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Frühlingsanfang für Nerds: Checkliste zum Überleben

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Am 20. März war Tag-und-Nacht-Gleiche, sprich Frühlingsanfang. Wenn ihr mich fragt, wird es auch allerhöchste Zeit, dass wohlduftende Blumen sprießen und ich mich wieder untenrum nackt auf den Balkon setzen kann. Der Winter war dieses Jahr, gefühlt, viel zu lang für mich. Alles in mir sehnt sich nach Gras (das auf dem Boden), Sonne, Wasser, lauen Lüftchen und leckeren Bierchen beim Grillen. Schließlich ist der Frühling ja nichts anderes als die sexy Vorzimmerdame des Sommers, bei dem all das dann seinen orgiastischen Höhepunkt feiern darf.

Doch so ein Jahreszeitenwechsel ist auch nicht ganz ohne. Der Nerd von Welt möchte natürlich auf diesen grundlegenden Wandel in der Atmosphäre vorbereitet sein. Deshalb habe ich für euch im Folgenden mal eine Checkliste zusammengestellt, die für die meisten von uns unabdingbar ist, um den Frühling unbeschadet und frohlockend erleben zu können. Das meiste war euch sicherlich ohnehin klar:

  1. Den Anti-Blütenstaub-Vollvisierhelm „Pollen Defender 3000“ gründlich reinigen. Schaut nach, ob sich Pilz in den Atemschläuchen gebildet hat. Zur Not komplett entfernen und mit einer Bürste reinigen. Kontrolliert auch die Elektronik, sowie Außenlautsprecher und Mikrofon der Sprechanlage. Und schließlich könnt ihr noch checken, ob die Gummis der Scheibenwischer porös geworden sind.
  2. Frühjahrsputz: Haltet dafür einen großen, geräumigen Müllsack bereit. Nun dreht ihr das Keyboard eures PCs um und klopft es vorsichtig auf den Tisch. Wenn dieser dann mit Kekskrümeln, Dreck, Haaren, Bierdeckeln, toten Insekten, Staub und anderem Schnodder voll gerieselt ist, alles mit dem Arm in die Mülltüte am Tischrand kehren. Prozess so lange wiederholen, bis die Mülltüte voll und die Tastatur leer ist. Nun nehmt ihr noch ein kleines Hämmerchen und befreit mit einem gezielten Schlag eure Maus aus ihrem harten Ekelsiff-Kokon.
  3. Opfer an die Frühlingsgöttin! Ostara, Tochter der Fricka und des Wotan, Göttin der Sonne, der Fruchtbarkeit und der Morgenröte hat sich im Kampf gegen die Eisriesen des Winters für uns alle den Arsch aufgerissen, damit wir jedes Jahr wieder den Frühling genießen können. Deshalb bringt ihr gefälligst pünktlich das traditionelle Opfer aus Blut und Blumen dar. Wie das geht, muss ich ja hier nicht extra erwähnen.
  4. Kampf der Frühjahrsmüdigkeit: Um im Alltag halbwegs funktionieren und euren Nerd-Körper irgendwie voran schleppen zu können, empfehle ich bis zum Sommer eine kurzzeitige Erhöhung der Kaffee-Dosis von 20 auf 40 Tassen am Tag.
  5. Die Mänaden des Dionysos abfüllen! Dazu stellt ihr bis Sommeranfang jede Nacht ein Schälchen mit gutem Wein vor eure Eingangstür. Ihr wisst, dass unbefriedigte Diener des Weingottes euch mit Wildheit, Wahnsinn und Ekstase strafen können. Doch diesen Zustand auszulösen, sollte einzig und allein dem Grillfest vorbehalten bleiben. Deshalb ist der nächste Punkt ebenfalls wichtig.
  6. 2. Staffel True Blood

  7. Grill-Equipment reinigen. Grillroste, -zangen und sonstige Utensilien sollten blinkend und einsatzbereit an der Wand hängen, wie die Folterinstrumente in eurem Keller. Auf eurem Balkon oder im Garten sollten genügend gemütliche Sitzgelegenheiten für eure besoffenen Freunde vorhanden sein. Außerdem solltet ihr einen Raum haben in dem Platz für 100 Fässer Bier ist. Aber das macht ihr ja sowieso schon im Rahmen des Rituals beim Opfer an die Frühlingsgöttin.
  8. Korrekte Kanalisierung der Frühlingsgefühle: Ihr könnt natürlich eure Liebsten umarmen oder euch mit neuen Bekanntschaften Schmetterlinge im Bauch züchten. Oder ihr zieht euch jeden Blockbuster im Kino rein und nerdet zusätzlich noch unzählige neue Serien auf Netflix und Co. durch. ODER ihr vergrabt euch wie ein Gangrel Vampir im Garten und wartet bis der ganze Wahnsinn wieder vorbei ist. Bei dieser Variante aber nicht den dicken Strohhalm vergessen, durch den Bier eingefüllt werden kann.

Über Thilo (1571 Artikel)
Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.

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