Backrooms Creepypasta ist creepy

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9 von 10 verstörenden Möbelhäusern
Wart ihr schon mal alleine in einem Möbelhaus? Zum Beispiel im Ikea, ganz früh morgens, spät abends oder weil man euch Deppen eingeschlossen hat? Wenn dort kaum noch jemand ist und man mutterseelenallein durch die ausgestorbenen Gänge voller künstlich-arrangierter Möbel wandelt?
Also… vielleicht geht’s ja auch nur mir so, weil ich eine überbordende Fantasie habe, aber ich finde verlassene Möbelhäuser borderline verstörend.
Genau wie riesige leere Büroräume, Lagerhäuser oder Einkaufspassagen.
Da braucht es gar keine dunklen Ecken, Monster oder Blutlachen. Der bloße Anblick so eines Labyrinth-artigen Komplexes ist creepy. Mit diesem seltsamen Gefühl, dass „etwas nicht stimmt“, ohne dass eine konkrete Gefahr erkennbar ist.
Dieser traumähnlichen und abstrakt-bedrohlichen Atmosphäre sogenannter “Liminal Spaces” bedient sich auch Kane Parsons Debüt-Film Backrooms.
Ihr wisst gar nicht was Creepy Pasta ist?

Der Begriff setzt sich aus “creepy”, also “gruselig”, und “paste” von “copy & paste” zusammen, weil es eine Gruselstory ist, die im Internet verbreitet (kopiert) wurde.
Dazu gehören nicht nur die Backrooms, sondern auch viele andere “Urbane Legenden”, wie z.B. der Slender Man oder der Spielautomat Polybius von der erfundenen Firma Sinnenlöschen.
WENN sie denn erfunden ist… MUAHAHAHAHA!
Verstörende Internet-Gerüchte, die auch davon leben, dass manche Leute sie für wahr halten, haben mich schon immer sehr fasziniert. So sehr, dass ich sie schon in einige meiner Romane eingebaut habe. Der Polybius z.B. spielt eine wichtige Rolle im dritten Teil meiner Debüt-Reihe: M.A.Y.A.: Ritter der Apokalypse.
Doch was macht den Film Backrooms nun so besonders?
Geniale Atmosphäre kostet 10 Millionen Dollar

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Und das ist echt wenig!
Ich feiere so hart ab, dass zurzeit irgendwelche Youtuber mit Filmperlen wie Obsession (den muss ich dringend auch noch gucken) oder Backrooms so erfolgreich sind und riesige Firmen wie Disney richtig alt aussehen lassen.
Wenn ich es richtig recherchiert habe, dann hat Kane Parsons mit Backrooms für gerade mal 10 Millionen Dollar einen Atmosphäre-triefenden Trip geschaffen, der am Startwochenende schon 118 Millionen Dollar eingespielt hat. Da schauen Blockbuster wie Motu (leider unverdient) oder Mando & Grogu dumm aus der Wäsche.
Insgesamt soll er schon 250 Millionen eingespielt haben.
Daran sieht man mal wieder, dass geile CGI und lächerlich teure Hollywoodschauspieler nicht alles sind.
Mit einer guten Story, handwerklichem Geschick und echten Kulissen hat Kane Parsons ein Werk geschaffen, dass mich an den Kinosessel fesselt.
Angeblich ließ er fast 3 Quadratkilometer Labyrinth bauen, in dem sich regelmäßig Cast und Crew verirrten… zu geil.
Ich liebe auch, wie er es schafft, dass die Grenzen zwischen den Backrooms und der richtigen Welt verschwimmen. Wir haben als Zuschauer ständig das Gefühl, dass eine Szene der richtigen Welt durch ihre sich wiederholenden Muster genauso gut in den Backrooms spielen könnte.
Sehr gut zeigt sich so eine “fließender” Übergang auch am Keller des Möbelhauses in dem der Protagonist, perfekt gespielt von Chiwetel Ejiofor, arbeitet. Der große Raum mit den spärlich verteilten Möbeln wirkt so konstruiert und seltsam, dass sich meine Nackenhaare aufgestellt haben.
Besonders gelungen ist auch der Einsatz von verstörenden Geräuschen und einer leicht veralteten Optik. Mit einer Mischung aus “Found Footage” wie bei Blair Witch Project z.B. und einer Ästhetik der frühen 90er hat der Regisseur für mich einen modernen Klassiker des “Analogen Horrors” geschaffen.
Das Geniale an dieser Darstellungsweise ist, dass sich durch die schlechte Bildqualität der VHS-Optik Schwächen bei Kulissen oder Spezialeffekten kaschieren lassen. Die ganze leicht trashige Präsentation mit Bild- und Tonverzerrungen passt einfach herrlich zu der alptraumartigen Atmosphäre in den Backrooms.
Diese Analog-Horror-Optik hatte der Regisseur auch schon gewinnbringend für seine Web-Serie “Backrooms” genutzt, die ihm überhaupt erst den Deal für den Kinofilm einbrachte.
Muss man aber nicht gesehen haben, um den Film zu verstehen. Ich glaube sogar, dass Backrooms ohne Kenntnis der Serie noch besser, weil noch verstörender ist.
Fazit: Besucht die Backrooms!

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Ich will jetzt auch gar nicht groß den Plot spoilern. Das wäre bei einem Horrorfilm eher kontra-produktiv.
Kane Parsons hat ein sehr ruhiges und verstörendes Werk geschaffen, das auf metaphorischer und realer Ebene labyrinthartige Strukturen aufzeigt, in denen wir uns immer wieder mit Ansage verirren. Allein diese Erkenntnis macht den Film schon creepy…
Endlich mal wieder ein (Horror-)Film, der sich wohltuend vom Mainstream absetzt und zeigt, dass noch viele gute Ideen auf ihre Umsetzung warten!
Eine Creepy Pasta wie die Backrooms bietet auf jeden Fall eine geniale Grundlage für Spannung und Mystery.
Hm… man müsste mal einen Roman über Leute schreiben, die so ein mysteriöses Gänge-System finden und immer weiter darin vordringen, um ihm seine Geheimnisse zu entlocken…
Ach, WARTE!
Habe ich ja gemacht! LOL!
In Liams Labyrinth: Der Todes-Dungeon passiert ja genau das. Und das Abenteuer startet sogar auch, wie in Backrooms, mit einer aufgemalten Tür.
Sachen gibt’s…






