Was, wenn Superman Ir(r)e wäre?

Die wahre Heimat Supermans

Die Geschichte Supermans hat sich über die Jahrzehnte mehrfach geändert. So grob geschätzt siebzehntausend Mal (Author neigt zur Übertreibung).

Superman1

Egal was ihr auch denken mögt, oder welche Variante euch am liebsten ist, Superman landete mit seinem Raumschiff als Baby irgendwo in einer Farmgegend der USA. Genauer gesagt in dem schönen Smallville. Da konnte er als Kind frei über die Wiesen hüpfen, hausgemachten Kuchen schnabulieren und so richtig fesch mit den anderen Kindern Baseball spielen. Seine liebenden „Eltern“ sprachen gutes Englisch und dank ihnen ist Superman auch ein richtig netter Chorknabe geworden und auch geblieben. Gut für uns.

Was aber wäre gewesen, wenn das Raumschiff nicht in so einer wunderbaren, landschaftlichen Idylle gelandet wäre sondern…mitten in Cork – Irland?

Da ich mich manchmal auch wie Superman fühle (und dann ein paar Kilometer laufe und weiß, wie falsch ich liege) und rein zufällig in Cork wohne, werde ich der Sache mal genauer auf den Grund gehen.

Eltern – Ich bin dein Vater, Dude!

Wie schon beschrieben sind Clarks Eltern tolle, nette Farmer, welche in ihren Holzfällerhemden inmitten der Ähren und der Landarbeit immer eine gute Figur machen. Da ist eine Scheune um Clarks Alienausrüstung zu verstecken und immer warmes Essen auf dem Tisch. Sein Daddy erklärt Clarkyboy auch, wie er seine Kräfte einzusetzen hat (am besten NIE, auch nicht, wenn mich ein Orkan wegzwierbelt, HAST DU DAS VERSTANDEN JUNGE!?).

In Cork wäre er mit etwas Pech an zwei, vielleicht ebenso freundliche, aber weitaus weniger arbeitskräftige Hillbillies geraten. Der typische Corker „Swag“ sieht auch keine Hemden vor, sondern Jogginganzüge. Man will ja schnell in den nächsten Pub kommen. So könnte Superman seine blauen Leggins allerdings immer tragen. Würde hier nicht weiter auffallen und höchstens mit dem Zuspruch: „TIGHT“ kommentiert werden. Platz für seine „Alienware“ hat hier auch keiner. Dat wird bei Ebay verscherbelt der Ramsch.

Umgangsformen – WAT HAS DU GESAGT?

Damit wären wir auch bei seiner Sprache. Den Corker Akzent verstehe ich auch nach Jahren noch immer kaum. Anders ausgedrückt, manch einer klingt hier, als hätte er morgens schonmal Whiskey ins Porridge gemixt, sicherheitshalber. Ich sag bei Unterhaltungen einfach immer „Ja ja“ und nicke zustimmend. Man will ja freundlich sein.

Wir hätten also einen Helden, den außerhalb Irlands kaum einer wirklich verstehen würde. Sorgt euch aber nicht. Superman würde Irland nämlich nie verlassen. Er wäre generell auch wesentlich relaxter. Iren haben alle Zeit der Welt, sei es morgens auf dem Weg zur Arbeit oder als Klemptner, um dein undichtes Wasserrohr zu reparieren.

Szene nachgestellt: „Hey Superman, da hängt ein Lastwagen von der Brücke, hilf uns!“ „Glisch, isch muss hier erst ins Father Ted zuende lure‘!“ (Warum ich den Akzent mit einem schlechten Kölner Akzent wiedergebe liegt einzig daran, dass Cork die Partnerstadt von Kölle ist!)

Dank hiesiger Pubs (selbst winzige Käffer haben hier teilweise 20) wäre Superman auch weitaus ungehaltener. Saufen ist anstrengend! Also lieber nicht auf seine Hilfe verlassen.

Aussehen: He’s got the look

Badsupy

Superman sieht aus wie aus dem Ei gepellt. Klar, seine Gene bleiben auch in Cork die Gleichen, allerdings sehe ich ihn schonmal mit Bart. Langem Bart. Auch die geleckte Frisur ist weg, fast ganz weg, jawohl. Hier wird noch mit dem elektrischen Rasierer geschnitten. Ruck Zuck fott damit. (nebenbei wie schneidet der sich eigentlich wirklich die Haare?)

Wir sind nun mittlerweile also bei einem leicht angesäuselten, bärtigen Mann mit Kurzhaarfrisur, der gerne im Pub sitzt und vermutlich auch Lieder trällert. Und er liebt Cork. Cork ist das Zentrum der Galaxis für ihn. Er würde aber auch eh nicht wegfliegen können. Warum nicht?

Phänomenale kosmische Kräfte – winzig kleiner Lebensraum!

Die hat er eben nicht! Superman bekommt seine Kräfte, weil seine Zellen die ganze Zeit verstrahlt sind. Total verstrahlt. Von unserer Sonne, die ihm Energie gibt. Tja, dumm nur, dass Cork so ziemlich das Zentrum für Regenfälle und ein wahrer Wolkenmagnet ist. Selbst Obi-Wan sagte, wenn es einen lichten Punkt im Universum gibt, dann ist Cork am weitesten davon entfernt.

Zugegeben, im Sommer hätte Superman vermutlich etwas mehr Power. Sicherlich auch den ganzen Sommer lang – also etwa einen Tag.

Fazit – Das S steht für Sláinte

Fazitsuperman

Vielleicht ganz gut, dass Superman nicht in Irland gelandet ist. Erstens wäre Lex Luthor vermutlich schon President und zweitens, und wesentlich wichtiger, könnte ich mein Superman Shirt nicht mehr ruhigen Gewissens anziehen und beim Joggen für 10 Minuten denken: „Boah bin ich krass“.

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5 Kommentare zu Was, wenn Superman Ir(r)e wäre?

  1. Danke für diese „Musings“. Musste sehr über den unrasierten, besoffenen und im Regen Irlands größtenteils seiner Kräfte beraubten Superman lachen 😉

  2. Da können wir ja froh sein, dass Supi kein Ire ist XD Wobei *grübel* mir eh egal, ich bin ein Batman-mädchen *grins*

  3. ……….also mein Heimatdorf mit mehr Kneipen, dies Cork.
    …….und die scheiß Sonne strahlt da nicht.
    …….ich WILL DAHIIIIIIIN!!!!

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