten noch möglichst viele Troll-Arten vor die Linse bekommen. Außerdem sieht man so mehr von den wirklich gelungenen Landschaftsaufnahmen, die mir noch mal die wilde Schönheit Norwegens vor Augen geführt haben.

Über Thilo (1571 Artikel)
Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.

3 Kommentare zu Filmkritik: Troll Hunter – Beste Mockumentary

  1. George The Man // 6. September 2011 um 15:54 // Antworten

    Oh, auf den freue ich mich schon länger!

  2. Die Stelle mit dem furzenden Troll in der Höhle war genial ( wie so´n langhaariger Metaller… ) . Aber gab es nicht auch einen dreiköpfigen Troll ?

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