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10 Regeln aus Zombieland, die Dich zu einem besseren Blogger machen!

zombieland cardio

Seit ich meinen kleinen Nerd-Blog hier schreibe, erhalte ich allerhand Mails und Anfragen. Manchmal bekomme ich einfach Lob dafür, dass ich so ein Verrückter bin. (Was meinen die Leute eigentlich damit?) Teilweise sind es auch Kooperationsanfragen oder jemand will einfach nur „Hallo“ sagen. Oder „Möge die Macht mit Dir sein“. Oder „live long and prosper“.

Eine Art von Anfrage hat sich jedoch in letzter Zeit irgendwie gehäuft und die lautet meistens ungefär so:

Hi Thilo, geiler Blog, Mann, verdienst Du eigentlich Geld damit? Wenn ja, wieviel und kannst Du davon leben? Wie lange hat das gedauert und wie schnell könnte ich das auch schaffen? Und wann bin ich endlich Blog-Millionär und kann den ganzen Tag auf einem Thron aus nackten Frauen sitzen?

Ok, bis auf den letzten Teil, den ich in meiner allgemeinen Verwunderung dazu gedichtet habe, kommt das ziemlich gut hin. Wie soll man da reagieren, außer mitleidig die Stirn zu runzeln und den Kopf zu schütteln?

Was zum Henker denken sich die Leute? Glauben die wirklich man könnte MIT ANSAGE Geld durch Bloggen verdienen? Die einzigen Blogger, die man so kennt, die WIRKLICH davon leben können, haben teilweise Jahre und Jahre dafür gebraucht. Ich antworte den Leuten dann meistens ziemlich kurz und prägnant, dass sie erst mal machen sollen was ihnen Spaß macht, dann kommt der Erfolg von ganz alleine. Ernsthaft, in der Berufswelt ist DER bezahlte Job der beste der Welt, den ihr auch machen würdet, wenn ihr keinen Pfifferling dafür bekämt. Denn nichts ist wertvoller als Lebenszeit. Ihr bekommt keine einzige Sekunde jemals zurück! Deshalb würde ich dringend davon abraten Lebenszeit gegen Geld zu tauschen. Lieber etwas machen, was euch Freude bereitet, auch wenn es anfangs weniger oder sogar gar kein Geld bringt. Klar müssen manchmal auch einfach Rechnungen bezahlt werden, aber wir reden ja hier auch erst mal von Bloggen als Hobby. Wenn daraus mal mehr wird – umso besser.

Erst mal sollte jeder eine Berufung oder Leidenschaft finden, für die er bereit ist nur um des Spaßes Willen Zeit zu investieren. Erst dann KANN sich irgendwann auch finanzieller Erfolg einstellen. Doch darauf hinzuarbeiten ist hirntot. Niemand hält etwas durch, was ihm nicht wirklich Spaß macht. Dabei wird man zum Zombie!

Deshalb habe ich mich hier mal von einer Idee des erfolgreichen Email-Marketing Spezialisten Ben Settle inspirieren lassen und die Zombieland-Regeln auf das Bloggen angewendet (er hatte dasselbe mit Marketing gemacht). Wenn ihr euch mal überlegt, dass der Film Zombieland davon handelt, dass sich fast die gesamte Bevölkerung der Welt in hirnlose Zombies verwandelt hat, dann fällt es nicht schwer die Analogie zur unsrer Welt zu sehen.

Im Zeitalter des Internets konsumieren die Leute jeden Tag mehr oder weniger hirnlos große Mengen von Informationen. Um als Blogger in dieser digitalen Zombie-Apokalypse zu überleben braucht es Schneid. Aber ihr habt Glück! Damit ihr mit eurem Blog im schnelllebigen Internet nicht zwischen die Räder geratet und zu Zombiefraß werdet, könnt ihr einfach diese 10 Regeln aus Zombieland beherzigen:

Cardio!

Untrainierte Fettsäcke werden natürlich als erste gefressen, weil sie lahme Hirn-Schnitzel sind. Übertragen auf die Welt der Blogger braucht es einiges an mentaler Fitness und Durchhaltevermögen, um regelmäßig neue Posts zu verfassen. Sonst liegt der Blog schnell brach und wird von anderen aufgefressen. Nur wer einen langen Atem hat, bleibt in der harten Welt der Blogger am Leben. Das ist eigentlich schon die wichtigste Regel. Verdammt, jetzt schon alles Pulver verschossen?

Vorsicht auf Toiletten!

Die fiesen Zombies überfallen gerne Leute, die gerade unpässlich oder abgelenkt sind. So ist es mit dem Bloggen auch. Man muss immer „in Bewegung bleiben“. Nur zum Kacken auf dem Klo sitzen ist Zeitverschwendung! Da sollten gleichzeitig schon Zeitschriften oder Newsfeeds auf dem Handy durchgeackert werden, um Inspiration für neue Artikel zu sammeln. Müßiggang ist tödlich. Immer schön Notizen machen.

Anschnallen!

Wer sich in Zombieland nicht anschnallt, prallt irgendwann gegen eine Blockade und fliegt durch die Frontscheibe. Bei einer Zombieapokalypse bei einem banalen Autounfall ums Leben zu kommen wäre schon ziemlich peinlich und das Gegenteil von episch. In der Welt der Blogger bedeutet das Anschnallen auf Hindernisse vorbereitet zu sein. Besonders fiese Kommentare oder Beleidigungen aller Art sollten bei euch auf eine dicke Haut und im besten Fall auf Schulterzucken prallen. Wer sich jeden Analphabeten und Trottel-Troll da draußen zu Herzen nimmt, verliert schnell die Lust am Schreiben. Wo Licht ist, ist auch Schatten. Gehört dazu.

Ohne viel Gepäck reisen!

Da muss ich unwillkürlich an 20.000 Meilen unter dem Mehr denken. Da gab es diesen Typen, der das U-Boot mit jeder Menge Gold und Klunkern behangen verlassen wollte und dabei unspektakulär abgesoffen ist. In Zombieland kann zu viel Ballast auch das Leben kosten. Übersetzt in die Welt des Bloggers bedeutet dies Spezialisierung! Versucht nicht jedem und allem gerecht zu werden und schreibt am besten nur über die Themen, die euch auch wirklich interessieren. Es ist besser in einem Bereich der Experte zu sein, als alles nur oberflächlich und laienhaft anzureißen. Werft lieber Ballast ab und konzentriert euch auf das Wesentliche!

Besorge Dir einen fähigen Partner!

Wer in Zombieland einen Revolverhelden oder Kung-Fu-Meister an seiner Seite hat, kann sich glücklich schätzen. Auch Blogger, und gerade diejenigen die frisch anfangen, sollten sich ein paar schlagkräftige Partner suchen. Gerade am Anfang kennt Dich kein Schwein und der beste Artikel nützt nichts, wenn ihn außer Deiner Mutter niemand liest. Ich habe mich am Anfang mit ein paar thematisch passenden Seiten gegenseitig verlinkt, um meine ersten Besucher zu bekommen. Das gute alte Kommentieren in anderen Blogs ist auch eine beliebte Möglichkeit „schlagkräftige Freunde“ zu finden. Allerdings solltet ihr auch selbst etwas zu bieten haben. Wenn Bruce Lee merkt, dass Du ihn nur ausnutzen willst, haut er dir auf die Fresse und geht.

Sei ein Held! Oder sei kein Held!

Manchmal sollte man seine Grenzen kennen, um in Zombieland durch unnötige Selbstüberschätzung nicht doch noch den Löffel anbzugeben. Es sei denn, die Aktion könnte eine geile Alte retten und für immer an Dich binden. Dann erscheint Heldenmut schon eher angebracht. Übertragen auf Internet und Bloggen bedeutet das schlicht und ergreifend: Mach einfach was Dir Spaß macht. Du musst für niemanden Heldentaten vollbringen; mach einfach Dein Ding und sei Du selbst. Wichtiger ist, dass Du überhaupt was machst. Das ist nämlich meistens schon mehr als 95% der anderen Menschen hin bekommen. Die Zeit für Heldentaten wird schon noch kommen und Du wirst wissen, wann es soweit ist.

Immer wissen wo der Ausgang ist!

In Zombieland sollte der Überlebenswillige immer mehr als einen Fluchtweg kennen. Auch in der Welt des Bloggens ist es wichtig ab und an einen „Backup Plan“ zu haben. Wenn die Inspiration oder Disziplin fehlt, ist es gut zu wissen, wie man das Feuer der Motivation neu entzündet ohne gleich die „Blog“-Flinte ins Korn zu werfen. Zur Not einfach mal ausloggen, raus gehen, Sonne tanken und durchatmen; dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Besonders Sport ist eigentlich für jeden Schreiber unerlässlich. Dabei wird das Hirn besser durchblutet und neue Ideen sprießen ganz unerwartet. Selbst erlebt.

Aufwärmen!

Um in Zombieland länger zu überleben, sollte man stets aufgewärmt und beweglich sein. Wer steif und unbeweglich ist, kann schnell als Zombie-Snack enden. Beim Bloggen ist es ganz ähnlich, nur auf die geistige Flexibilität bezogen. Wer einfallsreich ist, neue Ideen testet und auch mal die Regeln bricht, der schwimmt gegen den Strom und fällt im großen Meer der Blogger eher auf.

Check den Rücksitz!

Wer ständig einfach so in sein Auto steigt und sorglos durch die Gegen fährt, merkt vielleicht nicht, dass er schon lange einen hirnfressenden Mitfahrer hat. Beim Bloggen lohnt es sich auch gelegentlich mal zu checken, welche Bots deine Inhalte klauen und auf anderen Domains veröffentlichen. Direkter Ideenklau ist mir auch schon passiert. Sowas ist natürlich unschön und kann mit dem gelegentlichen Blick „auf den Rücksitz“ enttarnt werden. Manchmal machen Dich auch andere Blogger oder Freunde darauf aufmerksam. Siehe Zombieland-Regel „Besorge Dir einen fähigen Partner!“

Erfreue Dich an den kleinen Dingen!

Wer in einer zombieverseuchten Welt nicht wahnsinnig werden will, sollte lernen die kleinen Freuden des Lebens zu schätzen. Wie z.B. einen Laden, der ohnehin keine lebenden Besucher mehr hat, zu demolieren oder ein paar Twinkies zu mampfen. Beim Bloggen solltet ihr auch eure ganz persönlichen „Twinkies“ zu schätzen wissen. Die gelegentlichen netten Kommentare, unerwartete Geschenke oder einfach die Freude am Schreiben selbst. Wer anfängt das Bloggen als anstrengende Pflichtübung zu betrachten, hat so gut wie verloren. Solche Blogger brennen aus und verwandeln sich in Zombies ohne wahre Freude an dem was sie tun.

So, wer all diese Regeln beherzigt, kann zu einem Blogger werden, zu dem die Leute aufblicken. Wenn alle anderen Blogger zerfleddert und im eigenen Saft am Boden liegen, dann bleiben nur die knallharten Profis übrig!

Also, bevor Du jetzt Deinen eigenen Blog startest … könnest Du in der Zombieapokalypse überleben?

*Geräusch einer Schrotflinte, die durchgeladen wird*

Wärst Du der schreiende Fettsack da oben oder eher einer davon:

zombieland blogger

Über Thilo (1507 Artikel)
Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.

4 Kommentare zu 10 Regeln aus Zombieland, die Dich zu einem besseren Blogger machen!

  1. Hehe, sehr spaßig! Wusste ich doch, dass du einer dieser vesnobbten Blog-Milliardäre bist, der sich einen Harem hält und seinen Konkurrenten Zombies auf den Hals hetzt. Hmm, oder sollte ich da etwas falsch verstanden haben?!? 😉

    btw: An den zehn 80er Obsessionen bin ich noch dran…

  2. Ja, da hast Du LEIDER was missverstanden. Wäre schon geil von Nerdery leben zu können. Aber ich heiße ja nicht Rene Walter 😉 Und auf Deine 80er Obsessionen bin ich immer noch gespannt! 🙂 Ich könnte mal meine 90er starten…

  3. Irgendwie vermisse ich die Regel Double Tap

    • ja, das sind lange nicht alle Regeln, die es gibt 🙂 Nochmal in den Kopf schießen, um sicher zu gehen, dass der Zombie tot ist, fand ich dann doch zu abstrakt, um es auf Bloggen zu übertragen…

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