Peacemaker vs. She-Hulk: David gegen Goliat

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Heiliger Körperklaus-Kermit, war She-Hulk unterirdisch!

Und das noch nicht mal wegen dem Männer-Bashing, das Nerd-Kollegin Pia auf den Senkel ging.

Ok, als Jennifer Walters ihrem vom Tod unzähliger Freunde und anderer epochaler Schicksalsschläge schwer traumatisierten Cousin Bruce Banner erzählt, dass sie es ja viel schwerer im Leben habe als er, weil ihr manchmal Männer hinterherpfeifen, war das schon eine Sternstunde des Cringe. Ich schüttele mich immer noch wohlig stöhnend, wie nach einem Bad in radioaktivem Glibber.

Doch der Hauptgrund ist der Plot. Ist es eine Anwaltsserie? Oder eine Comicverfilmung mit einem weiblichen Hulk? Leider weder noch. Irgendwie hat die Serie garkeinen Plot. Hab aber mal gehört, dass ein Plot für Geschichten nicht ganz unwichtig ist…

Hinzu kommt dieser sprechende, grüne Spezialeffekt, der mich nicht in die Welt von Marvel, sondern tief ins Uncanny Valley wirft. Nur passend eigentlich, dass die Macherinnen von She-Hulk die offensichtlichen Budget-Probleme im Finale der Staffel thematisieren und die ganze Serie damit zu einer einzigen Farce machen. Merke: Nicht alles, was die vierte Wand durchbricht, ist Deadpool.

Klar, gab es hier und da ein paar witzige Momente und die Darstellerin hat das auch nicht übel gemacht, aber insgesamt ist She-Hulk schon ein hulkharter Schuss in den Ofen.

GANZ ANDERS: James Gunns Peacemaker!

So geht Unterhaltung!

Auf James Gunn ist einfach Verlass.

Peacemaker ist so…

so…

Eigentlich müsst ihr euch nur das getanzte Opening der Serie anschauen, um genau zu wissen wie Peacemaker ist:

Peacemaker | Opening Credits | HBO Max

Oder um es noch mal in Worte zu fassen: wunderbar!

Nämlich wunderbar albern, trashig und überraschend! Peacemaker trägt unverkennbar James Gunns Handschrift. Ich liebe den Mann. Jetzt möchte ich am liebsten eine Spin-Off-Serie für jeden anderen Charakter aus seinem The Suicide Squad sehen.

Ich will auch gar nicht zu viel spoilern. Aber, wer auf trockene Sprüche, Glam Metal und einen irrwitzigen Plot abfährt, ist bei Peacemaker goldrichtig.

John Cena spielt den traumatisierten Superhelden einfach grandios. Und dabei wird er beinahe noch überschattet von seinem Sidekick “Vigilante”, seinem Angstgegner “Judomaster” oder seinem Adler-Kumpel Eagly. Oh Mann, ich konnte nicht mehr, hab mich in so mancher Folge in einer Tour schlappgelacht. Zu Glam Metal, Blut und Wahnsinn.

Jennifer Holland und Danielle Brooks spielen seine weiblichen Team-Mitglieder ebenfalls grandios. Ach, einfach alle Darsteller rocken hart. Härter rockt nur das Glam Metal.

Ok, wie oft habe ich jetzt das Glam Metal erwähnt? Seid ehrlich.

Ist halt geil.

Also, wo kriegt ihr jetzt den guten Stoff her?

Ich habe mir die 8 Folgen Peacemaker auf Amazon gekauft und wurde nicht enttäuscht. Das war jeden Cent wert.

Und anders als bei She-Hulk, ist das Finale hier keine stotternd vorgetragene Entschuldigung der Macherinnen, sondern ein Feuerwerk. In jeder Hinsicht. Gags. Leichen. Good Times.

Über Thilo (1163 Artikel)
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