Bait 3D – Haie im Supermarkt! Wait, what?

Da bald wieder Halloween ist, müssen meine Posts jetzt deutlich gruseliger werden. Deshalb lösche ich nicht wie gewohnt alle Mails, die ich über diverse Presseverteiler bekommen habe, sondern werfe ein Auge auf Bait 3D.

Scheinbar wird am 21. Februar 2013 über den Verleih von SquareOne Entertainment und Universum Film ein weiterer Horrorfilm der Kategorie „Animal Horror“ im Kino laufen. Beeindruckend, dass es seit Deep Blue Sea, meinem Lieblings Hai-Film, überhaupt mal wieder ein Horrorstreifen dieser Art ins Kino schafft, denn in letzter Zeit sind mutierte Riesenhaie und andere fiese Fischlein ja unverzichtbare Eckpfeiler von Spartensendern wie dem Scyfy Channel geworden.

In Bait 3D wird ein unterirdisch gelegenes Einkaufszentrum an der Küste Australiens nach einem Tsunami komplett unter Wasser gesetzt. Natürlich sind die Einkaufenden von der Außenwelt abgeschlossen und es haben sich zwei große weiße Haie in die überfluteten Gänge verirrt. Let’s fetz!

Doch diese moderat an den Haaren herbei gezogene Story ist noch gar nichts gegen die irrwitzigen Auswüchse, welche der Hai-Horror seit seiner Geburtsstunde mit Der weiße Hai (bzw. „Jaws“ im Original) in den letzten Jahren im Zuge neuer Spezialeffekte entwickelt hat.

Haie sind für den B-Movie-Sektor aber auch in vielerlei Hinsicht ein – Achtung: Wortwitz – gefundenes Fressen. Die Biester sehen mit ihren gnadenlosen Augen und den unheilig vielen Zahnreihen einfach so was von furchteinflößend aus. Außerdem schlagen sie in einem Element zu, in dem der Mensch nicht zu Hause und damit klar unterlegen ist. Im Wasser sind Menschen für Haie theoretisch lediglich Futter wie jedes andere Wesen auch. Doch der Horror ist ohne Probleme zu multiplizieren, wenn man das Jagdgebiet des Hais mit der Brechstange erweitert:

In jüngeren Filmchen der Tierhorror-Sparte „Haie“ können die Raubfische auch schon mal durch Sand oder Schnee schwimmen. Oder der sadistische Regisseur lässt den “Superhaien” einfach gleich Füße wachsen und an Land Amok laufen.

Offensichtlich reichen für den routinierten Horrorfilm-Konsumenten dieser Tage normale Haie ohnehin nicht mehr aus. Mutierte Haie, die Opfer mit Tentakeln ins Maul ziehen können, Dino-Blut oder 2 Köpfe haben, sind doch viel lustiger. Und effektiver!

Und wenn die Haie alleine nicht mehr reichen, werden sie eben mit anderen Monstern wie Riesenkraken, Megakrokodilen oder entnervten Kassiererinnen gemischt. Wer da zwischen die Fronten gerät, wird gnadenlos zerrieben.

Doch eines haben alle diese Horrorfilme gemeinsam: Das gute alte Rezept „Blut und Brüste“. Lächerlich langsam davon schwimmende und hysterisch kreischende Bikini-Schönheiten gehören zum Hai-Horror wie das Tzatziki ins Gyros. Die Mädels scheinen den Haien einfach besser zu schmecken als haarige Rettungsschwimmer oder andere Fische… Spucken die das Silikon eigentlich wieder aus?

Über Thilo (1139 Artikel)
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