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Die 10 geilsten Fahrzeuge der Masters of the Universe + die 3 dämlichsten

Wer mich kennt weiß, dass ich am liebsten in Castle Grayskull wohnen und Teela heiraten würde. Mit ihr würde ich den ganzen Tag auf Battle Cat rumreiten und abends Brontosaurier Burger essen. Und zum Einschlafen würde Orko uns eine magische Fiedel herbei rufen, die ich ihm dann über den Schädel zöge, damit ich endlich mit Teela… aber ich schweife ab.

Dieser in meiner Kindheit entstandene Sockenschuss lässt mich immer mal wieder gedanklich nach Eternia abschweifen und über sinnvolle Sachverhalte nachgrübeln. Heute: Fortbewegungsmittel.

In erster Linie sind die Herren des Universums natürlich leidenschaftliche Fußgänger. Wie sonst wären ihre stets muskulösen Barbarenkörper zu erklären? (außer durch die einzige Gussform in der Masters-Fabrik…) Doch immer, wenn Skeletors Pläne zur Herrschaft über das Universum mal wieder vereitelt wurden, saufen sich He-Man und seine Kumpanen so abartig die Hucke voll, dass niemand mehr gehen kann. Um aus dem Drachenschwanz-Klub zurück nach Hause zu kommen, müssen also Transportgelegenheiten her. Und da es auf Eternia keine Strafen für Alkohol am Steuer gibt, wurde deshalb zur Beförderung der Alkoholleichen im Laufe der Zeit von den Waffenmeistern des Landes ein bunter Fuhrpark entwickelt. Sehr zum Leidwesen überfahrener Kleinstmonster oder von der Straße gedrängter Saurier. Immerhin: mehr Saurier-Burger.

Natürlich fragen wir uns mit Recht, warum es im unwegsamen Eternia mit seinen Schluchten, schroffen Felsen und reißenden Magmaflüssen nicht nur Fluggeräte gibt? Sie scheinen ja in verschiedensten Arten und Formen herstellbar zu sein. Wieso hat nicht jeder einen Wind Raider oder zumindest, für den kleinen Geldbeutel, einen Jet Sled? Vermutlich wegen der Roadkills, die die Burger-Versorgung sicherstellt..

Apropos Wind Raider! Als Kind war mein erstes und liebstes „Fahrzeug“ der Masters genau dieses Fluggerät. Deshalb waren die Jungs von masters-toys.de so nett, mir die Classics-Version für „Adult Collectors“ leicht vergünstigt zukommen zu lassen, exklusive des Piloten natürlich, aber inklusive des Ständers und Tonnen von Awesomeness:

Dieser Wind Raider ist deutlich größer als das 80er Original und wird hier vom epischen Schnäuzer Rio Blast geflogen. Junge, die 80er und Style…

Es lassen sich auch ein paar neue Klappen öffnen, die einen Blick ins Innenleben ermöglichen. Cool, wenn man z.B. Man-at-Arms davor posen will, der in der Werkstatt mal einen Blick drauf wirft. Außerdem lässt sich der Rettungsanker abschießen und durch Drehen des Monsterkopfes wieder aufrollen. Überhaupt ist das ganze Design so herrlich Sword & Sorcery und abgefahren. Der „Monstervogelkopf“ auf der „Motorhaube“ erinnert schon fast an ein Design von Alien-Künstler HR Giger. Der Wind Raider gehört auch definitiv zu den „sinnvolleren“ Fahrzeugen der Masters of the Universe, was man nicht von allen behaupten kann. Aber schauen wir uns das doch mal genauer an. Den Wind Raider, der natürlich auch in die folgende Liste gehört, werde ich natürlich nicht nochmal beweihräuchern. Also, hier sind die…

10 geilsten Fahrzeuge der Masters of the Universe

Alle verwendeten Bilder stammen von he-man.org!

Fright Fighter

Eine Art Hubschrauber, der aussieht wie eine gigantische Libelle und mit jeder Menge Laser bestückt ist? Wo kann ich unterschreiben? Ebenfalls im Preis inbegriffen sind Sportsitze, eine Minibar und eine Greifzange, mit der ihr eure ärgsten Widersacher in die Luft entführen und über der Schlucht der durchgeknallten Höllenschimpansen fallen lassen könnt. Eine Unterbordkamera zeigt euch wie das fallen gelassene Opfer von den Schimpansen vergewaltigt, in Grütze eingelegt und zum Hula-Fest verspeist wird. Ich glaube, ich nehme zwei Fright Fighter. Falls einer kaputt geht.

Battle Cat und Panthor

Es heißt ja, es gäbe Hunde- und Katzentypen. Bei mir ist es wie bei Star Wars und Star Trek, ich kann beiden etwas abgewinnen. Doch wenn die Katzen durch gutes Eternisches Kraftfutter aus Spinat und Gefangenen zu einer so beachtlichen Größe wachsen, dass man einen Sattel drauf machen kann, dann schlägt mein Herz natürlich eher für die schnurrenden Reittiere. Ich bin in WoW schon immer am liebsten mit meinem Panther aus dem Schattenmondtal durchs Gelände gestreift. Und was passt besser in ein trashiges Pulp-Setting als ein fucking Reit-Tiger? Außerdem hat Battle Cat im unwegsamen Gelände von Eternia einige Vorteile. Er kann über Hindernisse und Schluchten springen, verpestet nicht die Umwelt mit Abgasen und erhöht das Charisma des Reiters durch seine pure Awesomeness. Kein Wunder, dass Skeletor neidisch wurde und sich einen geschmeidigen Panther anlachte. Natürlich in seiner Lieblingsfarbe, die auch seine Rüstung und Unterhose schmückt: lila.

Battle Ram

Auch ein Fahrzeug, welches meine Sammlung damals zierte. Bei der Battle Ram hat Man-at-Arms aber auch mal wirklich gute Arbeit geleistet. Das Ding ist ein recht flotter Panzer mit Laser und einem roten Raketengeschoss im oberen Teil, dass es wirklich in sich hat. Ich meine, da ist das Gesicht eines Monsters drauf, das Projektil muss doch badass sein, oder? Das ist ja so ähnlich wie eine Kugel von Gringo, auf der schon ein Name eingeritzt ist. Das Ding rockt. Doch der Clou ist natürlich, dass der vordere Teil abgekoppelt und als Fluggerät benutzt werden kann. „Yes, wir haben ihn eingekesselt Skeletor! Warte, jetzt ist er weggeflogen. Ok, das suckt jetzt. Nich hauen, Boss?“

Mantisaur

Das Vieh gehört Hordak, oder? Doch egal wer drauf sitzt, den Mantisaur macht man besser nicht sauer. Diese Mantis hebt Gegner einfach aus den Socken und knabbert sie dann wie ein Magnum Mandel. Ansonsten ist das Ding pflegeleicht und braucht als Nahrung jeden Tag nur 3 Riesenlibellen oder einen Muskelprotz. Parkplatzprobleme gehören mit diesem Reittier auch der Vergangenheit an, weil es die Gegend nach kleinen Kindern absucht, die es rumschubsen kann, während Hordak beim Metzger was zum Grillen holt. Und zu guter Letzt haben auch alle Drängler auf schnelleren Fahrzeugen das Nachsehen, weil sie mit der praktischen Arschkanone vom Highway geblasen werden. Ein rundum schönes Tier.

Road Ripper

Wenn He-Man auf dem Road Ripper sitzt, erinnert mich das immer ein wenig an die bekloppten Skateboard-Fahrer, die auf dem Rücken liegend Berge runter rasen. Doch auch ohne erkennbares Lenkrad sollte der grüne Blitz ja zu steuern sein, oder? Ich glaube, der Ripper ist auf Eternia das Äquivalent zu einem Superbike. He-Man fährt damit in Lederjacke und Sonnenbrille in den angesagten Läden vorbei und reist Chicks auf. Ich meine, kommt schon, ewig kann er ja auch nicht darauf warten aus Teelas Friend Zone auszubrechen. Der Mann hat Bedürfnisse. Und mit dem Road Ripper rippt er durch den Schmutz der Straße und die Slips der Ladies. OMG. I just wrote that.

Stridor und Night Stalker

Zu geil die mechanischen Pferde. Da kommt gleich Bravestar-Feeling auf. Man könnte sich natürlich fragen, wieso es auf Eternia keine richtigen Pferde gibt oder man diese zumindest recht selten sieht? 2 Gründe: Erstens ist ein gepanzertes Pferd mit Laser, Radio und Helmfach um einiges kampftauglicher und zweitens wurden alle echten Pferde vermutlich schon von der aggressiven Fauna des Planeten zum Frühstück gegessen. Alles was kein „Monster“ oder „Saurier“ im Namen hat ist schmächtig und wird gemampft. Einfache Regeln. Ein weiterer Vorteil der Robo-Pferde ist, dass sie weder bocken noch kacken und auch leckere Grashalme am Wegesrand lassen sie erstaunlich kalt. Was tanken die eigentlich? Super?

Jet Sled

Nachdem in der Verfilmung mit Dolph Lundgren zu viele Stuntmen von den Flugscheiben in den Tod gestürzt sind, wurde auf Eternia reagiert und ein Steuerpult zum Lenken und Festhalten nachgerüstet. Jetzt macht das Ding echt Sinn. Als eine Art Smart unter den Fliegern, ist dieses Fluggerät bestimmt, größenbedingt, nicht das schnellste, dafür jedoch sehr wendig und zusammenklappbar. Der Jet Sled lässt sich auch bei Parkplatznot noch zwischen 2 Wind Raider schieben. Und wenn wirklich nirgendwo gelandet oder geparkt werden kann, sorgen 2 Raketen für ein adäquates Stressventil. Mit 80.000 Credits ist der Sled auch nicht zu teuer.

Spydor

Was tun, wenn sich die Leute an Deine Skelettfresse gewöhnt haben und der Abschreckungs-Effekt nachgelassen hat? Ja, in der Tat, auf einer riesigen Reitspinne vorfahren könnte etwas Respekt zurück bringen. Leider hatte ich dieses geile Monstrum nie in meiner Sammlung als Kind. Und das, obwohl es mit das genialste „Fahrzeug“ der Masters sein dürfte. Ich meine, HALLO!? REITSPINNE! Das ist ekelerregend und wahnsinnig cool gleichzeitig. Ich wette Skeletor hat Spydor mal beim Pokern mit Dunkelelfen gewonnen. Obwohl, quatsch, sie ist ja mechanisch, so wie in Will Wild West mit Will Smith. Dann ist sie wohl konstruiert und von ihm liebevoll Spydor getauft worden. Ich hätte ja auch „Spinni“ oder „Webbo“ schön gefunden.

Roton

Noch so ein verdammt geiles Gerät von Skeletor. Der Clou am Spielzeug war, dass sich der äußere Ring beim Fahren gedreht und die mitgebrachten Masters der Freunde weggeschleudert hat. Bwahahaha! Geil so eine fahrende Kreissäge. Tatsächlich frage ich mich, wieso die Enden des Rings stumpfe Knüppel und nicht rasiermesserscharfe Klingen sind? Doch vermutlich wollte sich Skeletor beim Durchflügen der Gegner nicht mit Blutfontänen den Anzug versauen. Nachvollziehbar. Außerdem können Gegner ja noch mit den riesigen, bösen Augen verschreckt oder mit den beiden Blastern atomisiert werden. Wirklich eine rundum runde Sache dieses Roton.

Land Shark

Und zu guter Letzt haben wir noch den lieblichen Land Shark, mit dem der Herr von Snake Mountain He-Man erst überfahren und dann fressen kann. Das Ding sähe ich auch gerne in der Motu Classics-Line wiederbelebt, aber noch gibt es leider keine Pläne. Die Kombination aus Panzer und Hai ist einfach göttlich. Oder besser dämonisch gut. Wer sich das ausgedacht hat, zündet auch seine Haustiere an, um nachts zum Kühlschrank zu finden. Ich muss schon lachen, wenn ich mir vorstelle, wie He-Man lässig mit seinem Road Ripper vorfährt und dann, gerade als er grinsend und den Ladies zuzwinkernd aussteigen will, wird er mit einem Biss des Land Sharks verschlungen. Hehehe.

So, ich habe es lange aufgeschoben, aber jetzt müssen wir noch durch die…

3 dämlichsten Fahrzeuge der Masters of the Universe

Attack Trak und Dragon Walker

Diese beiden Fehlkonstruktionen können wir getrost gemeinsam abhaken. Denn beide teilen sich die Fähigkeit kaum von der Stelle zu kommen. Das Attack Trak hatte ich damals sogar und es sah wirklich cool aus wie das Batteriebetriebene Ding sich vorwärts geraubt hat. Doch zu Fuß gehen dürfte deutlich schneller sein, wenn man mal ehrlich ist. Getoppt wird das nur noch vom Dragon Walker, der einem Kumpel sang und klanglos vom Tisch gefallen ist. Die Idee ist, dass sich das Unterteil über eine „Schlucht“ spannt und He-Man dann gechillt drüber fahren kann, bis die Brücke nachgeholt wird. Klar, weil alle Schluchten auf Eternia gleich breit sind und man ja nicht auch einfach mit Anlauf drüber springen könnte, wenn man der mächtigste Mann des Universums ist. Ich denke, der Dragon Walker war die Anschlussarbeit eines Praktikanten, den Man-at-Arms nicht entlassen, sondern gleich erschossen hat. Mannomann.

Battle Bones

Doch der größte Witz ist und bleibt natürlich das lebende Gerippe namens Battle Bones. Ich meine, wie habe ich mir das vorzustellen? „Jo, He-Man, wir lassen heute mal die Karren und Jets in der Garage stehen und reihen uns wie die Deppen hintereinander in diesem Gerippe auf. Gehen müssen wir aber leider selber. Und falls wir müde werden oder jemand von der Anstrengung umzufallen droht, wird er von den Rippen aufrecht gehalten. Schwächeln is nich.“ Wenigstens hat der alberne Knochen einen Kofferraum im Maul, sonst könnte man ihn sofort anzünden. Was haben sich die Spielzeug-Macher nur dabei gedacht? Hätte ich das als Kind zu Weihnachten bekommen, hätte ich sofort mit dem Hammer drauf geschlagen. Und dann auf die Köpfe meiner Eltern.

Bonus: Scubattack, Tower Tools & Cliff Climber

HAHAHAHAHAHA! Ich kann nicht mehr. „Aus den Tiefen der See schlägt Skeletor zu!“ Ähm, wie genau macht er das denn bitte? Indem er langsam zur Wasseroberfläche aufsteigt, wo schon He-Mans Faust wartet? Also falls er nicht vorher verblutet ist, weil seine Füße in den Rotor zwischen seinen Beinen geraten sind. Und wo? Ist vor Castle Grayskull irgendwo ein großer Teich? Und selbst wenn! Sind an dem „Scubattack“ irgendwelche Waffen dran? Nur langsam aus dem Wasser aufzutauchen und sich erst schwerer Ausrüstung entledigen zu müssen, würde ich noch nicht als gefährliche „Attacke“ bezeichnen. Die klobigen Tower Tools und der Cliff Climber sind ähnlich sinnbefreit. Es sei denn He-Man und Man-at-Arms wurden wegen unzüchtigen Verhaltens im Palast zu Mienenarbeit verdonnert. Ich denke, wir können festhalten, dass diese GEILEN Toys aus der Endzeit der Masters stammen, in der den Designern aber auch wirklich gar nichts mehr eingefallen ist. Aber danke für den Retro-Lacher. Herrlich.

Über Thilo (1635 Artikel)
<p>Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.</p>

6 Kommentare zu Die 10 geilsten Fahrzeuge der Masters of the Universe + die 3 dämlichsten

  1. Mooooooment. Du hast die Sache mit dem Dragon Walker sträflich verkürzt!

    Unser lieber Freund hatte das Teil gerade NAGELNEU und brachte es mit, um es auf dem Balkontisch vorzuführen. Der mächtige Dragonwalker ist dann genau EIN MAL auf dem Tisch so herumgeschwungen, die Gondel fuhr nach vorne, und schon beim nächsten Move „fuhr“ das Teil vom Tisch und war KAPOTT.

  2. Was hast du gegen meinen geliebten Dragon Walker 😀

  3. So viele Erinnerungen. Hach.

  4. Spydor, ich glaube bis heute noch das meine spinnenphobie von diesem laufenden Riesenömmel kommt. Und auf dem Foto vom Land Shark fehlen die Laser an den Seiten.

  5. Ich habe an anderer Stelle ja schon mal angemerkt, dass ich die mangelnde Liebe für Attack Track und den Dragonwalker nicht gutheißen kann. Zumal bei ersterem nicht mal das Argument „taucht in der Realität nix“ zählt. In den beiliegenden Comics waren die Räder nämlich nicht als diese Flipflop-Dinger sondern als einzelne Panzerketten dargestellt, was aus dem Teil vermutlich das realistischste Fahrzeug von allen machen dürfte.

    Ansonsten verschwimmt meine Erinnerung daran, welche ich wirklich hatte etwas. Neben den beiden war’s auf jeden Fall Battle Cat, Battle Ram und Roton. Bei Stridor bin ich mir nicht mehr so sicher – könnte ich auch mit 30-30 von Marshal Bravestarr verwechseln …

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