Es kann nur einen geben: Sir Sean Connery

Du kannst nicht sterben. Akzeptier’s! Highlander (1986) © 20th Century Fox

Immer wenn du denkst, dass 2020 dich jetzt lange genug mit dem Kopf unter Wasser gedrückt hat, flattert die nächste Hiobsbotschaft rein:

Der unvergleichliche Sir Sean Connery ist im Alter von 90 Jahren gestorben.

Nicht viele Todesnachrichten treiben mir die Tränen in die Augen.

Als vor einigen Tagen meine Oma mit fast 90 gestorben ist, hatte ich Tränen in den Augen.

Und obwohl ich den Mann nie persönlich gekannt habe, habe ich auch bei Sean Connery Tränen in den Augen. Aber – ähnlich wie bei meiner Oma – nicht, weil er gestorben ist…

Warum sollte ich weinen, wenn ein 90-jähriger Greis, dessen Lebensqualität vermutlich schon sehr lange zu wünschen übriglässt, endlich in den Kreislauf des Unaussprechlichen zurückkehren darf?

Es ist ja nicht so, als hätte Sean Connery noch sein ganzes Leben vor sich gehabt… oder als würden uns nun viele großartige neue Filme mit ihm entgehen.

Nein, ich weine aus Ergriffenheit angesichts der Einzigartigkeit und Schönheit, die sich in diesem Menschen zu seinen Lebzeiten manifestiert hat. Und aus Dankbarkeit für die vielen unterhaltsamen Momente, die er mir durch die Ausübung seiner „Kunst“ beschert hat.

Ich weine aus Nostalgie und bittersüßem Schmerz, weil mit ihm wieder ein Teil meiner Kindheit gestorben ist und die Ära MEINER Stars sich unwiderruflich dem Ende zuneigt.

Christopher Lee, Loriot und so viele andere sind bereits verstorben. Nun auch noch 007.

Bald werden Arnie, Sly Stallone und andere Ikonen der 80er und 90er das Zeitliche segnen. Das rückt auch die eigene Sterblichkeit wieder näher in den Fokus…

Und letztlich stirbt mit einem tollen Schauspieler wie Sean Connery auch immer ein Persönlichkeit, die in meiner Wahrnehmung unsterblich ist. So ein Star sollte doch unantastbar sein… Da hat selbst der Sensenmann seine Finger von zu lassen!

Aber im Grunde will ja doch niemand ewig leben

Wir sehen uns wieder, spanischer Pfau.

Und bis dahin bist du in meiner Erinnerung unsterblich.

Über Thilo (1885 Artikel)
Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.

4 Kommentare zu Es kann nur einen geben: Sir Sean Connery

  1. Oh man…
    ein großartiger Schauspieler und sein Image war immer sehr sauber.
    Ich mochte ihn, vermutlich kannte ich ihn nur als Schauspieler, sehr.
    Filme wie James Bond, Highlander, Jagd auf Roter Oktober aber vor allem Zardoz kommen noch heute in meiner Evergreen-Videothek vor.
    Er war Teil meiner Jugend und seine Filme haben geprägt. Möge sein Werk niemals vergessen werden.

    • Ja, da hast du die wichtigsten Rollen genannt vermutlich… Wiege der Sonne oder The Rock fallen mir noch ein. Er war auf jeden Fall immer ein guter Schauspieler, auch wenn in den späten 90ern und den 2000ern auch mal schlechte Filme dabei waren, an die sein Talent vergeudet war… 🙂

  2. Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich habe genau das Gleiche gefühlt und gedacht. So viele tolle Kindheitserinnerungen verbinde ich mit den zahlreichen Filmen, denen er durch sein Schauspiel den Stempel aufgedrückt hat. Da wären zum einen die zahlreichen Bond-Klassiker, die ich als kleiner Junge in Form von Papas VHS-Sammlung verschlungen habe. Und da wäre zum anderen seine Rolle als Henry Jones im dritten Indiana Jones-Teil, den ich sowohl als Film als auch als Amiga-Spiel förmlich aufgesaugt habe. All diese medialen Eindrücke sind fest in mir eingebrannt, und Thilo, du hast so recht, dass einem das wirklich schmerzhaft die eigene Vergänglichkeit vor Augen führt. Ich habe immer schon bei meinem Vater beobachtet, wie er es wehmütig kommentiert hat, wenn seine „Jugendstars“ von uns gegangen sind… und ja, genauso lang- wie unaufhaltsam, geht das nun auch bei uns los bzw. weiter – denn auch bei Loriot ging es mir wie dir… schon verrückt. :-/

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