Apple Watch? Ich will lieber einen Pip Boy 3000!

Eine Unterschätze Funktion der Smart Watches: Selbstzerstörung

Eine unterschätze Funktion der Smart Watches: Selbstzerstörung 🙂 (Bild aus Alien vs Predator)

Im Computerzeitalter wird so langsam alles „Smart“. Erst die Handys und jetzt natürlich auch die Uhren. Demnächst wird alles so verdammt clever und smart sein, dass wir ständig vernetzt, überwacht und mit Infos beschallt werden. Dann ist der erste Schritt zur Roboter-Revolution getan. Dann ist es nicht mehr weit, bis mein intelligentes Haus mich von meinem eigenen Kühlschrank ohrfeigen lässt, nur weil ich mir nach Mitternacht noch ein Joghurt nehmen will. Und am Ende werde ich dann wie Homer in Treehouse of Horror XII “House of Whacks” von meinem „Ultrahouse“ im Mixer zerstückelt, weil sich die CPU in meine Freundin verknallt hat.

Spannende Zeit. Wenn nur endlich diese Pseudo-Reklamen von funktionierenden Hoverboards verschwinden würden. Wenn ich etwas aus Zurück in die Zukunft in meinem Leben will, dann sind es die selbst schnürenden Schuhe, damit ich mich nie wieder bücken muss. Die Flachbildschirme an den Wänden, die damals in Zurück in die Zukunft 2 noch für verblüfftes Staunen sorgten, hängen ja dieser Tage schon in jedem Haushalt.

Aber zurück zu unglaublicher Technik, die sich sogar am Handgelenk tragen lässt. Seit Abraham Louis Breguet 1810 für die Königin von Neapel, Caroline Bonaparte, die erste Armbanduhr der Welt bauen ließ, haben sich die Zeiger der Uhren dieser Welt schon einige Male in die Kurve geschmissen. Mittlerweile haben wir in Form unserer Handys kleine Allzweckgeräte mit Internetzugang, deren Fähigkeit uns die Uhrzeit anzuzeigen schon lange nebensächlich geworden ist.

Nun ist vermehrt die neue Apple Watch im Gespräch, die als sogenannte „Smart Watch“, den Handys in Funktionsumfang Konkurrenz machen möchte. Einigermaßen neu ist die Funktion der Uhren, die Gesundheits- und Sport-Aktivitäten der Besitzer zu überwachen und aus diesen zu lernen. War ja auch allerhöchste Zeit, dass uns die Funktionen von Handys und Smart Watches nicht nur durch kopfloses SMS-Schreiben vor Linienbusse rennen lassen, sondern auch mal was zum Erhalt unserer Fitness tun. Push-Nachrichten, wie wichtige Termine auf die Uhr geschickt zu bekommen, finde ich auch ganz praktisch. Doch die Frage ist, ob diese Funktionen einige hundert Euro Anschaffungspreis rechtfertigen? In verschiedenen Edelstahl-Varianten dürfen sogar weit über 1000 Euro berappt werden. Oder ihr gönnt euch einfach gleich die Apple Watch „Edition“ aus 18 Karat Gold und einem Display aus poliertem Saphirglas, die laut Computerbild für geschmeidige 11.000€ über den Ladentisch wandert. Ihr gönnt euch doch sonst nichts. Stellt sich natürlich die Frage, ob andere Smart Watches, für die nicht der „Apple Chic“-Aufpreis gezahlt werden muss, nicht etwas kompatibler für die normalsterbliche Geldbörse sind. Wenn ich mich so auf sparhandy.de umschaue, reicht mir vermutlich auch was für’n Appel und n‘ Ei.

Pip-Boy_3000

Das liegt übrigens in erster Linie daran, dass schon seit geraumer Zeit mein Handy meine Uhr ist. Spätestens seit das Smart Phone in unsere Leben Einzug gehalten hat, hole ich zum Telefonieren, Surfen, Uhrzeit checken und auch alle anderen Bedürfnisse das Handy aus meiner Hosentasche wie ein Dandy es im 18./19. Jahrhundert mit seiner überteuerten Taschenuhr tat. Wenn ich schon ein Gerät zum Check meiner Vitalzeichen am Handgelenk tragen soll, dann doch bitte einen PipBoy 2000 oder 3000, wie ihn die Vault-Bewohner in den Fallout-Teilen benutzen. Zugegeben sind die etwas klobig, aber dafür zeigen sie auch abgetrennte Körperteile und radioaktive Verstrahlung an. Könnte in Zukunft noch wichtig werden.

Über Thilo (1143 Artikel)
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