Smashing Four ist kurzweiliges „Fantasy Billard“

Ich freue mich, endlich meinen letzten Orb-Platz belegen zu können und flitsche meinen Riesen mit Gusto gegen den so-gut-wie-toten Dieb. Doch leider rutsche ich im Halbdunkel auf meinem Handy ein wenig mit dem Finger ab, mein Riese bleibt am Mittelkristall hängen und schlittert unverrichteter Dinge in meinen anderen Helden. Hmmmmmpf.

Jetzt ist der Dieb doch noch mal an der Reihe. Er zielt auf meine verbleibenden Helden, die beide auch nicht mehr bei bester Gesundheit sind. Doch leider stehen sie nun so dicht zusammen, dass der Dieb reinhagelt, beide durch Wand-Titscher je zwei Mal trifft und tötet. „Double Kill!“ erscheint auf dem Bildschirm und ich habe verloren.

Mein Gegner spammt nach bester Hearthstone-Manier weinende Smileys und „gutes Spiel“!

Ich bin gewogen, mein Handy aus dem Fenster zu schmeißen, doch beherrsche mich, um meinen Sohn nicht zu wecken. Immerhin veranstalte ich dieses „Fantasy Billard“ im Prinzip nur für ihn.

Ja, das ist der einzige Grund, warum ich mir die App Smashing Four ins Handy gelötet habe. Eigentlich wollte ich seit meinem permanenten Hearthstone-Abschied ja nie wieder PvP-Games zocken, bei denen mich Gegner mit Emotes zur Weißglut bringen können. Aber Smashing Four ist durch sein simples Spielprinzip einfach sehr unterhaltsam und kurzweilig. Und eben genau das Richtige, wenn ich im Dunkeln, wo ich ja nicht lesen kann, darauf warte, dass der Action-Zwerg endlich loslassen und einschlafen kann. Gelobt sei das ungesunde Handy-Zeitalter! Was haben Eltern eigentlich früher gemacht, als es noch kein Internet, geschweige denn, Internet-fähige Handys gab? Ich wette, da wurden regelmäßig die grauen Leichen von Erwachsenen in Betten gefunden, die sich neben ihren aufgekratzten Sprösslingen totgelangweilt hatten…

Smashing Four ist aber auch so ein nettes kleines Game, um Wartezeiten zu überbrücken. Es basiert auf einer simplen Billard-Mechanik, kombiniert mit witzigen Fantasy-Figuren im Cartoon-Stil. Ihr müsst mit einer Gruppe von 4 „Helden“, wie Rittern, Magiern, Vampiren oder Goblins ein Team bilden und in verschiedenen Arenen gegen andere Spieler antreten. Last Man Standing wins.

Dabei ist ein gutes Auge, wie man es auch beim Billard braucht, ein großer Vorteil. Denn wenn ihr euren Krieger geschickt über Bande in verschiedene andere Gegner reinhaut, teilt er einfach mehr und häufiger Schaden aus. Richtig taktisch wird es, wenn ihr versucht, zu treffen und gleichzeitig noch Gegner aus günstigen Schusspositionen zu kicken oder mit eurem Paladin noch Gruppenmitglieder zu heilen. Bestimmte freischaltbare Fähigkeiten der Spieler, sowie verschiedene Arenen mit Fallen etc. sorgen für noch mehr taktische Tiefe und Überraschungen.

Das Spiel ist kostenlos, finanziert sich aber natürlich über die üblichen „in-app-Käufe“. In wie weit das zu einem „Pay to Win“-Modell eskaliert, kann ich nach so wenigen Runden noch nicht sagen. Zwar seit ihr ständig dabei irgendwelche „Loot Orbs“ mit neuen Karten auszubrüten oder eure Teammitglieder durch Gold hochzuleveln, aber bisher hat mir der Random Generator des Spiels immer nahezu gleichwertige PvP-Gegner zugewiesen. Manchmal vielleicht einen Tacken stärker oder schwächer.

Ich werde Smashing Four auf jeden Fall „CASUAL“ halten.

Ich denke, wenn man es nicht zu ernst nimmt, also nicht in der Weltrangliste ganz oben stehen will und sich auf eine Mannschaft zum Hochleveln beschränkt, kann es ganz amüsant bleiben für zwischendurch.

Offizielle Seite: https://smashingfour.com/

Facebook-Seite: https://www.facebook.com/SmashingFour/

Trailer:

Smashing Four Trailer

Über Thilo (1708 Artikel)
Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.

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