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2026: Endlich ein guter Resident Evil-Film!

© Sony Pictures / Constantin Film / Dušan Martinček

9 von 10 Wozzefucks

1996 erschien Resident Evil (ursprünglich Biohazard) für die Playstation 1 und definierte ein ganz neues Genre des Survival Horrors. (Und es wird immer besser! Lest mein Review über das geniale Resident Evil Requiem.)

Seitdem wurde schon etliche Male versucht das Videospiel – meist mit Milla Jovovich in einer Hauptrolle – zu verfilmen.

Doch sind wir mal ehrlich: Gelungen ist anders. Mit Hilfe eines hartnäckigen Trash-Fetischs, mehrerer Humpen Bier oder einer langen Dopamin-Deprivation kann man natürlich trotzdem Spaß mit einigen davon haben, keine Frage!

Aber bis jetzt konnte sich kein Resident Evil-Film einen Platz in irgendeiner Liste der besten Horrorfilme überhaupt sichern.

Bis jetzt!

Denn nach Backrooms und Obsession ist für mich Zach Creggers Resident Evil der dritte Horror-Geheimtipp dieses Jahr.

Der Mann, der mich schon mit Barbarian überrascht und angeblich auch mit Weapons einen Hit gelandet hat, macht hier einfach alles richtig. Besonders, weil er einen tollen Spagat hinbekommt zwischen Horror und Humor!

Ist Resident Evil eine Komödie?

© Sony Pictures / Constantin Film / Dušan Martinček

Nein, soweit würde ich nicht gehen. Aber der Regisseur kontrastiert die vielen und echt gut gelungenen Jump Scares mit einem Witz, der mich teilweise laut lachen ließ.

So laut, wie meine Sitznachbarn bei einigen Horrorszenen kreischten, während ich gerademal ein Mundwinkelzucken verbuchen konnte – aber gut, ich bin auch schon seit Jahren innerlich tot. Mausetot.

Diese Mischung aus wirklich guten Horrorideen und Jump Scares auf der einen Seite und einem herrlich stoffeligen Protagonisten und (teilweise schwarzem) Humor auf der anderen Seite, macht dieses Resident Evil-Remake zu dem perfekten Grusel-Spaß für Halloween. Ich habe hier so eine Liste mit Filmen, die ich mir gerne zum Kürbisfest reinziehe, wie Cabin in the Woods, die alle eins gemeinsam haben: Fun-Faktor muss mindestens genauso groß sein wie der Ekel-Faktor.

Was soll ich sagen? Well done, Zach Creggers.

Aber noch eine Sache macht diesen Film, gerade für uns Gamer, so interessant:

Resident Evil ist eine wirklich gelungene Videospiel-Umsetzung!

© Sony Pictures / Constantin Film / Dušan Martinček

Dadurch, dass wir den Hauptdarsteller Bryan (Austin Abrams) bei seinem Job als Medizinischer Kurierdienst sehr nah begleiten, entsteht von Anfang an eine Atmosphäre und Situation, die wir aus den Computerspielen kennen.

Besonders, sobald Bryan das erste Mal panisch ein Haus nach Munition durchsucht, für die gerade gefundene, geile Schrotflinte (die er auch “geil” findet), fühlen wir uns wie im neusten Resident Evil-Game.

Auch im weiteren Verlauf des Films stoßen wir gemeinsam mit Bryan immer wieder auf Rätsel, Hindernisse und Herausforderungen, die genauso auch in einem Game hätten auftauchen können.

Sogar der Humor ist häufig auf Klischees zugeschnitten, die wir aus Survival Horror kennen. Einige Running Gags sind wirklich gut, aber ich will sie hier einfach nicht spoilern.

Der Beste Gag aus dem Film ist aber leider für euch, meine lieben Leser, nicht replizierbar.

Folgende Situation:

Der Hauptdarsteller sitzt gerade in einem Parkhaus auf dem Boden und spricht seiner Freundin per Handy eine verzweifelte Nachricht auf die Mailbox: “Ich weiß doch auch nicht was für eine Scheiße hier eigentlich los ist!?”

In dem Moment springt hinter mir, in der Dunkelheit des Kinos, ein Handy an. Es ist die Stimme von Siri: “Ich schaue mal im Internet für dich nach, was hier eigentlich los ist!”

Gelächter im ganzen Kino.

Der Typ entschuldigt sich tausend Mal und macht sein Handy aus.

Niemand ist ihm böse.

Fazit:

Wenn ihr einen sehr gut gemachten Zombie-Horrorfilm mit Humor, Jump Scares und echt einfallsreichen und herrlich widerlichen Monstern sehen wollt, schaut euch diese Perle im Kino an!

Gerade Gamer werden die Handlung des Films, die sich teilweise wirklich anfühlt, als würde der Hauptcharakter Quests annehmen und lösen, frenetisch feiern.

Das Ende war vielleicht etwas trashig, aber für einen Resident Evil-Film, der so nah an den Spielen ist, wie keiner zuvor, durchaus angemessen.

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