Fundstück von der E3 2021: Death Trash

Ja, Death Trash, wie in „Tod“ und „Müll“.

Sowas macht mich krankes Schwein horny.

Alles andere, was die E3 2021 sonst noch so zu bieten hat, bringt irgendwie nicht so richtig das Bier in meiner Hand zum Schäumen. Und das, obwohl eine schöne Schaumkrone doch fast das Wichtigste daran ist!

Ja, klar, da flimmern noch ein Forza, noch ein Battlefield und noch ein Far Cry um die Wette. Und ja, das sind sicher allesamt bahnbrechend-unterhaltsame Titel.

Für junge Leute.

Mit Zeit, Geld und einem jungfräulichen Nervensystem, das noch nicht ganz so hart vom Leben durchgefistet wurde wie meins.

Kurz: Ich bin einfach zu alt, zu weise und zu reich* für die ganze Scheiße.

*Anspielung auf Gott in den Simpsons.

Also zugegeben, Elden Ring sieht mega mystisch und Guardians of the Galaxy lächerlich lustig aus, aber so ganz allgemein gesprochen: Hyper-HYPER-realistische Grafiken, lange, Oskar-reife Cut Scenes und eine Open World, für die ich noch mal 20 sein müsste, um sie komplett zu erkunden, geben mir einfach nicht mehr so viel.

Höchstens, eines Tages, wenn sich das ganze „Ballgame“ nochmal kulturschockartig verändern würde.

Sagt mir einfach Bescheid, wenn Elon Musk mit seinem Brain-Computer-Interface Neuralink die Gaming-Welt revolutioniert. Dann rutsche ich nackt, auf einer Rutsche voll Mayonnaise, feindliche Flugsaurier-Aliens atomisierend, in die wartende Gina Wild. Bzw. ihren 80.000sten virtuellen Klon.

Bis dahin bekommt man einen alten Knochen wie mich nur noch durch drei Keywords aus dem Schaukelstuhl gelockt: Oldschool, Nostalgie und Freakshow.

Und genau diese 3 Nervenbahnen kitzelt das seltsame Death Trash.

Death Trash: Nichts für Veganer oder Zartbesaitete

Ja, so ist das eben. Wo andere Menschen auf Cyberpunk 2077 zu fiebern (also auf eine endlich weitestgehend bug-freie Version…hahahaha) verliebe ich mich in kleine Perlen wie Death Trash.

Death Trash ist ein oldschooliges, postapokalyptisches Cyberpunk RPG mit Cosmic Horror, Punks und äh… jeder Menge Fleisch. Und Kotze. Genau mein Ding.

Atmosphäre und Pixeloptik erinnern mich an Fallout 1, Syndicate oder andere Retro-Iso-RPGs ähnlich endzeitlicher Coleur.

Das Singleplayer-Rollenspiel soll mit seiner tiefgründigen Story, Multiple Choice Dialogen, Inventar, Loot, Weltkarte, Crafting- und Fähigkeiten-System komplett oldschool rüberkommen, im Kampf jedoch auf eine schön blutige Hotline Miami-Echtzeit-Gewalt umschalten. Die Kombo wirkt rund (siehe Video unten).

Bei all dem wird die Freiheit im Spiel in höchsten Tönen gelobt. Auf der Webseite heißt es dazu zusammenfassend: Töte jeden, oder… töte niemanden! Das klingt jetzt erstmal nicht nach Rocket Science, doch ich glaube, sowas ist gar nicht so leicht hinzuprogrammieren, ohne dass Questreihen abbrechen oder Sackgassen entstehen.

Ihr könnt allein oder im lokalen Co-op Modus gegen Monster, Maschinen und seltsam zuckende Fleischhaufen vorgehen. Mit Knüppeln, Laserwaffen und Kotze. Ich mache keine Witze. Ich möchte das spielen.

Noch ist das Game auf Steam in Early Access. Bin mal gespannt ob und in welcher Güte es mal vom Band rollt.

Wenn ihr selbst nicht Crash Test Dummies sein wollt, könnt ihr ja mal einem Random Youtuber beim Probespielen zugucken. Also ich habe Bock auf das Game.

Death Trash is a Post Apocalyptic RPG Dream Come True [Exclusive Preview]
Über Thilo (1107 Artikel)
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