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Top 5 Reaktionen auf eine Riesenmonster Apokalypse

„Huge Dragon” von Freelance illustrator & artist Yoshinobu Saito.

Huge Dragon von Freelance illustrator & artist Yoshinobu Saito.

Wer schon einmal irgendeinen Artikel in diesem Blog gelesen hat, der wird mit 90%iger Wahrscheinlichkeit darin von meinen Monster-Fetisch erfahren haben. Neben Vampiren, Werwölfen und anderen „handlichen Freaks“ faszinieren mich jedoch besonders alle übergroßen Ungetüme, wie feuerspeiende Drachen, Riesenkraken, die Schiffe unter Wasser ziehen, oder Kaijūs wie Godzilla, die ganze Städte verwüsten können.

Und da ich die Invasion durch ein Riesenmonster für genauso wahrscheinlich halte wie eine Zombie Apokalypse, finde ich, dass wir uns alle die Frage oben zu Herzen nehmen sollten: Was würde ich tun, wenn ich morgens aus dem Fenster schauen und so ein Vieh über der Stadt sehen würde?

Naja, vermutlich erst mal wahnsinnig lachen. Doch dann heißt es die letzten Stunden vor einer Konfrontation mit dem Monster gewinnbringend nutzen! Die folgenden Überlegungen setzen natürlich voraus, dass ich gerade zu Hause bin, wenn die Sirenen der örtlichen Feuerwehr losgehen, um mir mitzuteilen, dass ein VERDAMMTES RIESENMONSTER GLEICH DIE STRASSE ESSEN WIRD, in der ich wohne.

Denn wenn man gerade auf einer bulgarischen Autobahn unterwegs ist wenn sich Cthulhu offenbart, dann bleibt außer Radio laut machen und noch einmal laut singen nicht viel übrig.

„Cthulhu Rising“ von Andrey Nazarov, alias DaShadeE.

„Cthulhu Rising“ von Andrey Nazarov, alias DaShadeE.

Hier meine persönlichen Top 5 aufsteigend angeordnet nach der Wahrscheinlichkeit, was ich wirklich machen würde. Spoiler: Irgendwo einen unterirdischen Schutzbunker aufsuchen kommt seit 10 Cloverfield Lane nicht mehr in Frage.

Platz 5: Ich richte mich selbst als Leckerli her.

Wenn ich sowieso gefressen werde, möchte ich, dass mich das Monster als den Gourmet-Happen der Erde in Erinnerung behält. Ich google also so schnell ich kann nach der leckersten Hühnchen-Marinade, die Steffen Henssler zu bieten hat. Da wir ja dank Hannibal Henssler, äh Lecter, alle wissen, dass Menschen nach Hühnchen schmecken, sollte das am besten passen. Dann breche ich in die umliegenden Wohnungen ein und versuche alle Zutaten zusammen zu bekommen. Wer sich mir in den Weg stellt, wird mit meinem Highlander-Katana in Streifen geschnitten und dient als Beilagen Salat. Bevor ich mich nach der Zubereitung der Marinade jedoch mit selbiger einreibe, gehe ich nochmal duschen. Ich möchte ja nicht, dass das Monster von mir einen fiesen Beigeschmack auf der Zunge hat. Komplettrasur versteht sich auch von selbst, wenn man mal ein schlecht gerupftes Hühnchen gegessen hat. Mit etwas Glück hatte jemand noch ein paar Fackeln, die ich im Garten in den Boden rammen und als romantische Beleuchtung entzünden kann. Zu guter Letzt lege ich mich in die Mitte des Feuerkreises und mache mit so einer Fußballtröte auf mich aufmerksam. Um meinen Penis kommt eine kleine Schleife aus Petersilie. Ist ja das beste Stück, wie beim Spargel die Spitze.

Platz 4: Mit dem Monster verbünden!

Schnell Kamera rausholen, Foto machen und ein Fan Shirt drucken. In dieser neuen Arbeitskleidung sofort in Bewegung setzen in Richtung Supermonster. Und da ich vermutlich der einzige bin, der nicht mit rudernden und gestikulierenden Armen vom Monster weg rennt, sondern entschlossenen Schrittes darauf zu geht, könnte ich mir damit die Aufmerksamkeit des Monsters sichern. Dann würde ich ihm verklickern, dass ich mich in dieser Welt auskenne und wir ein verdammt geiles Team wären. Für eventuelle sprachliche Barrieren hätte ich auf meinem Handy den Google Translater offen. Warum das Monster mir überhaupt Gehör schenken sollte? Naja, wenn es die tiefe Schwärze in meinem Herzen und damit unsere natürliche Verbundenheit nicht einfach so spüren kann, gibt es immer noch die Möglichkeit, dass ihm mein Fan Shirt gefällt. Und zur Not fange ich an es am Bein/Tentakel/Saugnapf zu streicheln. Da kann niemand wiederstehen. Tja, und dann können wir beide so viel Gutes zusammen tun:

Platz 3: Rumdrehen und weiterschlafen.

Echt jetzt! Das ist häufig im Leben meine Taktik. Einfach drüber schlafen und am nächsten Morgen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Vielleicht war dann ja alles nur ein böser Traum! Wenn dann irgendwann die bebenden Schritte des Monsters näher kommen, lege ich einfach meine Matratze auf den Boden und werfe vorher alle Schränke um, damit sie nicht auf mich fallen können. Gegen die Sirenen und Schmerzensschreie meiner Nachbarn helfen handelsübliche Ohrstöpsel. Und damit ich nicht davon wach werde, wie das Dach abgerissen wird und das Monster mich von der Matratze krallt, ziehe ich mir vorher noch ein paar Bier zur Betäubung rein. Ach, wisst ihr was? Ich benenne diesen Punkt um in „Besäufnis“! Ich tanke noch einmal so hart, dass meine Konfrontation mit dem Ungeheuer mir nur ein schallendes Lachen entlockt. Ich muss so weggebombt sein, dass ich das Ausreißen meiner Gliedmaßen maximal mit einem „Huch!“ kommentiere.

Platz 2: GO NUTZ!

Noch einmal so richtig die Sau rauslassen und alles machen, was man sich nur traut, wenn man wirklich nichts mehr zu verlieren hat. Und damit meine ich jetzt nicht noch einmal Mails checken und sich dann voll frech schon vor Feierabend ein Gläschen Wein einschenken. Sofort die Nachbarin anpinkeln, testen, ob man mit seinem Conan-Schwert alle Fenster einschlagen kann und dann ungeschützten Verkehr mit dem ersten Mädel haben, was mir auf der Straße begegnet. Das sollte kein Problem sein, denn draußen werden mir viele Gleichgesinnte begegnen, die von einem ähnlichen Wunsch beseelt sind. Einige davon werden bereits nackt und mit Mayonnaise oder Nutella eingerieben sein. Hey, jedem das Seine. Aber vor allem würde ich meinen Lateinlehrer aus Schultagen anrufen und ihm sagen, dass er der allerletzte Gartenzwerg ist. Und wenn er mir mit Konsequenzen droht, gackere ich in den Hörer: Guck mal aus dem Fenster, Du römische Karikatur! Der Frust Deiner Schüler hat sich in einem Monster materialisiert, dass Dir gleich den Arsch versohlt! See you, Baby!“

Platz 1: Full Rambo Survival Mode.

Wir alle sind doch mittlerweile lebende Survival Guides durch all die Zombie Apokalypsen, die wir in Filmen und Spielen durchlebt haben. Zeit das Gelernte anzuwenden! Denn eins steht fest, wenn ich diese unfassbare Scheisse überlebe, dann werde ich unter den wenigen Überlebenden sein, die in den zerstörten Städten endlich das größte Endzeit-LARP aller Zeiten spielen können. Erst mal würde ich mich nackt ausziehen, in den Wald rennen und mich Predator-Style mit Schlamm und Dreck tarnen. Hier würde ich dann erst mal die Zerstörung der Städte aussitzen und dabei per Handy auf dem Laufenden bleiben, was das Riesenvieh so gerade treibt. Günstig wäre auch ein kleiner Hügel oder Berg, damit ich die Show genießen kann, wie die Armee mit ihren jämmerlichen Flugzeugen und Panzern an der vermutlich viel zu dicken Haut des Ungetüms zerschellen. Und falls mich das Monster im Wald doch findet, siehe Platz 5 unter „Schleife aus Petersilie“.

Über Thilo (1553 Artikel)
Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.

2 Kommentare zu Top 5 Reaktionen auf eine Riesenmonster Apokalypse

  1. Go Nutz is the best: Einige davon werden bereits nackt und mit Mayonnaise oder Nutella eingerieben sein.
    Das sehe ich hier jeden Tag \o/

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