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Feencon 2026: Zu warm aber trotzdem geil

Was gibt es Schöneres, als gleichgesinnte Nerds zu treffen, Kirschbier zu trinken und den eigenen Körper durch Käsespätzle zu optimieren?

NIX! Richtig!

Deshalb finde ich mich ja auch stets auf der familiären und schnuckeligen FeenCon ein. Leider habe ich es dieses Jahr nur am Sonntag geschafft. Was zur Folge hatte, dass, zumindest gefühlt, weniger los war und ich kaum Cosplays gesehen habe.

Wenigstens sind mir nach der Con, irgendwo in der Wildnis, noch diese Prepper begegnet, die sich auf das Leben mit Killerrobotern, Kannibalen und Klimawandel vorbereitet haben.

Leider habe ich vergessen zu fragen, ob es ok wäre, ihre geniale Endzeit-Montur in meinem Blog zu zeigen. Falls ihr beiden das hier seht: Gebt mir Bescheid, falls ihr lieber nicht wollt, dass die Welt eure liebevolle Handwerkskunst zu sehen bekommt…

Ansonsten bin ich, wie es die Tradition verlangt, mit meinem Lieblings-Feencon-Hasen Cirdan, Deutschlands größtem HdR-Experten und Tolkiens verstoßenem Bastard-Sohn von herr-der-ringe-film.de über die Messe geschlendert.

Immer wieder ein Vergnügen (der inspirierenden Anekdoten, Pen & Paper-Gespräche und Flachwitze, die beinahe körperlich wehtun)!

Autoren und Lesungen auf der Feencon

Dieses Jahr habe ich mich das erste Mal in eine Autoren-Lesung gesetzt.

Mein geschätzter Kollege Moritz Böger (alias “der Würger”! Hahaha… kleiner Insider über falsch verstandene Nachnamen) hat aus seinem neuen Roman “Der Geisterspeer” vorgelesen.

Aber nicht nur das! Er hat es zu einem multimedialen Happening gemacht.

Vielleicht merkte man ihm den Lehrer-Beruf etwas an, als er die Welt seines Romans und die Charaktere professionell mittels Karten-“Handouts” und Zeichnungen auf der digitalen Tafel erklärte. Die eigentliche Lesung, einen kurzen Ausschnitt, der an Bord eines Bootes spielte, untermalte er atmosphärisch mit einem vorbeirauschenden Meer.

Nicht übel, da kann ich mir definitiv was abgucken. Denn ich habe mich noch nie vor Leute hingesetzt und aus einem meiner Romane vorgelesen. Das Achievement fehlt mir noch. Und ich stelle es mir nach wie vor etwas scary vor…

Mal sehen, vielleicht mache ich mit Moritz (und anderen?) bei der Feencon 2027 einen eigenen Stand. Dann kann ich endlich dieses schweißtreibende Erlebnis abhaken.

Apropos schweißtreibend: Zwar konnte die Con am Sonntag nicht mit dem legendären und grausamen “makabren Gruppenschwitzen von 2015” mithalten, aber es war trotzdem so stickig und warm, dass sich leider echt wenig Leute in irgendwelche Lesungen gesetzt haben.

Da tun mir dann immer die Autorinnen und Autoren leid, die für eine Handvoll Leute ihre Gedankenwelten zum Besten geben.

Aber das ist noch lange nicht das Unangenehmste aus der Welt der Schreiblinge!

“Liest du Fantasy?”

Kennt ihr das?

Wenn ihr von jemandem auf einer Con angesprochen werdet? Mit sowas wie: “Liest du Fantasy?”

Und dann hört man sich geduldig an, wie der Autor sein Herzblut vergießt und natürlich hofft, dass man seinem Roman eine Chance gibt. Und wenn es dann nicht “Klick” gemacht hat, egal, wie toll sich die Story vielleicht liest, kommt man als Zuhörer in diese peinliche Situation irgendwie den Notausgang finden zu müssen.

Das ist für beide Seite immer irgendwie cringe.

Ich, als Autor, leide dann immer besonders, weil ja genauso gut ICH es sein könnte, der dasteht und seinen Roman anpreist. Aber man kann natürlich nicht unendlich viele Bücher zu Hause auf seinen “Pile of Shame” legen. Besonders, weil man ja auch selber schreibt und ohnehin kaum Zeit zum Lesen findet. Deswegen kann ich auch keine Bücher auf Zuruf lesen, wenn z.B. eine Autorin anfragt, ob ich einen Roman in meinem Blog vorstellen könnte. Ist einfach zeitlich nicht drin. Dafür habe ich einfach zu viele Selfpublisher, denen ich auf Amazon folge und deren Bücher beim lesen einfach Vorrang haben.

Solche Autoren-Leser-Gespräche auf Messen sind auch der Grund, glaube ich, warum ich bisher noch nie einen eigenen Stand hatte. Aber vielleicht ist das auch so eine Art Feuertaufe, die man als Autor früher oder später über sich ergehen lassen muss… mal sehen. Man trifft ja auf der anderen Seite auch sehr viele nette und spannende Menschen dabei.

Wie z.B. Daniel Deflieze, dessen Roman wirklich sehr spannend klingt. Großmütter scheinen häufig mysteriöse Geheimnisse in ihren Häusern zu verstecken. In meinem Roman “Liams Labyrinth – Der Todes-Dungeon” lauert es im Keller, in “Die Herrschaft der Farben” auf dem Dachboden. Dort findet ein Fünfzehnjähriger eine magische Farbe, mit der er seine Vorstellungskraft Gestalt annehmen lassen kann. Wenn ihr auf spannende “Portal Fantasy” steht, dann schaut euch Daniels Buch mal an:

Highlight der FeenCon: Leos Diodramen

Ja, das habt ihr richtig gelesen: DioDRAMEN.

Denn was dieser Mann in Miniatur-Maßstab zaubert ist pures Drama in Dioramen gegossen.

Beinahe wäre ich an seinem Stand einfach vorbeigelaufen und hätte so viele Szenen aus dem Herr der Ringe einfach links liegen gelassen. Was für eine Sünde! Meine dilettantischen Fotos werden der Liebe und dem Detailreichtum seiner Werke leider kaum gerecht. Hier nur einige seiner Meisterwerke:

Für alle Dio”Dramen” folgt ihm auf Instagram, Facebook oder Youtube!

Tja… und das war dann auch schon wieder die Feencon, meine Haus- und Hof-Con. Blieb mir nur noch in meiner herzallerliebsten Kirschbiertaverne für 147€ ein Bier zu trinken und glücklich nach Hause zu fahren.

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