Skyrim Tagebuch: Drachen sind Lutscher + Anal-Rektal-Untersuchung

Untote scheitern fein an meinem neuen Flammenumhang-Zauber

Working life sucks ass! Früher wäre es nie vorgekommen, dass ein epischer Titel wie Skyrim so lange ungespielt bzw. kaum gespielt auf meiner Festplatte Schimmel ansetzen darf. Und selbst an den Weihnachtstagen haben mich freundschaftliche und familiäre “Verpflichtungen” in Beschlag genommen. Doch gestern konnte ich endlich mal wieder ein paar Level spielen, so dass ich nun den Mage Powerlevel von 12 erreicht habe.

“Powerlevel” findet ihr etwas zu übertrieben als Bezeichnung für einen 12. Stufe Char.? Ich jetzt nicht mehr, seit ich meinen ersten Drachen mühelos vom Himmel geschossen habe.

Ich muss schon zugeben, dass mein erstes Random Encounter mit einem Drachen in der Wildnis einen gehörigen Adrenalin-Rausch ausgelöst hat. Ich hatte mit nichts Bösem gerechnet als ich nach  dem Plündern einer Holzfällerhütte zurück in den süßlichen Tannennadelduft des Waldes trat (ja, die Grafik ist so hervorragend, dass ich mir manchmal olfaktorische Eindrücke einbilde…na und?). Dann hörte ich lautes Flügelschlagen und Fauchen über mir, was mich dazu nötigte, schnell zu meinem treuen Huftier hinüber zu rennen, um mich erstmal in Sicherheit zubringen. Doch gerade als ich mich in Furys Sattel schwingen wollte, wurde mein liebes Pferdchen von einem Eisodem hinfort geblasen.

Holy Cow!

Schnell wechselte ich auf den doppelhändigen Firebolt und ballerte auf den Eisdrachen. Der Eisodem, der immer mal wieder durch das Geäst brach und meine schwächlichen Magierknochen zu schockfrosten suchte, machte eigentlich kaum Schaden, was an der Kälteresistenz meiner Nordmann-Rassenwahl gelegen haben könnte. Da der Drache, auch wenn er nicht gerade auf dem Boden hockte, häufig wie ein überzüchteter Kolibri auf der Stelle flatterte, konnte ich ihn mühelos aus den Wolken zündeln. Beinahe ein wenig enttäuschend. Muss mal abwarten, ob es verschieden starke Drachen gibt und ob die Feuerdrachen mir mehr zusetzen werden. Ansonsten fände ich die vermeintliche Hauptbedrohung von Skyrim ein wenig Lutscher-mäßig, da ich bisher von heldenhaften Drachenkämpfen im Internet nur im Rahmen von 20.-30. Stufe Chars gehört habe… Magier 12 schon so overpowered? Habe alles in Destruction pepumpt und bereue jetzt schon die 2 Punkte in Bogenschießen. Magie scheint, im wahrsten Sinne des Wortes, der “Burner” zu sein.

ca. 10 Schüsse mit doppelhändigem Apprentice-Spruch Firebolt

Naja, zumindest konnte ich ein paar Drachenknochen einsammeln und mit der aufgesaugten Drachenseele meinen Ice-Shout aufladen, den ich an einer Höhlenwand entdeckt hatte. Ziemlich mächtig diese Shouts, besonders, weil ich diese nette Gruppe von Wanderern…

Aus dem Weg, Fremder! waren seine letzten Worte

…damit komplett in Eisklumpen verwandeln konnte. Macht zwar keinen Schaden, aber ist perfekt, um stärkere Gegner “erstmal weg zu packen” und dann die Gefolgsleute auszudünnen.

handlich verpackt...hatte leider keine Kühltruhe dabei

Ansonsten macht Skyrim weiterhin Spaß, wobei ich jetzt schon einen Hauptkritikpunkt äußern möchte: Bigger is not always better. Ich habe das Gefühl vollkommen ziellos in dieser riesigen Welt umher zu irren und der Hauptplot ist irgendwie auch nicht interessant genug, als dass man sich nicht ständig von den unzähligen Nebenquests ablenken lässt. Derzeitig geht es nur um Töten, Plündern und besser werden. Es scheint zu stimmen, was ich nun schon häufiger im Netz gelesen habe: Skyrim ist das erste Single Player Adventure, das sich wie ein MMO anfühlt.

Außerdem finde ich, dass unangemessen viele Gegner in unvorteilhaften Posen verenden. Da hat man ja schon fast Hemmungen sich zu wehren, um nicht noch jemanden der Lächerlichkeit preiszugeben. Am besten man schleudert alle Gegner mit dem ersten Dragonshout einen Abhang hinunter, damit man ihr albernes Los nicht mit ansehen muss.

Absolutes No-Go: Anal-Rektal-Untersuchung mit kalten Fingern

Über Thilo (1143 Artikel)
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