Mini-Filmkritik: Transformers 3

transformers3

Mini-Filmkritik, weil auch der Film irgendwie „Mini“ war. So inhaltlich.

Hier meine Gedanken zum beinahe überflüssigen Film:

  1. Michael Bay tut so, als gäbe es Teil 1 und Teil 2 nicht. Er möchte zwar, dass die Filme aufeinander aufbauen, ignoriert aber die Handlung der Vorgänger komplett. Ich finde, er sollte aufhören zu Spezialeffekten zu onanieren und einen kleinen Teil des CGI-Budgets abzwacken, um jemanden mit Hirn einen fähigen Drehbuchautor einzustellen.
  2. Diesmal f**** Bay die Glaubwürdigkeit seiner Handlung so hart in den A****, dass man weinen und lachen gleichzeitig muss. Meine Lieblingsszene diesbezüglich: Die geilen Wingsuit-Springer rasen als fliegende Zielschieben gen Erdboden als der Befehl kommt „Achtung Verfolger! Nach hinten absichern!“ ROFL!? Was sollen die bitte machen außer weiter zu fallen? Und überhaupt frage ich mich wieso sich die Decepticons immer in alles Mögliche verwandeln können, abhängig von der Situation, aber Optimus Prime muss als schwerfälliger Laster rumfahren. Ach warte, er zieht ja noch diesen handlichen Anhänger hinter sich her, wo sein Flugupgrade drauf ist. Macht ja auch Sinn, dass nicht immer installiert zu haben. Ich denke, dass bekommt man, wenn man aus Kinderspielzeug einen Realfilm macht
  3. Was war gut am Film? Endlich mal wieder gelungenes, echtes 3D und gerade gegen Ende non stop action, dass die Augen anfangen zu zucken und zu brennen. Wer den Film in 2D gesehen hat, hätte genauso gut 3 Stunden lang ein buntes Bild anstarren können, nur dass das Bild eine bessere Story und einen stimmigeren Spannungsbogen gehabt hätte.
  4. Ach ja, Shia la Beef hatte diese Blondine mit Schlauchbootlippen als Megan Fox-Ersatz. Gute Wahl, netter Hintern. Flüchtet den ganzen Film über auf High Heels vor den bösen Decepticons. Ohne Hinzufallen. Ohne langsamer zu rennen als die Soldaten. Siehe Punkt 2: Glaubwürdigkeit.
  5. Neben den haarsträubenden Effekten, die sicherlich ihresgleichen suchen, konnte auch die Komik überzeugen. Echt ein paar gute Lacher dabei. Also jetzt die Lacher über den ganzen unlogischen Kack nicht mitgerechnet.
  6. Mit das Beste am Kinoabend war eigentlich dieser Werbespot über vorzeitigen Schweißerguss

Mein Fazit: WENIGER KOKS FÜR MICHAEL BAY!

Der Film hat schon ein bisschen Spaß gemacht, weil sich eben grandios animierte Roboter gegenseitig auf die Fresse hauen. Aber man hätte genauso gut einfach 3 Stunden lang dabei zusehen können wie sich ein beliebiger Transformer auf- und zuklappt (transformiert! Entschuldigung, liebe Transformer-Nerdz)


Zum Vergleich mein Fazit für alle 3 Teile:

Transformers 1: 8 von 10 Michael Bay Phallus-Symbolen
Transformers 2: 5 von 10 Michael Bay Phallus-Symbolen
Transformers 3: 6 von 10 Michael Bay Phallus-Symbolen

Über Thilo (1679 Artikel)
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18 Kommentare zu Mini-Filmkritik: Transformers 3

  1. LOL. ja, mir ging es genauso. die blonde tussi hatte schauspielerisches talent – aber maximal für pornos. mimisch war das irgendwie wie damals bei frodo, dem man auch vorwarf, nur „einen look“ draufzuhaben. meine empfehlung: hauptrolle in „decepticon missionary IV: total genagelt“.

    das angebliche talent von shia leboeuf lässt sich eigentlich auch nirgends erkennen.

    über physikalische unzulänglichkeiten reden wir jetz mal nicht („was passiert, wenn man 1/3 eines planeten mit der masse der erde zusätzlich ins sonnensystem teleportiert?“). schlaue decepticons.

    •  Ach ja, das Ding mit der Gravitation… jetzt sei doch nicht so kleinlich, der ARME Michael Bay! Gönn dem Jung doch ma seine Spielwiese!

  2. Es geht weil sie es Filmen können. Soll halt die blonde mit Stöckelschuhen herumlaufen, sieht besser aus. Ist halt Optimus Prime ein Truck während die anderen herumfliegen, ist klassisch. Das einzige Argument was wirklich berücksichtigt werden kann ist, dass die Geschichte nicht mit den anderen Teilen zusammenhängt und dass die Story schlecht ist. Vllt auch, dass zu viele Spezialeffekte sind.
    Jedoch von einem Science-fiction Film Glaubwürdigkeit verlangen. Also da hast du dir das falsch Genre ausgesucht

    • Naja, letztendlich ist es einfach Geschmackssache. Den ersten Teil fand ich ja auch gut. Beim 2. und 3. hatte man aber das Gefühl, dass Bay krampfhaft versucht hat, mehr CGI unterzubringen und alles andere total aus dem Blick verloren hat. Ich bin der Meinung, dass man auch innerhalb eines Genres wie Science Fiction mehr oder weniger logisch darstellen kann. Wo bitte steht, dass Science Fiction unlogisch sein muss? Es KANN, muss aber nicht. Insofern haben wir ohnehin beide recht…ist halt Geschmackssache. 🙂

      • Naja stell dir mal vor alle Science-Fiction Filme wären logisch aufgebaut: Dann würde sich jeder in der gleichen Situation gleich verhalten, was wiederum dazu führt, dass man immer den gleichen Schund im Kino hat. Ich habe nur den 2. angesehen den 3. muss ich noch ansehen. Okay die Handlung ist nicht übertrüber, jedoch müssen sich wirklich Filme dafür rechtfertigen, dass sie die Gesetze der Physik verändern oder, dass sie einfach unlogische Sachen einbauen? Ich denke genau das trennt den Film von der Wirklichkeit und dadurch wird er intressant.
        Und nochwas sage mir einen logischen Science fiction Film. Science Fiction beschreibt doch genau das unlogische, irreelle, nicht bzw noch nicht vorhandene

        • ok, das wird jetzt ein wenig zu philosophisch…^^ Man könnte sagen, solange ein Film etwas zwar noch nicht Erfundenes, aber „Denkbares“ darstellt, ist er logisch. Aber theoretisch ist natürlich alles denkbar. Mir geht es darum: Jeder Science Fiction Film baut auf Grund der in ihm vorkommenen Komponenten eine „eigene Logik“ auf, die in unserer Welt so nicht ohne weiteres vorkommen könnte. Trotzdem kann der Film dann innerhalb seiner selbst aufgebauten Logik und seiner selbst gezogenen Grenzen unlogisch sein, indem er sich z.B. selbst widerspricht. „Transformers 1-3“ macht das andauernd. Und das gefällt mir nunmal nicht. Ist aber halt eben Geschmacksache, wie gesagt…bzw. künstlerische Freiheit. ^^

          • Jo-ka // 5. Juli 2011 um 13:46 //

            Die Frage ist nur wo und wann fangen die Grenzen an und wo hören sie auf….. Vllt gehört das mit den Highheels zur inneren Logik. 

          • Sören // 5. Juli 2011 um 16:58 //

            (Frauen-)Schuhe können niemals einer logik angehören!!

          • Anonymous // 5. Juli 2011 um 17:34 //

            dem würde ich mich jetzt mal unverbindlich anschließen…

          • Anonymous // 5. Juli 2011 um 17:33 //

            gnnahaha…ich glaube Highheels sind keine Science Fiction-Technologie und funktionieren in der Welt der Transformers genauso wie in unserer Welt. Philosophisch betrachtet hast Du natürlich recht, sie könnten Teil der „inneren Logik“ des Films sein. Auf dieser Bedeutungsebene würde ich „innere Logik“ jedoch lieber mit „künstlerischer Freiheit“ (diplomatisch) oder mit „Michael Bays geistiger Grobmotorik“ (zynisch) titulieren. 🙂

    • „Jedoch von einem Science-fiction Film Glaubwürdigkeit verlangen. Also da hast du dir das falsch Genre ausgesucht “
      sorry, 200% veto. science ficition kommt ethymologisch von wissenschaft und fiktion, wobei „fiction“ im englischen auch als „perspektive“ übersetzt werden kann. gute SF zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die wissenschaftliche perspektive im sinne von „zukünftige aussichten“ besonders glaubhaft integriert werden. kannst du an jedem beliebigen SF-Klassiker nachlesen: Asimov, Lem, Verne… alle zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr exakt und sorgfältig wissenschaftliche perspektive und „Fiktion“ herleiten.

      •  Jep, hätte ich nicht besser sagen/herleiten/beweisen/klugscheißen können! 😉 Danke!

        Ich denke auch, dass die besten Science Fiction Filme unsere Erwartungen, Wünsche und Träume, aber auch Ängste bzgl. der Zukunft bedienen. Siehe besonders Lem.

        Natürlich können auch Mischgattungen wie „Star Wars“ großen Spaß machen, wo der Science Fiction ein kräftiger Schuss Fantasy beigemischt wurde. So gesehen fällt Transformers garnicht in das Genre „Science Fiction“, sondern eher in „Science Fantasy“

        http://de.wikipedia.org/wiki/Science_Fantasy

        Umso höher der Fantasy-Anteil, desto mehr „schwülstiger Fiebertraum“ und desto weniger „Vision“.

        Aber beide Genres haben eben ihre Daseinberechtigung. Wie ich bereits sagte, es ist Geschmackssache… ^^

  3. Wie wärs wenn du dir stattdessen eine Dokumentation ansehen würdest?

  4. maloney8032 // 6. Juli 2011 um 15:30 // Antworten

    Action und Ärsche wäre iene gute Tagline 😀

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