Warum ich gerne im Anwesen eines Magiers wohnen würde

lebender türklopfer

Das Neuseeländische Energie-Unternehmen EnergyOnline schaltete neulich auf Facebook eine Reklame mit einem sprechenden Türklopfer. Schaut euch das zugehörige Video unten mal an und sagt mir, dass es nicht – im wahrsten Sinne des Wortes – zum Schreien komisch ist, wenn Leute von einem animierten Gesicht an der Tür empfangen und später noch von einer lebenden Gargoyle-Statue verfolgt werden. BWAHAHAHARRRRRR!

Das ruft wunderbare Erinnerungen an so manche Pen & Paper-Runde wach. Denn wer hat als Spielleiter seine Heldentruppe nicht schon mal mit der sprechenden Tür eines Magiers verarscht? Überhaupt sind die Behausungen von Magiern immer ein Highlight in einem laufenden Abenteuer, weil der Meister dort sehr einfach seine verrücktesten Ideen umsetzen kann. Dabei hilft, dass Zauberer allgemein den Ruf besitzen durch ihre Magie exzentrisch und mitunter sogar wahnsinnig geworden zu sein. Manchmal sogar so derangiert, dass Sie wie Halastar Blackcloak aus den vergessenen Reichen von D&D einen gigantischen Todes-Dungeon unter einer Stadt bauen; einfach, weil sie es können.

Naja, und so ein Fallen-gespickter Dungeon würde mir in Form eines Hauses auch Spaß machen, wenn ich in Faerun (oder einem anderen fantastischen Land) leben würde und Magier wäre. Dann wäre mein belebter Türknopf-Golem noch das kleinste Problem für den Postboten. Der würde nämlich beim Klingeln noch einen Miniatur-Blitzschlag in die Frisur bekommen und dann mit verbrannter Glatze in meiner Treibsand-Willkommens-Fußmatte versinken, während seine Kleidung weg teleportiert wird. Dann würde er nackt und ohne Haare in einem riesigen Wackelpudding-Bassin meines Kellergewölbes landen und dort von meinen Goblin-Dienern ausgelacht werden. Diese würden dann einen Hebel ziehen, der das Bassin umkippen und auf eine steile Rutsche entleeren würde. Der Postbote würde daraufhin schreiend und in einer Lawine aus Wackelpudding auf ein brennendes Portal zur Hölle zu rutschen. Doch kurz bevor er dort ankäme, würde er wieder vor mein Anwesen zum Gartentor teleportiert. Ich würde mir das ganze Happening selbstverständlich magisches, kalorienloses Popcorn mampfend in meiner Glaskugel anschauen. Nachteil: Nach einer Zeit, würde ich keine Post und keine Lieferungen mehr bekommen. Dann müsste ich leider mit meinem fliegenden Teppich in die Stadt fliegen und vor Wut alles mit Feuerbällen eindecken. Hach, ich wäre ein guter Magier!

Welche witzigen, magischen Fallen hätte euer Haus? 😀

Die Idee zu diesem sprechenden Gesicht an der Tür ist übrigens nicht ganz neu, wenn ich mir so ein related Video auf Youtube anschaue:

Face Door Knocker Comes to Life

Und scheinbar auch ziemlich leicht nach zu basteln! Ich hole dann mal eine Stichsäge und male mein Gesicht an.

Über Thilo (1804 Artikel)
Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.

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