The Flash ist einer der besten Superheldenfilme aller Zeiten

© Warner Bros. Pictures

10 von 10 Dosen verfickter mich zum Heulen bringender Tomaten

That escalated quickly!

Kein Spruch könnte Andy Muschiettis Megablockbuster The Flash besser beschreiben. Nirgends eskalieren Dinge durch einen sympathisch-vertrottelten Barry Allen lustiger als in diesem Film. Und – das liegt in der Natur der Sache – auch nicht schneller.

Ich muss ja sagen, dass ich die Besetzung des Flashs durch Ezra Miller bisher immer eher stirnrunzelnd zur Kenntnis genommen habe. Schlechter als er war in Justice League nur der nichtssagende Cyborg besetzt.

Doch spätestens nach dieser Explosion aus geilen Gags und Speed Force kann ich mir niemand anderen mehr als den Roten Blitz vorstellen.

Was habe ich im Kino gelacht über die wahnwitzigen Situationen, in die sich der Flash “manövriert”.

Was habe ich gestaunt über den Ideenreichtum, der jede Szene für mich zu einem Genuss gemacht hat.

Und was habe ich geweint, wegen der überraschenden emotionalen Tiefe der Geschichte.

Bei The Flash wurde die “Marvel-Formel”, sprich die richtige Mischung aus Drama und Humor, zum Tragen gebracht. Und auch was das Visuelle anbelangt, haben die Producer eine schöne Balance gefunden zwischen “DC-düster” und augenreizenden Farbexplosionen, die der Verrücktheit der Comicvorlage gerecht werden. Manchen wird es gegen Ende des Films wahrscheinlich fast ein wenig zu bunt und kitschig werden. Doch diese Leute sollten sich dann fragen, warum sie sich überhaupt einen Film ansehen über einen Mann, der so schnell ist, dass er durch Zeit und Raum wechseln kann, wie Jeremy Fragrance durch Betten und Schlüpfer.

Und dann die Gastauftritte! Was für eine geile Parade.

© Warner Bros. Pictures

Schon bei Spider-Man: No Way Home wussten die Macher durch Multiversums-bedingte Cameos den Zuschauern ein brunftiges Raunen nach dem anderen zu entlocken. Auch in The Flash funktioniert dieses Rumreiten auf nostalgischen Gefühlen ganz hervorragend.

Kein Spoiler, weil er ja schon im Trailer vorkommt: Wenn ein gealterter Michael Keaton noch mal seinen Anzug aus den 90ern entstaubt und immer noch sehr gekonnt Fressen einschlägt, jauchze ich im Kino vor Belustigung. SO. GUT.

Und tatsächlich erklärt The Flash über ihn für mich das erste Mal in der Geschichte des Films halbwegs nachvollziehbar das Prinzip von Zeitreisen und Paradoxa. Wer es schafft mit Nudeln die Illusion von Zeit zu zerlegen, hat für mich irgendwas richtig gemacht.

Also, kommen wir mal zu so was wie einem Fazit.

Klar, könnte ich jetzt wegen ein paar Multiversums- und Kryptonier-Fressen, die schmerzhaft offensichtlich CGI waren einen Punkt abziehen. Aber so kleinlich zu sein, obwohl ich so einen fetten FUN hatte, widerstrebt mir doch sehr.

Denn James Gunn hatte recht: The Flash ist einer der besten Superheldenfilme aller Zeiten.

Und bleibt ruhig auch für die eine Post-Credit-Szene. Ich wette, dass der darin vorkommende Schauspieler diese selbst vorgeschlagen und gescripted hat.

Über Thilo (1198 Artikel)
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