Rick and Morty vs. D&D Painscape ist ein lustvoller Mindfuck

Was ist noch besser als Rick and Morty?

Genau: Rick and Morty mit Dungeons & Dragons in den Mixer geworfen und auf höchster Stufe durchgenudelt. Ich bin stolz auf euch.

Aber ist ja auch logisch. Wenn man die lustigste und tiefgründigste Zeichentrickserie aller Zeiten mit dem ältesten und besten Pen & Paper der Welt verrührt, ergibt sich natürlich zwangsläufig ein Crossover, das man am liebsten zusammenrollen und rauchen würde.

Aber auch ohne diesen seltsamen Akt des Vandalismus bin ich immer noch ganz high von Rick and Morty vs. Dungeons & Dragons Chapter 2: Painscape.

Der Comic ist definitiv ein würdiger Nachfolger für seinen Welten-erschütternden Vorgänger.

Ich würde jedoch sagen, dass er sinnbildlich und sprichwörtlich die Welt der Normalos verlässt und sich auf ganz neue Ebenen emporschwingt. Natürlich hagelt es dabei wieder nur so vor offensichtlichen, aber auch subtilen D&D-Anspielungen (in einem D&D-Crossover, verrückt!), für die gerade Odschool-DnD-Nerds einen saftigen Weisheits-Rettungswurf werden machen müssen, um nicht glücklich grinsend ins sich zusammenzusinken.

Das könnte selbst für Rick knüppelhart werden.

Ausgangslage ist diesmal ein gerade hochaktuelles Thema: Ein (D&D-)Virus, von dem scheinbar die ganze Welt befallen ist. Plötzlich werden Live-Übertragungen von Pen & Paper-Runden wie E-sports übertragen und es gibt generell kaum noch ein anderes Gesprächsthema.

Dabei frage ich mich natürlich, ob ich auch von besagtem Virus befallen bin, wenn ich wie selbstverständlich im täglichen Leben Worte wie Rettungswurf, Dex-Check oder Bratpfanne +5 verwende.

Aber genau da greift eben die wunderbare Meta-Verständnisebene von Rick & Morty, die den kometenhaften Aufstieg von D&D in der jüngeren Popkultur auf den Arm nimmt und auch die Gedankenwelten von uns Spielern und Spielleitern – im wahrsten Sinne des Wortes – zugänglich macht.

Ich weiß nicht was ich am meisten an Painscape liebe. Die verschiedenen „Existenzebenen“ wie Ricks Custom Campaign oder den Blutkrieg, die vielen Anspielungen, die nur D&D-Hardcore-Freaks verstehen oder Ricks Montage zum Epic min-maxed Wizard-Fighter-Rogue-CleRick.

Rick and Morty vs. D&D: Painscape ist, wie sein Vorgänger, ein Must Have für D&D- oder Rick & Morty-Fans.

Diesmal ist der D&D-Nerd und Autor der IMMER NOCH unvollendeten Königsmörder-Trilogie, Patrick Rothfuss, nicht am Comic beteiligt gewesen. Doch Jim Zub (Samurai Jack, Savage Sword of Conan) und Troy Little (Fear and Loathing in Las Vegas, The Powerpuff Girls) haben auch ohne ihn über 100 Seiten Rick & Morty-Wahnsinn und Dungeons & Dragons-Nostalgie mit wunderschönen Artworks und lustvollen Mindfucks gebastelt. Und hinten im Buch, gibt es auch wieder die geniale Cover-Galerie und die ausgefüllten D&D 5th Edition Charakterbögen.

Der Drache und die Würfel waren nicht dabei… 😉

Ein geiler Comic.

Für Augen und Verstand das, was Pizza, Bier und Eis für die Zunge sind.

Wer ihn sich nicht holt, erschafft damit eine alternative Zeitlinie voller Leid und unerfüllter Sehnsüchte für sich selbst.

Warum sollte das jemand tun? WARUM?

Ich hab‘s mir in meinem örtlichen Comicladen besorgt, doch es ist natürlich auch HIER über Amazon (Partnerlink) zu bekommen.

Über Thilo (1838 Artikel)
Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.

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