Indie-Perle Potions, Please! auf der Gamescom 2026

© Intr Studio, Western Australia
Verblüffend!
Da lerne ich auf der Gamescom endlich meinen Online-Buddy und Autoren-Kollegen Ivan Ertlov kennen und dann schwatze ich mit ihm kaum über Romane.
Stattdessen lausche und beobachte ich gespannt, wie er mir exklusiv auf seinem Laptop den aktuellen Build seines wahnwitzigen Spiels Potions, Please! präsentiert.
Ja, denn dieser Mann schreibt offenbar nicht nur ständig drei Science Fiction- oder Fantasy-Romane gleichzeitig, er hat auch noch einen “Day Job” als Spieleentwickler.
Pfff… klar, wenn ich mich fünf Mal klonen lasse oder gegen eine verbesserte, unermüdliche Cyborg-Variante meiner selbst austauschen lasse, kann ich das auch…
Aber zum Geheimtipp von Game!
Tatsächlich bastelt der Bestseller-Autor die “Alchemie-Shop-Simulation mit einer ordentlichen Prise Rollenspiel” nicht allein.
Das Intr Studio aus Western Australia besteht nämlich aus seiner Göttergattin, Caitlin Lomax, die Potions, Please! entwickelt und programmiert, Ivan, der für Design und Story sorgt und äh…welchem TEAM?
Es gibt keins.
Ja, konnte ich auch nicht glauben. Scheinbar hat der Cyborg eine Cyborg-Frau gefunden. Und jetzt teilen sich die beiden eine Schwarze-Materie-Batterie, um Tag und Nacht Funken zu sprühen. In jeder Hinsicht…
Und Potions, Please! Sieht so geil aus, dafür dass es im Grunde ein 2-Personen-Projekt ist!
Wir reden hier von einer großen Open World, die erkundet werden kann, Tag- und Nacht-Wechsel und verschiedenen Fraktionen, die mit mehr oder weniger legalen (Alchemisten-)Tricks beeinflusst werden können.

© Intr Studio, Western Australia
Ich gluckse und schmunzle noch immer vor mich hin, wenn ich an Ivans Vorführung denke. Dieses Spiel mit seinen schrägen Figuren, moralisch fragwürdigen Geschäftsentscheidungen und ulkigen, popkulturellen Anspielungen ist so herrlich drüber, dass ich mir die Vollversion als süchtig machenden Zeitvertreib vorstelle.
Worum geht’s denn genau in Potions, Please!?
Zoom in on Fogbottom-on-Flask, ein vernebeltes Städtchen, in dem nicht nur Menschen, sondern auch Elfen, Zwerge, Orks, Goblins (und wer weiß, was noch alles) ihrem Tage- und Nachtwerk nachgehen.
Deine verstorbene Tante Marigold hat dir ihren Alchemie-Laden hinterlassen und hofft, dass du eines Tages so grandios im Handwerk wirst, dass du sie wiederbeleben kannst.
Leider hast du von Tuten und Blasen keine Ahnung. Und von Alchemie erst recht nicht. Also solltest du dich auf den Hosenboden setzen und Sammeln, Mischen und Probieren was das Zeug hält.
Denn die Kunden warten schon!

© Intr Studio, Western Australia
Verletzte brauchen Heiltränke, überforderte Bauern brauchen Ausdauertränke und irgendein Ork-Häuptling hätte gerne einen “Beweglichkeitstrank”. Was auch immer er damit vorhat…
Und genau da ist der springende Punkt des Spiels!
Gibst du dem Ork den Trank, den er verlangt? Oder lieber einen anderen, der dir “sinnvoller” erscheint?
Vielleicht verwandelst du ihn lieber in eine Kröte (brauchst du eh als seltene Zutat), damit er keinen Unfug anrichten kann. Aber das hätte natürlich Konsequenzen und dein Ansehen bei den Orks wäre sicher erstmal im Keller – auch, wenn dich die Elfen dafür feiern würden…

© Intr Studio, Western Australia
Außerdem sind die Orks ohnehin nicht die gefährlichste Fraktion in Fogbottom. Du solltest lieber die kriminellen Lamas im Auge behalten, die auch schon mal gerne Leute verschwinden lassen. Besonders, während du auf einem reitest, um die Landschaft zu erkunden. Auf Dauer solltest du vielleicht Ausschau nach einem anderen Mount halten…
Also, man merkt schon: Potions, Please! ist speziell. Und genau dafür LIEBE ich solche Indie-Games.
Bei Potions, Please! entsteht diese Magie vor allem dadurch, dass es oberflächlich betrachtet (auch durch die World of Warcraft-artige Kuschel-Grafik) ein herzallerliebstes Cozy Game ist, während unter der Oberfläche das Unaussprechliche wartet.
Dieses Game hat Leichen im Keller. (und hinterm Haus)
Das passiert eben, wenn man Bestseller-Autor Ivan Ertlov, der für seinen schwarzen Humor und seine abgedrehten Ideen bekannt ist, Quests und Dialoge machen lässt.
Für mich persönlich ist das natürlich DAS Kaufargument!
Wenn ich ihn beim Interview richtig verstanden habe, dann wird es noch bis 2028 dauern, bis in Fogbottom endlich die Lama-Hinterlassenschaften den magischen Ventilator treffen. Aber dann will ich endlich…
… Tränke brauen, die die Welt verändern (buchstäblich!)
… meinen Tränke-Laden ausbauen, upgraden und einrichten.
… eine schräge Welt voller skurriler Gestalten, magischer Kreaturen und Geheimnisse erkunden.
… auf einem Lama oder einem anderen abgedrehten Mount…

© Intr Studio, Western Australia
… das allein oder im Online-Koop mit einem Kumpel oder einer Kumpeline machen.
Und das alles aus dem kreativen Geist von Caitlin Lomax und der scharfzüngigen Feder von Ivan Ertlov!
Wenn es dich auch nach einem ungewöhnlichen Indie-Game gelüstet, das niedlich und cozy daherkommt, aber herrlich morbiden Humor unter der Haube hat, dann…
… WISHLISTE das Game doch bitte auf STEAM!
(Habe ich auch gemacht, denn ich will bei Erscheinen sofort irgendwelchen Leuten seltsame Tinkturen einflößen, den Killer-Lamas auf die Spur kommen und mit einer untoten Tante Tee trinken. Kanns nicht abwarten!)





