From Beyond:

Why not: Ich mach mal mit beim Media Monday #195

opening scenes Star Wars

1. Star Wars Episode 3 ist wirklich ein Film gewordenes Computerspiel, schließlich wurden hier scheinbar einfach schicke ingame Cutscenes aneinander gereiht, die von belanglosen Dialogfetzen zusammengehalten werden. Echt schade, dass George Lucas bei den Prequels in erster Linie seinen CGI-Fetisch ausgelebt und erinnerungswürdige Charaktere oder eine halbwegs nachvollziehbare Story für zweitrangig erklärt hat. Auch wenn ich den eher düsteren Episode 3 für den besten der „neuen Alten“ halte – die Frankenstein-Vader-Szene mit Unwetter und Blitzen ist nach wie vor grandios – so ist der Film dennoch in erster Linie Eye Candy und leider nicht viel mehr. Als sich bei der Eröffnungsszene damals im Kino die Kamera hinter die Jäger von Obi Wan und Anakin klemmte und wir in Ego-Perspektive durch eine Raumschiffschlacht über Coruscant rasen durften war klar: Wir sind in einem Zeitalter angekommen, in dem Computerspiele und Filme kaum noch zu unterscheiden sind. Wenn ich das mal mit dem Opener von Star Wars Episode 4 vergleiche ist der Unterschied schon frappierend. Da gab es dieses fliegende Bügeleisen, namens Sternenzerstörer, über einer uniformen Planetenoberfläche und das wars. Trotzdem war fast alles, was folgte, besser.

2. Die Figur des Lestat wird in Interview mit einem Vampir von Louis und Claudia gnadenlos verheizt und das, obwohl ihnen klar sein müsste, dass der uralte und mächtige Lestat ins Wasser springen, sich an ekligem Sumpfgetier langsam wieder hoch peppeln und dann ziemlich angepisst zurückkehren würde.

3. In Mila Kunis bin ich regelrecht vernarrt, denn ihre großen, braunen Reh-Augen können einen Mann ziemlich locker um den Verstand bringen. Ich bemerke die Tendenz, dass ich dazu neige neuen Filmen schon im Vorfeld sehr wohlwollend gegenüber zu stehen, wenn sie eine tragende Rolle darin hat. Dass ich entgegen vieler anderer Kritiker Jupiter Ascending ziemlich knorke fand, hat damit aber überhaupt nichts zu tun! Ok, fast nichts. Ok, nicht so viel, wie ihr jetzt vielleicht denkt. Naja, es ist nur eine Frage der Zeit, wann Mila erkennt, dass Ashton Kutcher ein selbstverliebter Idiot ist, und sie eigentlich für den schönsten, smartesten und lustigsten Menschen der Welt bestimmt ist: FÜR MICH!

4. Mit einer der besten Sprüche im wahnwitzigen Film Shoot ‚em up ist „Esst mehr Gemüse“, als Clive Owen dem Bösewicht die Karotte in die Gurgel rammt! Keine Ahnung, warum mir das als erstes eingefallen ist, da es doch so viele geile Sprüche in Filmen gibt. Vermutlich ein verzweifelter Versuch meines Gehirns mich daran zu erinnern, dass ich meinem Körper auch mal wieder ein paar Vitamine zuführen könnte. Ich werde beim Essen von spitzem Gemüse allerdings extrem vorsichtig sein. Einmal beim Essen gestolpert und es kann vorbei sein.

5. Dexter ist in meinen Augen die meiste Zeit völlig spannungsarm, weil klar ist, dass er am Ende wieder seinen Spritzanzug anzieht und eine Leiche zersägt. Tolle Wurst. Viele haben bereits versucht mich zu bekehren, doch nach 4 oder 5 Folgen bin ich vor Langeweile fast gestorben. Mag ja sein, dass die Serie noch „total abhebt“ und super geil wird, aber wenn ein Konzept schon mehrere Folgen Zeit hatte mich zu überzeugen, dann ist der Zug (meiner Geduld) erst mal angefahren. Dafür gibt es dieser Tage einfach zu viele bessere Alternativen in der Serienwelt.

6. Erwartet hatte ich mir von Hansel & Gretel: Witch Hunters wirklich nicht viel und jetzt ist es einer meiner liebsten Filme, denn er spricht recht unumwunden meine Trash-Ader an. Ich kann mich nur wiederholen: Wenn ein an Diabetes erkrankter Hansel in der deutschen Version des Films auf Englisch sagt „Don’t eat the fucking candy!“, dann ist das „BEYOND AWESOME“! Schleimige Kung fu-Hexen im Wald und eine geile Gemma Arterton im Ledermieder tun da ihr Übriges. Aber, wer mich kennt, weiß ja, dass ich manchmal seltsame Guilty Pleasures habe

7. Zuletzt gesehen habe ich die ULTRA spannende Mini-Serie Ascension und das war leider nur bedingt clever, weil ich nun erfahren habe, dass der Sender doch keine zweite Staffel bestellen möchte. Ich kann mir jedoch beim besten Willen nicht erklären warum, denn das Mystery-Konzept, das mit doppeltem und dreifachem Twist aufwarten kann, hätte so unglaublich viel Potenzial gehabt. Ich kann da nur ein Versagen der Marketing-Abteilung vermuten. Denn wenn mehr Leute die Serie gesehen hätten und vor Freude ausgeflippt wären, dann würden wir uns bestimmt an noch vielen Staffeln erfreuen können. SCHEIBENKLEISTER!

Diesen Linkbait habe ich gefressen, weil ich der Blutspur von Greifenklaue zum Medienjournal Blog gefolgt bin. Bei letzterem könnt ihr die ursprünglichen Fragen (bei mir im Text dick gedruckt) und andere Beiträge nachlesen.

Über Thilo (1495 Artikel)
Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.

2 Kommentare zu Why not: Ich mach mal mit beim Media Monday #195

  1. Willkommen in der Runde 🙂

    Schöne Antworten, nur bei „Dexter“ kann ich dir nicht zustimmen. Zumindest die ersten 4 Staffeln sind famos. Danach kann man ruhig aufhören…

  2. Bin bisher bei „Dexter“ bis Staffel 2 gekommen. Die erste ist tatsächlich zäh wie Kaugummi und man braucht eine Weile um dort rein zu kommen. Die zweite entschädigt dann aber für die Qualen und überzeugte mich komplett.

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