3 Gründe warum ich gerne (besoffen) mit Duplo spiele

Kinder sind was Tolles. Also, wenn man es schafft das erste Jahr zu überleben. Mit all den Kackwindeln, dem Schlafmangel und dem dringenden Bedürfnis den eigenen Nachwuchs mit Anlauf an einer Wand zerschellen zu lassen. HADUKEN! Wuäääääääääääää! Ka-LATSCH! HÄHÄHÄ!

Denn dann beginnt für alle Väter die deutlich angenehmere Phase, in der mit längst vergessenem Spielzeug abgenerded werden darf. Einige munkeln sogar, dass sich von Berufsleben, wilden Sexorgien und generell vom Leben gelangweilte Männer nur deswegen Kinder anschaffen.

Doch eigentlich dachte ich, dass ich noch deutlich länger auf diesen Moment warten müsste. Also, bis ich endlich Plastikritterburgen kaufen, mit Super Soakers ballern und He-Man aus der Versenkung holen darf. Doch wie sich herausstellt, lässt sich auch schon mit dem Spielzeug eines 2,5-jährigen Spaß haben. Ich spreche natürlich von den bunten Klötzchen der Prä-Lego-Phase: DUPLO!

Und neulich, als ich mit besoffenem Kopp versuchte mit meinem Duplo-Godzilla das Duplo-Haus meines Duplo-Sohnes (äh ohne Duplo) einzureißen, traf mich die Erkenntnis warum. Sogar dreifach:

  1. Die dicken Klötzchen erinnern total an Minecraft! Sie sind fast quadratisch und entwickeln für mich beim Bauen einen sehr ähnlichen Charme. Nur dass die Zerstörungskraft der Creeper einzig in den Händen meines Sohnes liegt, wenn „Papa doof gemacht hat“.
  2. Bauen, Basteln und beim Anblick von Spielzeug aus der eigenen Kindheit nostalgisch werden liegt ohnehin in der Natur des Mannes. Auch ohne den angenehmen Minecraft-Vibe macht es einfach Spaß mit Junior Raumschiffe, Burgen oder das DING da unten zu bauen:

  1. Und daraus ergibt sich auch unweigerlich der dritte Grund für abhebende Spaßraketen: Das Spielen, die Abenteuer und Geschichten, die man sich mit Junior ausdenkt. Die, zugegebener Maßen, alle kleinkindgerecht CRAZY AS FUCK sind. Ich kann mal kurz beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist, bzw. welche Tragödien sich dort zugetragen haben.

Oben ist ein Feuerwehrhaus, in dem ein Feuerwehrauto geparkt ist, das von einer Katze gefahren wird. Die Tür führt direkt in einen Supermarkt, in dem man alles Mögliche kaufen kann, unter anderem, wilde Tiere. Deshalb steht auch häufiger das Ordnungsamt und die Polizei vor der Tür. Auch wegen des ungesicherten Balkons und Dachbereichs, zu dem eine Treppe hochführt. Vorläufig übergekocht ist der heikle Brei, als eine Oma, wegen des fehlenden Geländers, oben von der Treppe in die Eier geflogen ist, dort vom Rand abgebprallt, und mit gebrochenem Genick und rohen Eiern besudelt vom Tisch in den Abgrund geflogen ist. Deshalb steht vorläufig der Sicherheitsmann oben auf der Treppe und passt auf. Bin mir aber nicht sicher, ob der lange größeres Unheil abwenden kann. Denn ich habe ein Raumschiff und Godzilla gesichtet. Die greifen aber erst an, wenn Junior aus der Kita zurück ist. Noch dudelt chillige Fahrstuhlmusik durch die Gänge des Supermarktes. Die Ruhe vor dem Sturm.

Über Thilo (1139 Artikel)
Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.