miniature-people

Um genau zu sein, so viele Filme gibt es mindestens. Habe bestimmt welche vergessen, von TV Serien mal ganz abgesehen. Kennt ihr z.B. noch diese tschechische Kinderserie „Pan Tau“? Mit diesem stummen Typen im Anzug, der sich durch Tippen auf seinen Zylinder in eine Puppe verwandeln konnte? Als kleiner Hosenscheisser habe ich die Serie geliebt!

Vor einiger Zeit habe ich das erste Mal durch Zufall den „Incredible Shrinking Man“ (bzw. Die unglaubliche Geschichte des Mr. C.) gesehen und war absolut begeistert von diesem Horrorfilm. Es wird mir noch lange auf der Netzhaut bleiben, wie der arme Tropf später im Film mit einer Nähnadel bewaffnet eine Kellerspinne abwehrt. Ich liebe generell Filme, die uns in fremde Welten entführen. Entweder in den Makrokosmos, das Weltall oder fremde Länder und Dimensionen, oder auch den Mikrokosmos, wie das Innenleben unseres Körpers oder die Welt der Insekten.

Für winzige Menschlein wird ein Garten zu einem Urwald mit Monstern und auf Bakteriengröße reduziert wird der menschliche Körper zu einem Irrgarten einer fremdartigen Unterwasserwelt. Größe ist ein relatives Konzept. In der Küche eines Riesen werden Gläser und Flaschen für eigentlich normal große Menschen zu unüberwindlichen Türmen und Hindernissen. Ein Waschbecken wird ein See mit ungenießbarem Seifenwasser mit einem Spülschwamm als rettendem Boot.

So bin ich auf die Idee gekommen mal zu googeln wie viele Filme sich mit dem interessanten Konzept der veränderten Wahrnehmung der Welt durch Schrumpfen beschäftigen.

Es gibt eine überraschend lange Geschichte der Miniatur-Menschen-Filme. Deshalb starten wir mal im Jahr 1936 und hangeln uns dann langsam nach oben:

Die Teufelspuppe (“The Devil Doll” von 1936)
Ein Mann, der von der Teufelsinsel geflohen ist, schrumpft in Verkleidung einer alten Frau Menschen, um sich für seine Gefangennahme zu rächen. Moment…was?

Dr. Zyklop (“Dr. Cyclops” von 1940)
Ein wahnsinniger Wissenschaftler schrumpft seine im südamerikanischen Dschungel seine Kollegen, um seinen Größenwahn ausleben zu können.

Die unglaubliche Geschichte des Mister C. (“The Incredible Shrinking Man” von 1957)
Ein unglaublich spannender Horrorfilm über einen Mann, der durch eine radioaktive Wolke langsam auf Bakteriengröße geschrumpft wird. Faszinierend zu sehen, wie erst eine Katze, später eine Spinne und dann alles lebensbedrohlich für ihn wird.

Alchimie der Liebe oder Girl in his Pocket (“Amour de poche” von 1957)
In dieser französischen Science-Fiction-Komödie benutzt ein Wissenschaftler (vermutlich erneut ein Wahnsinner) seine Freundin als Versuchskaninchen für seine Schrumpf-Methode.

Attack of the puppet people (1958)
Ein einsamer und wahnsinniger (natürlich) Puppenspieler erfindet eine Maschine, mit welcher sich Menschen schrumpfen lassen.

Der kleine Däumling (“Tom Thumb” von 1958)
Eine Komödie um ein winziges Männlein. Daumengroß zu sein suckt bestimmt recht hart…

The Phantom Planet (1961)
Der Astronaut Frank Chapman entdeckt auf einem fremden Planten eine Rasse von Winzlingen. Durch die Atmosphäre des Planeten wird auch er selbst geschrumpft und hilft dem Volk beim Kampf gegen außerirdische Monster.

Village of the Giants (1965)
Ein paar durchgeknallte Teens sind durch ein Serum zu Riesen gewachsen und wollen nun die Stadt übernehmen. Ein wenig erfolgreicher Exploitation Film, der jedoch scheinbar einen lang gehegten Männertraum erfüllt: Einmal als Zwerg in einen BH fallen und zwischen gigantischen Brüsten stecken. Grandiosen Trailer ansehen!

Die phantastische Reise (“Fantastic Voyage” von 1966)
Der Klassiker: Ein Ärzteteam wird samt U-Boot miniaturisiert, um im Körper eines Kollegen für Ordnung zu sorgen.

The Gnome-Mobile (1967)
Ein exzentrischer Millionär und seine Enkel helfen einer Gruppe von Waldgnomen ihr Volk wiederzufinden. Oh je…

Die unglaubliche Geschichte der Mrs. K. (“The Incredible Shrinking Woman” von 1981)
Eine weibliche Version des “Incredible Shrinking Man”, nur als Komödie? Nein danke.

Die Reise ins Ich (“Inner Space” von 1987)
Ein Pilot wird versehentlich geschrumpft und in einen schüchternen Gemüsehändler injiziert. Genau. Solide Story.

Liebling ich habe die Kinder geschrumpft (“Honey I Shrunk the Kids” von 1989)
Hab den als Kind im Kino gesehen und war von den Socken: Ein Tüftler-Vater schrumpft versehentlich, wie der Titel schon verrät, seine Kinder und wirft Sie ebenso versehentlich mit dem Müll in den Garten. Nun müssen es die unglücklichen Winzlinge schaffen lebend zum Haus zurück zu kehren.

Armee der Finsternis (“Army of Darkness” von 1992)
Ash, mit der Kettensäge als Arm-Ersatz, wird immer einer meiner Lieblingsfilme bleiben. Besonders wegen der spaßigen Szene mit den Mini-Ashs, die ihn nach allen Regeln der Kunst piesacken.

Ein Fall für die Borger (“The Borrowers” von 1997)
In den 1940ern teilt sich Familie Lender ihr Haus unwissentlich mit einer Art rothaariger “Heinzelmännchen”, den Borgern.

Kampf der Kobolde (“The Magical Legend of the Leprechauns” von 1999)
Der amerikanische Business-Kasper, Jack Woods, mietet in Irland unwissentlich eine Hütte, die von Kobolden bewohnt wird und wird in deren Kampf gegen die Feen verwickelt.

Jagd auf den Schatz der Riesen (“Jack and the Beanstalk” von 2001)
Andere Verfilmungen gab es auch 1952 und 2010. Das klassische Kindermärchen von den Zauberbohnen und dem Wolkenschloss des Riesen.

Nachts im Museum (“Night at the Museum” von 2006)
Ben Stiller wird von Miniatur-Cowboys und -Indianern zur Schnecke gemacht.

Nachts im Museum 2 (“Night at the Museum: Battle of the Smithsonian” von 2009)
Ein zweiter Teil davon. Musste das wirklich sein, Herr Stiller?

Gullivers Reisen (“Gulliver’s Travels” von 2010)
Es gibt sicherlich auch ältere Verfilmungen davon, aber ich führe hier stellvertretend mal Jack Black auf, der in Liliput ein Feuer auspinkelt. Episch.

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